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Filmtipps auf Video und DVD

 

 

 

 

Malediva

Ab heute verliebt

Vorweg: Das bin ich auch... In Malediva!

Bis ich die DVD zu Gesicht bekam, kannte ich diese Perlen der so genannten Kleinkunst nur vom Hörensagen. Das machte mich aber schon sehr neugierig.

Wirklich erstaunlich - und eben eine große Kunst - wie zwei weißgeschminkte Männer mit einem Pianisten auf der Bühne ein Programm bestreiten, ohne sich selbst nur einen Zentimeter vom Fleck zu bewegen und dennoch das Publikum zu Lachstürmen bewegen können.

Male-Diva: Ich spekuliere, dass mit "Male" auf das englische "male" (= männlich) abgezielt wird; denn die Zweifel, ob die stark geschminkten Wesen sich in Männlich/Weiblich-Kategorien pressen lassen, beleiben ein wenig.
Male könnte aber auch  lateinischen Ursprungs sein und etwas wie "böse" oder "bösartig" implizieren.
Wie ich darauf komme? Nuuuun.... Zwar heißt das Programm "Ab heute verliebt", aber das bedeutet nicht, dass Tetta und Lo nicht ganz schön zickig - ja fast bösartig - sein können. Besonders der süße Pianist Florian gerät immer wieder in die Schusslinie von Los spitzer Zunge.
Über den zweiten Namensteil "Diva" brauche ich nicht zu spekulieren... Zweifellos sind die beiden Sänger und Comedians auch gewaltige Diven. Gut zu wissen, dass sie schon seit vielen Jahren ein Paar und auch schon seit einiger Zeit verpartnert sind.

Doch nun genug der Vorstellung des kongenialen Trios. Kommen wir zum Programm.
Eine exzellente Mischung aus Musikstücken mit spritzigen Texten und Zwischenmoderationen zum Ablachen und Schenkelklopfen. Über die zwei Stunden Programm halten die Jungs ein sehr hohes Niveau. Sie erzählen wie selbstverständlich aus ihrem Beziehungsalltag und vergessen dabei sogar manchmal scheinbar das Publikum. Obwohl sie an anderen Stellen Selbiges direkt ansprechen. Man ist nicht nur dabei, man ist sogar mitten drin. 
Die von Florian Ludewig komponierten und von Tetta und Lo getexteten Songs reißen mit oder stimmen nachdenklich. Aber immer fügen sie sich perfekt ins Programm ein. 

In 25 Kapiteln unterteilt und dennoch aus einem Guss: Maledivas erste DVD nach vier erfolgreichen CDs. Der Mehrwert durch die bewegten Bilder gegenüber der CD ist unbestritten. Die Mimik, die Körpersprache, die Blicke, die die Zwei sich zuwerfen. Göttlich! Wer nicht die Möglichkeit hat, Malediva live auf der Bühne zu erleben, bekommt mit der DVD einen nahezu gleichwertigen Ersatz, der allerdings Lust auf mehr macht.

Als besonderen Bonus enthält die DVD - neben einer Fotogalerie - ein Tour-Backstage-Footage-Doku-Homevideo dass den Zuschauer nicht nur hinter die Kulissen sondern auch hinter die Masken von Malediva blicken lässt. Und dabei erfährt man so manchen Überraschung!

Wer intelligente Comedy mag, wird Malediva lieben!


Erschienen als DVD und CD.

Kaufen als DVD bei Roofmusic oder als CD.

 


Tipp für Schwule Tipp

Comedy
(Live aus Oberhausen)

Deutschland 2007

Regie: Wolfgang Kolneder

Musik: Florian Ludewig, Tetta Müller, Lo Malinke

Darsteller & Rollen:

Tetta Müller .... Tetta
Lo
Malinke .... Lo
Florian Ludewig .... Florian

Brokeback Mountain

Wieder ist ein Tabu gebrochen worden. Im Jahr 2005 mit "Männer wie wir" gab es im Kino schwule Fußballer zu sehen. 2006 nun sind es schwule Cowboys. Ang Lee, der taiwanesischstämmige Meisterregisseur inszenierte eine preisgekrönte Kurzgeschichte der Pulitzerpreisträgerin Annie Proulx "Brokeback Mountain".

Erzählt wird eine über 20 Jahre andauernde Liebesgeschichte zweier Cowboys, die sich beim Schafe hüten im Jahr 1963 am Brokeback Mountain kennen und lieben gelernt haben..

Ennis Del Mar und Jack Twist sind Gelegenheitsarbeiter und suchen einen Job beim Schafzüchter Aguirre, der sein Tiere quasi auf die Alm getrieben haben will. Die Jungs von 19 Jahren bekommen den Auftrag, die Tiere zu bewachen. Einer soll ein Basiscamp aufbauen und für das leibliche Wohl sorgen. Der Zweite die ganze Zeit - außer für Frühstück und Abendessen - bei den Tieren bleiben.

Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten öffnen sich Ennis und Jack einander immer mehr. Sie beginnen sich zu achten, zu mögen und schließlich auch zu begehren. In einer durchzechten Nacht fallen sie übereinander her...

Klar, dass man sich an am Morgen danach gegenseitig beteuert, nicht schwul zu sein... Es wäre eine einmalige Sache gewesen... Das ginge niemanden etwas an... Dumm nur, dass sie sich in einander verlieben...

Der Sommer auf dem Brokeback Mountain wird für sie ein einschneidendes Erlebnis. Doch dann trennen sich ihre Wege wieder für 4 Jahre. Beide heiraten und zeugen Kinder. Als sie sich wiedertreffen, ist ihre Liebe stärker denn je und sie erkennen, dass sie füreinander bestimmt sind. Doch die Gesellschaft im ländlichen Wyoming hat keinen Platz für 2 schwule Rancher. Das wissen sie beide. Ennis ist gefangen in seiner homophoben Sozialisation. Er kann Jakes Wunschtraum von einem gemeinsamen Leben nicht erfüllen.

Jahrelang treffen sie sich in der Einsamkeit der Wildnis zum "Fischen" (ohne jemals einen Fisch zu fangen...); sind glücklich zusammen zu sein und unglücklich, dass sie nicht zusammen sein können.

Die Ereignisse spitzen sich dramatisch zu, als ihr Umfeld ihr Geheimnis zu lüften beginnt...

