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Die Reise des jungen CheChe? DER Che? Müssen wir uns jetzt einen Propagandafilm angucken? Oder Kommunistenschelte? Glücklicherweise keines von beiden und doch von Ersterem einiges, das lässt sich wohl nicht umgehen. In erster Linie ist es ein Roadmovie von einer Reise durch Lateinamerika, die ihren Ausgangspunkt in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires nimmt. Und besonders am Anfang sind auch beeindruckende Landschaftsaufnahmen die Kulisse des Films. Das ändert sich nach der ersten Stunde, als zunehmend das Elend weiter Bevölkerungsschichten diesen Hintergrund (und den für Che Guevaras Wandlung zu dem, was er später wird) bilden. Worum geht es? Buenos Aires 1952: Der 23-jährige Ernesto Guevara de la Serna (gespielt von GAEL GARCÍA BERNAL, der Neuentdeckung aus Versuchung des Padre Amado und sehr überzeugend auch in dem letzten Streifen von Almodóvar "Mala Educacion") studiert Medizin und steht kurz vor dem Examen. Trotzdem entschließt er sich, sein gutbürgerliches Zuhause in der argentinischen Hauptstadt zu verlassen und mit dem Biochemiker Alberto Granado (RODRIGO DE LA SERNA), einem Freund der Familie, auf Fahrt zu gehen. Die beiden haben einen Traum: Auf Albertos betagter Norton 500, die sie optimistisch „La Poderosa“ („Die Allmächtige“) nennen, wollen sie quer durch Lateinamerika reisen – ein ihnen damals in großen Teilen unbekannter Kontinent. Sie haben wenig Geld, die Ausrüstung ist dürftig, aber ihre Routenplanung umso ambitionierter – durch die Anden, an der Küste Chiles entlang, durch die Atacama-Wüste ins peruanische Amazonas-Gebiet. Venezuela, ihr erstes Etappenziel, planen sie rechtzeitig zu Albertos 30. Geburtstag zu erreichen. Nach einem Abschiedsbesuch bei der adligen Familie von Ernestos Freundin Chichina Ferreira (MÍA MAESTRO) im argentinischen Schickimicki-Ort Miramar brechen sie auf, kommen auf dem klapprigen Motorrad aber nur langsam voran. Während die beiden Idealisten das Land um sich herum in sich aufsaugen, träumen sie von den Kliniken, die sie bauen, und dem Fortschritt, den sie erleben werden. Doch bald gibt das alte Motorrad seinen Geist auf und die beiden müssen zu Fuß, per Amazonas-Dampfer und auf den Ladeflächen unzähliger klappriger Lastwagen. (Trotz nicht unherzlichen Abschieds haben beide Eltern offensichtlich nicht viel, zumindest kein Geld, für die Eskapaden ihres Nachwuchses über.) Und so werden im Laufe der Reise, durch ihre Bekanntschaft mit den unterschiedlichsten Menschen, aus den unbesorgten Jünglingen, die sorglos in den Tag hinein leben und mit fantasievollen Abenteuergeschichten die lokalen Dorfschönheiten becircen, nachdenkliche Männer. Damit nicht falsche Erwartungen entstehen sei hier betont, dass Che und Alberto nur Freunde sind, die zusammen auf Reisen und (hier auch jeder einzeln) auf Damenfang gehen. Darüber hinaus gehende emotionale Bindungen zwischen den beiden gibt es nicht. Und uninteressant ist der Film schon allein ob des eher unterrepräsentierten und unbekannten Themas Lateinamerika auch nicht. Der letzte Teil mit dem lebensgeschichtlich wie dramaturgisch/bildtechnisch verwirklichten Wandel der beiden, besonders Ches, ist natürlich auch politisch angehaucht, ohne jedoch vollends ins Propagandistische abzugleiten. Insofern: der Film ist ok, ohne dass er einen nun wahnsinnig fesselt. Aber er geht einem auch nicht mit politischem Gedusel auf den Keks. Gedreht von Walter Salles, der mit "Central do Brasil" den Goldenen Bären der Berlinale, den Golden Globe sowie eine Oscar®-Nominierung erhielt. Zwei Anmerkungen zum Schluss: 1) Die Gleichheit des Nachnamens von Che Guevara (DE LA SERNA) mit der des zweiten Hauptdarstellers ist keineswegs zufällig, die beiden sind in der Tat miteinander verwandt (mütterlicherseits). 2) Der Film bringt auch Aufklärung darüber, wieso Che eigentlich Che heißt: eben weil er aus Argentinien ist und die Argentinier häufig dieses Wörtchen che gleichsam als Füllwort in ihre Sätze einfließen lassen - so etwas wie im Deutschen "ähm" oder "ne/nicht". (Verliehen wurde ihm dieser Ehren-Beiname von den Kubanern, wo er als Kampfgefährte von Fidel Castro bis heute als Held verehrt und ausgehängt wird.)
Jetzt als vorbildlich ausgestattete DVD mit zahlreichen Extras - erschienen bei
Highlight.