Ang Lee gelingt der Spagat zwischen Liebes- und Randgruppendrama grandios. Der Zuschauer wird von den tragischen Figuren im gleichen Maße gefesselt, wie diese selbst von den gesellschaftlichen Zwängen.
Die schauspielerischen Glanzleistungen vor Allem von Heath Ledger (als Ennis) und Jake Gyllenhaal (als Jack) transportieren die ganze innere Zerrissenheit der Figuren direkt ins Herz des Zuschauers.
Es wird relativ wenig gesprochen, und die wichtigsten Dinge werden sowieso nonverbal ausgedrückt. Mit vollem Körpereinsatz gehen die beiden Hauptfiguren zur Sache. Es ist eine reine Freude, ihnen zuzuschauen.
Auch Michelle Williams (aus Dawson's Creek) als Ennis' Frau Alma liefert eine oscarverdächtige Leistung ab. Und in der Tat wurde sie auch für Einen nominiert. Bekommen hat Brokeback Mountain allerdings keinen der 3 Darstellerpreise; aber die Regieauszeichnung, sowie die für die Filmmusik und das Drehbuch gingen verdient an den Film.

Ein "Must See", ein Coming Out Film ohne Coming Out, ein cineastischer Meilenstein; ganz großen Kino!

Jetzt auf DVD als 2-Disc-Deluxe-Edition bei Amazon bestellen oder den Film pur als Einzel-DVD.

Technische Informationen der Deluxe-Edition
Titel: Brokeback Mountain
Originaltitel: Brokeback Mountain
Label: UFA
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Genre: Spielfilm
Produktionsland, Jahr: USA Vereinigte Staaten / 2005
Länge: ca. 130 Minuten
Bildformat: 1,78:1 (16:9 anamorph codiert)
Ton: Dolby Digital 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Untertitel für Hörgeschädigte: Deutsch

Specials: Laufzeit Bonusmaterial: ca. 89 Min
- Interviews mit Cast & Crew
- Making Of "Sharing the Story"
- Featurette "Directing from the Heart: Ang Lee"
- Featurette "On Being a Cowboy"
- Featurette "From Script to Screen: Interviews mit Larry McMurtry & Diana Ossana"
- Trailer & TV Spots
- Cast & Crew
- Bildergalerie

Tipp für Schwule Tipp

Drama

USA 2005

Regie: Ang Lee

Vorlage: E. Annie Proulx
Drehbuch: Larry McMurtry &
Diana Ossana

Musik: Gustavo Santaolalla 

 

 

Darsteller & Rollen:

Heath Ledger .... Ennis Del Mar
Jake Gyllenhaal .... Jack Twist
Randy Quaid .... Joe Aguirre
Anne Hathaway .... Lureen Newsome
Michelle Williams .... Alma Del Mar
Valerie Planche .... Kellnerin
Graham Beckel .... L.B. Newsome
David Harbour .... Randall Malone
Kate Mara .... Alma Jr., mit 19
Roberta Maxwell .... Jacks Mutter
Peter McRobbie .... John Twist, Jacks Vater
Anna Faris .... LaShawn Malone
Linda Cardellini .... Cassie
Scott Michael Campbell .... Monroe
David Trimble .... Basque
                                                                       

Meeresfrüchte

Eine nette Komödie mit mehreren schwulen Hauptrollen

Darunter der schnuckelige Jean-Marc Barr (trotz des französischen Namens in Bitburg gebürtig und mit einer amerikanischen Mutter, ein wahrer Multikulti)

Familienurlaub einmal anders

Ein nettes, aber renovierungsbedürftiges Häuschen an der Küste soll Familie Biancheri als Urlaubsdomizil dienen. Und selbige Familie hat so einige Charaktere.

Da ist zunächst Papa Marc (Gilbert Meci) der etwas entfernt wirkt und eher in der Vergangenheit lebt. Auf der anderen Seite die Tochter Laura (Sabrina Seyvecou), die flügge wird und mit ihrem Freund eigentlich andere Pläne hat als den Urlaub am Meer unter der Gluckenbeobachtung zu verbringen.

Tja, und dann ist dann der Sohnemann Charly (Romain Torres), der seinen Vater auf die Palme bringt, weil er ständig, in jedem Falle zu oft und zulange duscht. Schließlich könne man doch keine Resourcen vergeuden. Und was macht er da eigentlich?

Nun ja, dass er mit seiner Vermutung, der Sohn könne unter dem Wasser selbst zum Spritzer werden, richtig liegt, weiß indes zunächst nur der Zuschauer. Prompt gerät die Familie in Grübelpanik: ist Sohnemann am Ende noch schwul?

Und dann kommt auch schon der erste offen schwule Charakter: Charlys bester Freund Martin (Edouard Collin). Besonders der Vater kriegt Panik - und erst später wissen wir warum. Mutter Beatrix (Valeria Bruni-Tedeschi) sieht das Ganze lockerer und will ihrem Charly mit allen Mitteln helfen und ihn bewegen, seine Homosexualität doch öffentlich zu machen. Ist sie doch der felsenfesten Überzeugung, ihr Sohn sei schwul und Martin sei sein Freund.

Papa Marc indes hat fortan ein verschärftes Auge auf Martin. Dies um so mehr, als eines Morgens die Wasserversorgung dank nächtlichen Duschens kaputt ist und der überaus geile - und schwule - Klempner Didier (Jean-Marc Barr; der geile der beiden BRÜDER bei ) gerufen werden muss. Papa kriegt die Tür nicht zu, als sich die beiden begegnen, ist Didier doch niemand anders als Marcs verflossener Liebhaber, den er vor Jahren verlassen hat, weil er Angst hatte, sich zu seinem Schwulsein zu bekennen. Und nun hat er nicht nur Angst, dass Didier seinen (nicht schwulen) Sohnemann verführt - nein, alte Gefühle werden wach.

Aber auch Mutter Beatrix wird von ihrer Vergangenheit eingeholt, als ihr jahrelanger Favorit Mathieu (Jacques Bonnaffe) auf der Szenerie erscheint. Kaum dass sie ihn vom Zug abholt, geht es hinter dem ersten Baum zur Sache. Und das noch mehrere Male. Dazu will Mathieu nunmehr nach vielen Jahren, eigentlich ein Traum jeder Frau, diesmal Nägel mit Köpfen machen und Beatrix endlich ganz für sich haben ...

Nun hab ich ja fast schon zu viel verraten. Der ganze Film kommt sehr locker, spritzig und humorvoll rüber und schließt mit geistreichem Humor an die lange Tradition trotz allem niveauvoller französischer Fernsehunterhaltung an - und sei allen nur ans Herz gelegt.

Das Label EUROVIDEO sorgt auch dafür, dass es nicht zu teuer wird

:-)

DIE DVD

Bildformat: Dolby, PAL, Surround Sound
Bildseitenformat: 16:9
Sprache:
+ Deutsch (Dolby Digital 5.1)
+ Französisch (Dolby Digital 5.1)
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Euro Video

Offizielle Homepage des Films

Drama

Originaltitel:  Crustacés et coquillages

Regie: Olivier Ducastel Jacques Martineau
Drehbuch: Olivier Ducastel Jacques Martineau

Frankreich 2005

VÖ: 13.04.2006

Darsteller und Rollen:

Valeria Bruni Tedeschi .... Béatrix
Gilbert Melki .................. Marc
Jean-Marc Barr .............. Didier
Jacques Bonnaffé .......... Mathieu
Edouard Collin .............. Martin
Romain Torres ............. Charly
Sabrina Seyvecou ......... Laura
Yannick Baudin ............. Michaël
Julien Weber ................ Sylvain
Sébastien Cormier ........ Laura's neuer "Mann"
Marion Roux ................ Billiard Player

                                                            

© 2006 D. Carius, GayStation

 

 

Queer as Folk

Mit sechs Jahren Verspätung im deutschen Fernsehen (Januar 2006) und nunmehr endlich auch auf DVD erhältlich: die schlechthin beste Schwulenserie, die ich je gesehen habe. Vor allem in ihrer amerikanischen Originalversion.

Ursprünglich war eine umfassende Serie um einen Freundeskreis, der unterschiedlicher gar nicht sein kann, wohl sogar eine deutsche Idee, ist dann aber zunächst 1999 in Großbritannien rausgekommen. Ein kurz nach Erstausstrahlung aufbrausender Sturm der Entrüstung hat jedoch leider die BBC dazu bewogen, das ganze schon nach einer kurzen ersten und noch kürzeren zweiten Staffel enden zu lassen.

Nun haben sich daraufhin glücklicherweise Enthusiasten in den USA gefunden - und ein Privatsender als Financier - die die Idee eingekauft und die ursprünglich rein schwulen Geschichten um lesbische Aspekte und Hauptpersonen, und damit um Handlungsstränge und Nuancen und Strömungen der schwullesbischen Farbpalette, zu erweitern. Und herausgekommen ist eine im Vergleich zum Original wirklich um Meilen bessere Fassung: QAF eben! (oder neudeutsch KWAFF)

Und in dieser neuen Fassung werden eben auch die im Zentrum stehenden schwulen Personen facettenreicher dargestellt und tiefer ausgelotet.

Wer im einzelnen diese Hauptpersonen sind, sieht man hier

Nun ist das ganze aber bitte kein theoretisierendes Machwerk, sondern eigentlich ein mitten im Leben stehendes und so ist in der Tat für jeden etwas dabei. Natürlich wird reichlich gef***kt - und das auch sehr großzügig gezeigt, egal ob im Darkroom oder irgendwelchen Betten, und klar wird auch ordentlich darüber geredet. (Nun ja, der eine der Hauptfiguren hat ja auch seit Monaten keinen Sex gehabt, armer Junge, klar dass er das anderweitig kompensieren muss).

Aber viel interessanter - und das macht das ganze zu einem wirklichen Einblick in das schwule Leben, sind die Gespräche untereinander und somit Freuden und Konflikte miteinander und mit der Gesellschaft.

Da geht es um Bindungssuche vs. ONS, freundschaftliche "Treue" vs. Eigensinn, unerfüllte Liebe vs. gute Freundschaft bzw. kann umgedreht aus einer jahrelangen Kumpel-Freundschaft eine Beziehung entstehen u.v.m.

Ein Kernproblem und Skandal der ersten Staffeln ist auch das Problem der Verführung Minderjähriger, da sich ein gesetzlich als ebensolcher Einzustufender, aber eigentlich sehr genau Wissender (= JUSTIN) in einen deutlich Älteren verliebt (= BRIAN) - der dazu noch der Flachleger schlechthin ist - heute den, morgen den. Ein ganzer Kerl dank Chappi, wenig rücksichtsvoll gegenüber Wiederholungsanträgen, aber doch seinen Freunden (dem Freundeskreis treu verbunden) und einer, der damit nicht nur privat durchkommt, sondern auch im Geschäftsleben äußerst erfolgreich (nicht selten übrigens ebenso durch Flachlegen der Geschäfts-Partner)

Und nun das: ein 17-Jähriger, den BRIAN auch prompt als Frischfleisch abschleppt und (als Jungfrau) megageil durchhämmert, verguckt sich in ihn und lässt sich eben nicht gleich wieder abwimmeln, sondern im Gegenteil ... Damit im Zusammenhang wird dann auch das Coming Out Justins erzählt und welche Probleme er damit sowohl zuhause hat (sein Vater flippt aus, ganz wie man es stereoptypisch annimmt und schmeißt ihn raus, dann droht er ihm, dann schickt er ihn zum Psychiater, die ganze Palette) als auch an der Schule. Und wie er dabei, eigentlich Unterstützung brauchend, durch den von ihm Geliebten nicht wirklich oder erst sehr zögerlich und nur punktuell erlebt, wohl aber moralisch von dessen Freunden, den schon erwähnten Freundeskreis.

Dessen Kernpunkt ist MICHAEL NOVOTNY alias TV-Talkmaster Hal Sparks, der einem von Anfang an sympathisch ist und der eben diesen Brian seit der gemeinsamen Schulzeit heimlich oder allgemein bekannt liebt, auch wenn er weiß, dass er keine Chance hat und dass die beiden nicht einmal miteinander schlafen macht ihm schon ziemlich zu schaffen. Er ist gleichzeitig auch eine Art Artur der Engel, der eben auch jenen JUSTIN unter seine Fittiche nimmt, auf BRIAN einredet, ihn (Justin) nicht einfach sich selbst zu überlassen, sondern ihn erneut ran- und Gefühle zuzulassen - und der auch immer für alle anderen da ist, wenn die nur mit dem kleinen Finger winken!

Das Ganze ist in 2005 in Amerika mit der fünften Staffel leider schon ausgelaufen, aber bis dahin sind immerhin 90 stunden anregender Fernsehunterhaltung entstanden. In diesem Jahr (2006) läuft auf Pro7 erstmal die erste und dann die zweite Staffel mit 22 Folgen á ca. 50-55 Minuten und für mich ist es der absolute Topptipp dieses Jahres! (auch wenn ich das Ende schon kenne)

Ansonsten: ne richtige Soap ist das für meine Begriffe nicht, eher wirklich gute Unterhaltung und eine Studie der diversen Gegensätze in der schwulen Lebensweise (Subkultur klingt ja immer so ausgrenzend). Es zeigt ja wirklich mal Schwule ohne Klischees, ohne Tränendrüse, ohne Tuntengemache (nun ja, der Eine - EMMETT - ist eine, aber er fällt nicht auf deswegen, im Gegenteil: ein richtiger Sympathieträger) und das, finde ich, muss man anerkennen. Endlich mal ein Beitrag, der auch Außenstehenden prinzipiell ermöglichen würde, einen Einblick in schwules leben zu bekommen und zu verstehen, dass wir nicht alle zuhause Opern singen oder in Frauenkleider schlüpfen, den ganzen Tag nur rumficken oder oder oder, sondern eigentlich recht normal sind und "nur" unsere Macken haben wie alle anderen auch.