DVD-Bild: 16:9 Extras:
+ Darsteller-Informationen als Textseiten |
OT: The Motorcycle Diaries / Diarios de motocicleta Roaddrama Regie: Walter Salles DVD-Start: 19. Mai 2005 |
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Darsteller und Rollen GAEL GARCÍA BERNAL ..... Che Guevara |
Robin's HoodEin Film von Sara Millman |
USA 2003, 77 Minuten, Farbe, FSK voraussichtlich ab 16 |
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KameradenDer russische Militäralltag,
attraktive Matrosen und Kameradschaft, gewürzt mit einem Schuss
Homoerotik, |
(Kanada 2003, 94 Min.) |
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AlexanderWer Wolfgang Petersens "Troja" noch in Erinnerung hat, wird sich auf "Alexander" gefreut haben. Ein weiteres "Sandalenepos" aus der Monumentafilm-Liga. Und hey, die Achilles-Sache wird mehrfach zitiert. Doch leider werden die hohen Erwartungen deutlich enttäuscht. Der Film ist sozusagen in den Wüstensand gesetzt. Der Inhalt in Kürze Der Verriss in Länge Sinn und Zweck soll wohl die Beleuchtung der Hintergründe sein. Warum ist Alexander so geworden, wie er war? Wie wir ihn aus den Geschichtsbüchern zu kennen glauben. Aber leider verfranst sich der Film in den Hintergründen und Nebenfiguren. Nur geschichtlich versierte Zuschauer(innen) blicken bei der Unzahl von historischen Figuren, die recht breit ausgewalzt werden, noch durch. Weniger wäre mehr gewesen. Colin Farrell ist ein anerkannt guter Schauspieler - keine Frage
- aber den Alexander nehme ich ihm nicht ab. Obwohl er alle Register von
zart bis hart zieht, er den gefühlvollen, ruhmhungrigen, dem Wahnsinn
anheim gefallenen mit Inbrunst auf die Leinwand bringt. Charismatisch ist
er nicht. Und genau das muss Alexander gewesen sein: charismatisch. Wie
sonst hätte er über Jahre seine relativ kleine Armee von Sieg zu Sieg
führen können? Schade, dass Stone die geschichtlich gesicherte homosexuelle
Liebesbeziehung zwischen Alexander und Hephaistion nur in Worten und
innigen Blicken zeigt. Und selbst dass war einer Gruppe von griechischen
Anwälten schon zu viel. Ein griechischer Volksheld schwul? Oioioi... Das
geht den Erfindern der "Knabenliebe" dann doch zu weit. Was im
angeblich rückständigen 4. Jahrhundert vor Christus keine große Sache
war, ist im angeblich so aufgeklärten 21. Jahrhundert n. Chr. ein heißes
Eisen. Tuntenball in Babylon. Pluspunkt
in Kürze Fazit |
USA 2004 Originaltitel: Alexander Regie: Oliver
Stone |
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Darsteller & Rollen Colin Farrell .... Alexander |
Ralf Königs LysistrataPressetext: 411 vor Christus. Sparta und Athen bekriegen sich seit 30 Jahren. Um dem sinnlosen Kampf ein Ende zu setzen, besetzen die Athenerinnen unter Führung von Feministin Lysistrata die Akropolis. Sie verweigern sich ihren Männern sexuell, und zwar solange, bis endlich Frieden geschlossen wird. |
Spanien 2002
Regie: Francesc Bellmunt |
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Rollen & Darsteller Die Synchronsprecher |
Männer wie wirBei Torwart Ecki läuft’s gerade nicht so rund: 1. hat er seiner
Fußballmannschaft den Aufstieg verpatzt Jetzt muss er nur noch zehn Mitspieler finden. Nichts
leichter als das in einer Fußballstadt wie Dortmund... oder? Man könnte meinen, die Regisseurin schreckt vor Nichts zurück.
Stimmt. Auch nicht davor, die Heteros mit genau so starken, richtigen und
ebenso falschen Klischees zu überzeichnen. Den mit der Homosexualität
seines Sohnes überforderten Vater, die verständnisvolle Mutter, die
strunzdoofen Fußballer, die engstirnigen Dorfbewohner. Angesichts dieser
Ansammlung von Stereotypen ist schon 'mal Sitcom-Niveau garantiert. Kritisieren kann man eine gewisse "Vorhersehbarkeit"; aber schließlich sollen die "Guten" doch siegen, oder? Eine glatte, unterhaltende Komödie mit Schmunzlern und Schenkelklopfern über "Männer wie wir".
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Komödie Deutschland 2004 Regie: Sherry Horman Drehbuch: Benedikt Gollhardt
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Darsteller & Rollen Maximilian Brückner .... Ecki |
BärenbrüderElche gut, alles gut! Der neue Film „Bärenbrüder“ („Brother Bear“), der am 18. März in die deutschen Kinos kommt, ist der 44. abendfüllende Zeichentrickfilm aus dem Hause Disney. Mit sechs neuen Songs von Phil Collins untermalt, wird man in die Welt vor 10.000 Jahren versetzt. In der Tradition von „Mulan“ und „Tarzan“ wurde die Geschichte von drei Brüdern zeichnerisch in Szene gesetzt.
Diese Filmbesprechung wurde GayStation freundlicherweise von Dirk
Jung zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns dafür herzlich.
Mehr Artikel des Autors gibt's auf seiner Homepage mit einem Link auf
seine Homepage www.dirkjung.de |
Zeichentrick USA 2003 Originaltitel: Brother Bear Regie: Aaron Blaise, Robert Walker |
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© 2005 Dieter Herchenbach