Aber eben auch unsere speziellen Probleme (als Gruppe), die sicher nicht für jeden gleich wichtig bzw. völlig unwichtig sind wie Partnerschaften/Ehen vs. Singledasein, Kinderadoption vs. Leihmutter vs. Damenspender vs. Kinderlosigkeit, Aids, Drogen, Gaybashing und evtl. mangelndes Interesse der Polizei diesen aufzuklären oder zum Himmel schreiende Freisprüche (manchmal sogar mit Werbegeschenken verbunden!) für solche Typen, Diskriminierung an Schule, Ausbildungs- und Arbeitsplatz, verbohrte Heterosexuelle und und und und dabei kann ich nur wiederholen: für mich geht das organisch aus der Geschichte hervor und wird, ohne aufgesetzt zu wirken, dargestellt.

Insofern für mich ein wirklich singulärer fall für eine uneingeschränkte Fernsehempfehlung und, aufgrund der schon angeführten leider nicht den Erwartungen gerecht werdenden Synchronisierung, die DVD-Version sowieso. Für Spanisch Sprechende schade, aber nicht zu ändern: die gleichzeitig in den USA mit entstandene spanische Synchronversion ist auf der vorliegenden Fassung nicht integriert. Vielleicht kommt das ja bei der zweiten Staffel (angekündigt als DVD für Dezember 2006!) mit drauf!!!


Die DVD-Edition

Altersfreigabe: ab 16 Jahren

Bildformat: 16:9 (1,85:1)
Tonformat/Sprache:
+ Stereo – Deutsch;
+ Stereo - Englisch

Untertitel:
+ Deutsch
+ Englisch;
+ Deutsch für Hörgeschädigte
+ Englisch für Hörgeschädigte

1. Staffel - 22 Folgen á 50 Minuten - 6 DVDs - VÖ 07.07.2006

Laufzeit: 1018 Minuten

 

Weitere Links

Ausführliche Begleitseite bei Pro 7 mit Galerie und Background zu den Serien und Privatfotos der Hauptakteure

Episodenführer (Pro7)

Super-Fanseite

 

 

Amerikanische Schwulen- und Lesbenserie

5 Staffeln

USA 2000-2005

1. Staffel - 22 Folgen - 6 DVDs - VÖ 07.07.2006

 

 

 

 

Darsteller und ihre Rollen

Hal Sparks .... Michael Novotny
Sharon Gless .... Deborah 'Debbie' Jane Grassi Novotny
(= Michaels Mutter)
Gale Harold .... Brian Kinney
(= Michaels bester Freund; der Flachleger)
Randy Harrison .... Justin Taylor
(= der 17-Jährige)
Scott Lowell .... Theodore 'Ted' Schmidt
Peter Paige .... Emmett Honeycutt
(der ziemlich Tuntige)
Michelle Clunie .... Melanie 'Mel'
(Geliebte von Lindsay / Linz)
Thea Gill .... Lindsay 'Linz' Peterson
(= Brians ehem. Freunding und Mutter seines Kindes)
Chris Potter .... Dr. David Cameron (2000-2001)
(=Michaels erster Geliebter)
Marcus Robert Gant .... Ben Bruckner-Novotny (2002-2005)
(= Michaels zweiter Geliebter und dann Ehemann)

 

  © 2008 D. Carius, GayStation

 

Tee mit Mussolini

Was fällt uns zu "Tee" ein? "England", richtig. Und zu "Mussolini"? Wie wär's mit "Italien"? Bingo! Und somit ist dies eine britisch-italienische Co-Produktion. Mit amerikanischer Beteiligung in Form der Schauspielerinnen Cher und Lily Tomlin, zum Beispiel. Letztere gibt eine Zigarren rauchende, taffe - manchmal auch tanzende Lesbe. Na ja, ob das mit der Vorliebe für Zigarren im richtigen Leben auch so ist, entzieht sich meiner Kenntnis, aber lesbisch ist Lily Tomlin nun bekanntermaßen :-)

Der Film spielt während der Herrschaft der Faschisten in Italien. Diverse britische Diven und eine jüdische Kunstliebhaberin (Cher) ergeben da eine brisante Mischung.

Florenz, 1934: Während Mussolinis Faschisten zunehmend an Macht gewinnen, lässt sich eine kleine Gruppe englischer Ladies nicht aus der Ruhe bringen. Lady Hester (Maggie Smith, wie immer zauberhaft!) lobt die plötzliche Ordnung, die weltentrückte Arabella (Judi Dench, nicht minder!) zitiert mit Vorliebe Byron und die patente Mary (Joan Plowright) wird unerwartet „Ersatzmutter“ für den kleinen Luca, um den sich bald alle Damen liebevoll kümmern.

Als dann noch die wunderschöne, exzentrische Amerikanerin Elsa (Cher) auftaucht, fühlt sich Luca wie im Paradies. Doch das Glück währt nicht lange: Mussolini weist alle Ausländer aus dem Land aus und die Ladies – die sich störrisch weigern – werden unter Arrest gestellt.

Luca muss ins Internat und kehrt erst in den ersten Kriegstagen wieder zurück. Jetzt ist es an ihm, seinen Freundinnen zu helfen und vor allem die Jüdin Elsa vor einem schrecklichen Schicksal zu bewahren… 

Die DVD

VÖ: 03. November 2005
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Sprachen: D, GB, F, E, RUS (Voiceover)
Untertitel: D, GB (f. Hörgesch.), F, E, CZ, DK, NL, FIN, HUN, N, PL, S
Bild: 1,85:1 (anamorph)
Bonusmaterial: -

© Dieter Herchenbach & Dirk Carius

Originaltitel: Tea with Mussolini

I / GB 1998
Laufzeit: ca. 113 Min.

Buch und Regie: Franco Zeffirelli

DVD-VÖ: 03.11.2005

 

Rollen und ihre Darsteller

Elsa ........ Cher
Arabella ... Dame Judi Dench
Mary ....... Joan Plowright
Hester ..... Maggie Smith

Angels in America

Miniserie in 6 Teilen

Komplette Besprechung aller Folgen...

Ausgezeichnet mit 5 Golden Globes - nach dem Pulitzer-Preis-gekrönten Bühnenstück von Tony Kushner nun "ein bildgewaltiges kontroverses Meisterwerk von Mike Nichols - 6 Stunden auf 2 DVDs.

Amerika, in den 80er Jahren. Der 30-jährige New Yorker Homosexuelle Prior erkrankt an Aids, worauf ihn sein jüdischer Freund Louis verlässt. Louis, von Schuldgefühlen geplagt, fängt eine Affäre mit dem streng gläubigen Mormonen Joe an. Der wiederum ist ein Schützling des berühmten, erzkonservativen Anwalts Roy Cohn - auch er ein heimlicher Homosexueller, der sich mit Aids infiziert hat, dies jedoch vor der Öffentlichkeit geheim zu halten versucht. Derweil wird Prior von Visionen eines weiblichen Engels heimgesucht, der ihn als modernen Propheten auserkoren hat. Doch Prior sträubt sich gegen die ihm zugedachte Rolle... Mike Nichols' Theaterverfilmung "Angels in America" ist ein bewegendes Gesellschaftsdrama mit Meryl Streep und Al Pacino.


Die DVD

FSK: ab 16 Jahren
Bild:  1,78:1 (16:9)

Audio:
+ Deutsch (Dolby Digital 2.0 Surround)
+ Englisch (Dolby Digital 5.1)
+ Italienisch (Dolby Digital 2.0 Surround)
+ Ungarisch (Dolby Digital 2.0 Surround)

Untertitel:
+ Deutsch
+ Englisch
+ Ungarisch
+ Italienisch
+ Rumänisch

Untertitel für Hörgeschädigte:
+ Deutsch
+ Englisch
+ Italienisch

Laufzeit: 337 Minuten

DVD-Erscheinungstermin: 21. Oktober 2005

           © 2008 D. Carius, GayStation

Gesellschafts- und Zeitdrama, Miniserie

USA 2003

DVD-VÖ: 21.10.2005

Regie: Mike Nichols
Buch: Tony Kushner

 

 

 

Darsteller und ihre Rollen

Al Pacino ................. Roy Cohn
Meryl Streep ............ Hannah / Ethel Rosenberg / Rabbi
Emma Thompson ..... Angel / Emily / Frau in der Bronx
Justin Kirk ............... Prior Walter / Mann im Park
Ben Shenkman ........ Louis Ironson
Mary-Louise Parker ... Harper Pitt
Jeffrey Wright .......... Belize / Mr.Lies
Patrick Wilson .......... Joe Pitt
James Cromwell ....... Dr. Henry Morgan
Simon Callow ........... Priors Vorfahre           

The L-Word

Nach QUEER AS FOLK, der ebenso provokanten wie unterhaltsamen wir anspruchsvollen Schwulenserie, entstanden und in Amerika gelaufen; trotzdem noch vor dieser auf dem deutschen Markt und im deutschen TV zu erleben: THE L-WORD, die Lesbenserie. 

Die aus dem Mittleren Westen stammende Jenny (Kirshner), die gerne Schriftstellerin werden möchte, zieht zu ihrem Freund nach Los Angeles. Dort wird sie in eine faszinierende Clique beruflich erfolgreicher und attraktiver Lesben aufgenommen, darunter eine Museumsdirektorin, die Betreiberin eines Cafés, eine Friseurin und eine professionelle Tennisspielerin. Für Jenny tut sich eine völlig neue Welt auf, die sie fasziniert erforscht.

Das vermeintlich Provozierende, das aber andererseits sicher den auch außeramerikanischen Erfolg gerade dieser Serie ausmacht, ist zweifellos das viele nackte Fleisch, das gezeigt wird - und das bei Frauen, die es miteinander treiben. Im Unterschied zu QUEER AS FOLK geht es aber trotz allem noch gesittet zu. Es gibt auch nicht einen wie auch immer gearteten Grundkonflikt der Serie, darauf ist sie auch gar nicht aus.

Dennoch erzählt die Serie eine Geschichte bzw. die Geschichten der einzelnen Figuren und ihrer Beziehungen und Probleme untereinander. Und das ist unter der Decke des Provokanten doch ziemlich konventionell. In dieser Beziehung lehnt sich die Serie also weit weniger aus dem Fenster als man zunächst denken mag. Es ist auch nicht unbedingt ein lesbisches SEX IN THE CITY, auch wenn Anflüge durchaus erkennbar sind.

Das beworben Bahnbrechende indes ist zweifelsfrei, dass eine Gruppe lesbischer Frauen in Los Angeles in den Mittelpunkt einer Serie gerückt wird. Das Aufgebot durchaus ansehenswerter, sexy Stars wird angeführt von Jennifer Beals (Flashdance), Mia Kirshner (Exotica), Pam Grier (Jackie Brown).

Das Internethome der amerikanischen Originalserie bietet von kostenlosen Vorschauen bis hin zu umfangreichen Castbios, Episodeninhalten zahlreiche weitere Extras inkl. Foren.


Die DVD-Edition

FSK: 16

Staffel 1 - 4 DVDs

Laufzeit: ca. 656 Minuten

erhältlich: ab 08.11.2005
EAN-Code: 403052170414 5
Bildformat: 4:3 Fullscreen (1.33:1)

Audio:
+ Dolby Digital 5.1 (Englisch)
+ Dolby Surround (Deutsch, Französisch)

Untertitel:
+ Deutsch für Hörgeschädigte
+ Englisch für Hörgeschädigte
+ Französisch
+ Holländisch

Bonusmaterial:
+ Kommentar von Schauspielerin Jennifer Beals und Produzentin/Autorin Ilene Chaiken zum Pilotfilm
+ Vorschau Staffel 2
+ Galerie
+ Cast-Biografien
+ Garderobenschrank
                   © 2008 D. Carius, GayStation

Lesbenserie

US 2004-

Regie: Rose Troche Lynne Stopkewich Clement Virgo

DVD-VÖ

1. Staffel 08.11.2005

 

 

 

 

 

 

 

Darsteller und ihre Rollen

JENNIFER BEALS ... BETTE PORTER; museum director
LAUREL HOLLOMAN ... INA KENNARD; social worker / Mom
MIA KIRSHNER ... JENNY SCHECTER; writer
KATHERINE MOENNIG ... SHANE McCUTCHEON; hairdresser
LEISHA HAILEY ... ALICE PIESZECKI; journalist / radio announcer
ERIN DANIELS ... DANA FAIRBANKS; professional tennis player  
RACHEL SHELLEY ... HELENA PEABODY; CEO of The Peabody Foundation
SARAH SHAHI ... CARMEN DE LA PICA MORALES; DJ / production assistant

Prom Queen - Einer wie keiner

Abgründe tun sich auf! Zumindest für mich! Wer hat gedacht, dass die kanadische Provinz - zumindest was die Obrigkeiten angeht - genauso verbohrt ist wie man es Bayern nachsagt!

Da will ein ansonsten eher un- bis kaum auffälliger Schwuler zum Schulabschlussball nur seinen Freund mitnehmen - und schon sehen alle nur rote Tücher. Nun, das heißt nicht alle, aber der Direktor, die Schulbehörde und natürlich an vorderster Front die katholische Kirche. Ein Angriff auf die Religionsfreiheit gar wird postuliert.

Was jetzt wie ein Emanzipationsdrama klingt, kommt alles andere als dramatisch daher. Wie uns der Abspann verrät mit Absicht und auf keinem Fall dem realen Vorbild entnommen. Denn dieser Film beruht in der Tat auf einem realen Fall - nimmt aber auch nicht den Charakter einer Dokumentation an.

Vielmehr ist es ein kurzweiliger, lustiger und dennoch problemorientierter Film. Natürlich ist das Ende ein bisschen pathetisch-nahegehend, aber auch nicht so übertrieben wie bei amerikanischen Vorbildern.

Ergo: ein eindeutiger Fall für EMPFEHLENSWERT!

Die Story:

In der Kleinstadt Inniston geht der 17-jährige Marc Hall (Aaron Ashmore) auf eine katholische High-School. Und die ist eigentlich gar nicht so unsympathisch - zunächst. Doch dann hört man die albernen Durchsagen des Herrn Direktor (der offensichtlich den ganzen Tag nichts Besseres zu tun hat) und ahnt: so locker ist das denn doch nicht.

Doch Klassenkameraden, Freunde und eine engagierte und offene Lehrerin wissen, dass Marc schwul ist. Und haben überhaupt kein Problem damit, auch wenn die katholische Lehre da etwas Anderes sagt. Im Gegenteil, Marcs beste Freundin bringt nicht nur ihren Lover dazu Mark zu unterstützen, sondern noch einige Andere, u. a. zwei Computer-Freaks - und zwar ganz einfach mit der Androhung, ebenfalls nicht zum Ball zu kommen, wenn Marc nicht kommen dürfe. (Und das kann ihr Freund natürlich nicht dulden, will er schließlich mit seinen Freunden, die schon die Schulgrazien auf ihrer Abschussliste für den Abend haben, mithalten.

Dann rückt der Schulabschlussball näher und alle Nicht-Schulmitglieder müssen angemeldet und genehmigt werden. Als Marc daraufhin ankündigt, seinen Freund als Tanzpartner zum Abschlussball mitzubringen, lehnt der Rektor dies ab.

Nachfragen Marcs und seiner Mutter bleiben unbeantwortet, und bei der Beratung der Schulaufsichtsbehörde werden sie brüsk aus formalen Gründen (Anmeldung bitte eine Woche vorher) nicht angehört.

Die Beratung und Anhörung beim nächsten Mal ist grotesk. Auch wenn die Ortsvorsitzende des Verbandes der Eltern und Freunde von Lesben und Schwulen für Marc auftritt und er ganz sachlich darlegt, dass er doch nur seinen Freund zum Ball mitbringen will, können sie gegen das Übergewicht bornierter, v.a. kirchlicher Kontrahenten nichts ausrichten. Zumal das Urteil des Ausschusses eh schon feststand.

Eine Beratung gibt es nicht, ohne eine solche wird einfach die vorgefasste Bestätigung des Verbotes des Direktors verkündet. Man sei nicht borniert und man akzeptiere Schwule, aber das sei nun einmal eine öffentliche, aber dennoch kirchliche Feier und da haben derartige "widernatürliche und sündige" Handlungen nichts zu suchen!

Daraufhin berichtet natürlich nicht nur die lokale Presse, sondern landesweit erhebt sich ein Sturm der Entrüstung und ein schwuler Anwalt (Mitte) sieht hier eine Chance, nicht ganz uneigennützig auch, für das zu kämpfen, wofür er in seinem Alter keine Muße und keine Chance hatte. Und er bringt Marc schließlich dazu, die Sache vor Gericht auszufechten.

Seinem Freund Jason (hier im Film ein wahres Schnuckelchen; rechts im Bild - Mac Fyfe) ist das Ganze nicht nur nicht recht (lebt er doch nicht offen!), sondern regt ihn gar auf und es kriselt zwischen den Beiden! (Irgendwie verständlich, wenn es keiner wissen soll und dann ist man plötzlich kanadaweit im Fernsehen zu sehen!)

Das wiederum bringt - natürlich - Marc aus der Fassung. Der ganze Medienrummel und die Starbehandlung gehen ihm schon auf den Nerv und in Anbetracht der verbohrten Argumente will er die Sache schon hinschmeißen. Doch ein nächtlicher Anrufer, eines anderen schwulen Schülers, dem es genauso geht und für den Marc der Held ist, weil er dazu steht und für seine Sache kämpft, bringen ihn letztlich dazu, die Sache auszufechten, auch wenn ihm neben der sich abzeichnenden Trennung von Jason mehr als klargemacht wird, dass er das ihm schon fast sichere Stipendium - der Ausweg aus dem Muff der Kleinstadt - unter diesen Umständen natürlich vergessen könne.

Einer besonderen Erwähnung wert sind die Eltern - glänzend gespielt von Marie Tifo und Jean Pierre Bergeron. Die sind zwar ganz einfache Leute, und wahrlich keine großer Worte, stehen aber voll hinter ihrem Sohn. Als der ihnen eines Abends, als letzten, überhaupt erstmal "beichten" will, dass er schwul sei, sagt die Mutter nur: "Aber das wissen wir doch mein Sohn. Du hast blaue Haare und ein Poster von Celine Dion an der Wand". Und Schluss. Hier kein pathetisches Gesülz und auch keine Anklagen. Noch "besser" der Vater: der kriegt zwar seinen Mund erst zum Schluss (und dann auch nicht lange) auf, aber dennoch steht er auf für seinen Sohn, als Kollegen zu den Fernsehberichterstattungen dumme Kommentare abgeben.

"Prom Queen nähert sich durch eine märchenhaft–pointierte Erzählweise einem brisanten gesellschaftlichen Thema humorvoll und einfühlsam. Mit Esprit und Charme wird die wahre Geschichte eines mutigen Teenagers erzählt, der zum Vorbild für Homosexuelle in aller Welt wurde." (Zitat aus dem Original-Pressetext)


Die DVD

DVD:
Best.-Nr: 22172
EAN-Code: 4009750221723
FSK der DVD: 12
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch (aus lizenzrechtlichen Gründen in der Originalfassung NICHT ausblendbar)
Audio:
+ Deutsch Dolby Digital 2.0 surround
+ Englisch Dolby Digital 2.0 surround
Bildformat: 16:9 anamorph (1,85:1)
Specials:
+
Dokumentation: Prom Fight: The Marc Hall Story (ca. 16 Min.) [Original-Bild- und Tondoku um den realen Fall]
+ Original-Trailer D und E
+ Biografien: Aaron Ashmore, Marie Tifo, Jean Pierre Bergeron, Tamara Hope, Mac Fyfe und Fiona Reid
+ Interview mit der Produzentin Mary Young Leckie
+ EPIX-Trailer-Show
DVD Erscheinungstermin: 14.10.2005

             © 2008 D. Carius, GayStation

Kanadische Emanzipationskomödie

Prom Queen - The Marc Hall Story

Kanada 2004

Regie: John L’Ecuyer

Buch: Michael MacLennan; Kent Staines
Produzenten:
Heather Gordon Haldane; Mary Young Leckie

88 Min. (franz. Original: 100')

DVD-VÖ 14.10.2005

Darsteller und ihre Rollen

Marc Hall ...... Aaron Ashmore
Jason .......... Mac Fyfe
Emily Hall ..... Marie Tifo
Audy Hall ..... Jean Pierre Bergeron
Carly ........... Tamara Hope
 

Touch Of Pink

Man stelle sich vor: Cary Grants Geist als schwuler Imageberater, der einem Schwulen  Tipps gibt, wie er seiner Mutter gegenüber die Hete mimen kann.
Und dabei hat er doch einen Herzallerliebsten.

Verwirrt? Also, noch'mal von Vorne...

Alim lebt in London. Sein Neffe wird in Toronto heiraten, was seine Mutter auf den Plan ruft. Sohnemann soll auch endlich den Bund fürs Leben eingehen. Schnurstracks macht sie sich auf den Weg und platzt ins harmonische schwule Beziehungsleben wie eine Bombe. Denn um Mama zu schonen wird aus dem Lover kurzerhand ein Untermieter. Sie schöpft keinen verdacht, denn für die Muslime kann nicht sein, was nicht sein darf. 

Und so bedarf es einiger - für den Zuschauer äußerst amüsanter - Dialoge, um die Wahrheit ans Licht zu bekommen. Und schließlich kommt es beinahe noch zum Zerwürfnis zwischen dem schwulen Liebespaar. Dabei sind sie doch füreinander geschaffen. Ob das auch Mutter Nuru einsehen wird? Und was ist mit der Familie? Und welche Aufgabe hat Alims imaginärer Freund Cary Grant?

Es bleibt spannend...

 

Der Film ist mit viel Liebe zu den Figuren und zum Thema gemacht. Prallen doch zwei Welten aufeinander, die sich - nach gängiger Vorstellung - nicht vereinen lassen: Schwule Liebe und Moslems. Eine ähnlich gelagerte Thematik behandelte "Das Hochzeitsbankett". Damals allerdings war die ethnische Minderheit asiatisch. Doch in beiden Fällen bestand die Familie auf einer Hochzeit des unbekannterweise Schwulen mit einer Frau, um die Tradition zu waren. Bei "Touch Of Pink" wird diese scheinheilige Doppelmoral allerdings noch auf die Spitze getrieben (ohne zuviel zu verraten).

Jimi Mistry (hatte auch den "Super Guru" gespielt) verleiht seiner Rolle einen unschuldigen und unsicheren Charme und transportiert seine emotionalen Konflikte glaubhaft. Sonnenschein Giles wird von Kristen Holden-Reid (spielte bisher hauptsächlich TV) mit unglaublich hohem Knuddelfaktor verkörpert.

Ein Film, der Freude macht.

Der Titel "Touch Of Pink" ist übrigens eine Anspielung an den Cary Grant Film "That Touch Of Mink".


Die DVD kaufen bei Amazon

• Sprachen: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
• Untertitel: Deutsch
• Laufzeit: 87 Minuten

• Boni: Audiokommentare Regisseur/Besetzung
• Making of..., Trailer

Komödie

Touch Of Pink
USA 2004
Regie & Drehbuch: Ian Iqbal Rashid

 

Darsteller und Rollen

Jimi Mistry .... Alim
Kyle MacLachlan .... Cary Grants Geist
Sue Mathew .... Nuru 
Kristen Holden-Reid .... Giles 
Brian George .... Hassan
Veena Sood .... Dolly
Raoul Bhaneja .... Khaled
Liisa Repo-Martell .... Delia
Andrew Gillies .... Raymond
Quancetia Hamilton .... Frau im Flugzeug
Dean McDermott .... Alisdair Keith
Malika Mendez .... Sherubai
Barna Moricz .... Alex
Sanjay Talwar .... Karim
Linda Thorson .... Giles' Mutter

 

Bewegte Männer

Die Serie basierend auf dem Comic von Ralf König! Produziert von Constantin Film für Sat1.

1994 lockte "Der bewegte Mann" in die Kinos. Die Story um Axel, Norbert, Waltraud und Doro begeisterte mehr als sechs Millionen Zuschauer. Doch was, wenn Doro nicht schwanger geworden wäre und Axel nicht nur für ein paar Tage beim schwulen Norbert lebte? Genau darum geht's hier. Norbert liebt den Parade-Hetero Axel ganz im Stillen. Es ist aussichtslos - und dennoch kann er ihn nicht rauswerfen. Norbert und Axel sind ein Team, das nicht funktionieren kann und es dennoch tut ... 

Inzwischen geht es in die vierte Runde und an Fahrt hat man auch gewonnen.

Höchste Zeit, dass die Serie auf DVD für den Hausgebrauch herauskommt.


Die DVDs


Staffel 1: Folgen 1-13 auf 3 DVDs erscheint am 05. September 2005

2. Staffel - 11.11.2005

Schwulenromanze
Comedy Serie Sitcom


Deutschland, 2003-2005
Buch: Alexander Stever, Rochus Hahn
Regie: Michael Zens 

DVD-VÖ: 1. Staffel - Folgen 01-13 - 05.09.2005
2. Staffel - 11.11.2005

Das Ende der Unschuld (My Private Idaho)

Eine Liebe, wie sie so nicht gedacht: zwei Strichjungen gehen ungewohnte Wege. Mit dem unvergessenen River Phoenix.

"Das Ende der Unschuld" ist der deutsche Titel des Gus van Sant-Films "My Own Private Idaho", in dem River Phoenix mit Keanu Reeves ins Bett durfte. Die beiden mimen Stricher in einem Kultfilm (was schon ALLES sagt!). Udo Kier ist auch mit von der Partie.

Mike (River Phoenix) und Scott (Keanu Reeves) sind Stricher und "bedienen" die Straßen Portlands. Bei Scott ist es Rebellion gegen den Vater, den Bürgermeister der Stadt. Mike hingegen ist auf der Straße aufgewachsen, ohne Mutter, die er sein ganzes Leben sucht. Zusammen finden die beiden in der Obhut von Stricherkönig Bob, der gleichsam die Rolle eines Ersatzvaters abgibt.

Doch sind die beiden nicht nur Kollegen, sondern richtige Freunde, ja Lover.

Da sie glauben und hoffen, Mikes Mutter dort finden zu können, machen sich Mike und Scott auf den Weg nach Idaho. Dort finden sie Hinweise, dass sie inzwischen nach Italien gegangen ist und treiben bei einem exzentrischen Freier das nötige Kleingeld auch für diese Reise auf. Doch ist Mikes Mutter auch in Italien schon nicht mehr anzutreffen.

Dafür aber trifft Scott auf Carmella, in die er sich verliebt. Das ist tragisch für Mike, denn nun kehrt Scott in die Zivilisation und zu seiner Familie zurück, während er wieder allein in der Gosse landet.

"Ein eindringliches Porträt gestrandeter Existenzen, das seine Wirkung ohne jeglichen Voyeurismus und ohne Sensationalismus erzielt."

 

Technische Angaben zur DVD

Sprachen:
+ Deutsch (Dolby Digital 5.1)
+ Englisch (Dolby Digital 5.1)

Bildformat: 16:9

Zusätzliche Features:
+ Making Of
+ Dokumentation
+ Nicht verwendete Szenen
+ Interviews mit Crew:

*  Laurie Parker und Rain Phoenix
* Gus van Sant und Todd Haynes (nur Audio)
* JT Leroy und Jonathan Caouette (nur Audio)

© Dieter Herchenbach & Dirk Carius

Schwulenromanze
Stricherdrama

USA 1991

Regie: Gus Van Sant

Drehbuch: Gus Van Sant
nach William Shakespeares "Falstaff"

Verkaufsstart DVD: 25. September 2005

 
Darsteller und ihre Rollen

River Phoenix ...... Mike Waters
Keanu Reeves ..... Scott Favor
James Russo ....... Richard Waters
William Richert ..... Bob Pigeon

 

In den Armen des Rangers (Gone, but not forgotten)

Ein MUSS für alle Romantiker! Eine sehr rührige Geschichte, ohne ins Kitschige abzugleiten.

Drew ist ein Ranger in einer verlassenen Waldgegend und schwul. Und da kommt er natürlich in seiner Kleinstadt überhaupt nicht auf seine Kosten.

Tja, bis er eines Tages einen geheimnisvollen Fremden in seinem Wald findet, der dann bewusstlos erstmal im Krankenhaus versorgt werden muss - und als er erwacht, kann er sich an nichts erinnern.

Drew hat ein Gespür dafür Situationen zu entwickeln, in denen bestimmte Erinnerungen wiederkehren müssen und so kriegen er und Marc eben zumindest schon mal den Namen raus, auch wenn vorerst keine weiteren Erinnerungen "eintrudeln". Nur zu gern nimmt Drew den neu gefundenen Bekannten bei sich auf - muss aber der Ärztin versprechen, Marc ja nicht in irgendeiner Weise zu beeinflussen, ihn in seinem Interesse auf schwule Gedanken zu bringen.

Und trotzdem kommen sich die beiden näher und verstehen sich super. Während Marc immer wieder seine Unzufriedenheit ausdrückt, nicht zu wissen, woher er kommt und wer er ist, entgegnet Drew (nicht uneigennützig, aber durchaus ehrlich gemeint und überzeugend) nur, er solle es genießen, nur im Jetzt und Hier leben zu können. Andere würden viel Geld und Energie investieren, nur um ihre Vergangenheit zu vergessen. Und das habe er jetzt sozusagen gratis.

Auf gemeinsamen Spaziergängen erkundet man sich näher, und auch bei Drew zu Hause wird es immer intimer - bis es schließlich bei einem Glas Wein zum ersten Kuss kommt. Eben jener stößt bei Marc offensichtlich offene Tore ein und er erkennt, dass da auch in ihm mehr für Drew ist als nur Freundschaft und Dankbarkeit. Die kurze Phase des Verliebtseins - wohl auf beiden Seiten - wird jäh unterbrochen, als Drews Bruder und Vorgesetzter Paul Marcs Auto findet und anhand des Kennzeichens Marcs Identität offenlegt und seine Frau (ja, er ist verheiratet!) verständigt.

Selbst überrascht ob dieser Offenbarung macht sich Marc heimlich aus dem Staub und lässt einen enttäuscht-verzweifelten Drew zurück. Doch auch ihm ergeht es nicht besser, kann er sich an nichts erinnern und seine Frau ist alles andere als froh über seine Wiederkehr. Nach und nach kommt der eigentliche Hintergrund heraus: Marc war eigentlich erfolgreicher Börsenmakler in der Firma seiner Frau, hatte sich diese wohl aber nur geangelt, um eben diesen Job zu landen. Ja, und dann hat die Frau ein kleines, nicht unwesentliches Detail herausgefunden, nämlich dass er schwul war. Daraufhin war er getürmt im Kopfe nur noch Eines: Schluss machen.

Entsprechend vergiftet ist die Atmosphäre jetzt nach seiner Rückkehr und sämtliche Versöhnungsversuche scheitern. Marc will nun nur noch Eines: zurück zu seinem wahren Ich, zu seinem, ihn immer noch sehnsüchtig erwartendem Drew.

Was nach Herz-Schmerz-Schmalz klingt, ist dennoch gut gemacht und herzrührig, ohne eben kitschig daherzukommen. Und der Zuschauer kann nicht anders als den beiden ihr wohlverdientes Glück zu gönnen.


Die DVD

• Sprache: Englisch (Dolby Digital 2.0)
• Untertitel: Deutsch
• Dolby, HiFi Sound, PAL
• Laufzeit: 94 Minuten

                   © 2008 D. Carius, GayStation

Schwulenromanze

USA 2003

Buch und Regie: Michael D. Akers

Produziert von United Gay Networks

DVD-VÖ
Deutsche Fassung (OmU): 27.09.2005

Darsteller und ihre Rollen

Aaron Orr .................... Drew Parker
Matthew Montgomery .... Mark Reeves
Joel Bryant ........ Paul Parker (Drews Bruder)
Brenda Lasker ... Nancy Parker (Pauls Frau)
 

 

Napola - Elite für den Führer

Nazi-Film über die Kampf und Freundschaft und das jähe Ende einer Freundschaft an einer elitären Nationalpolitischen Erziehungsanstalt.

Im Jahre 1942 befindet sich das Hitler-Regime ist auf dem Höhepunkt seiner politischen und militärischen Macht. Friedrich Weimer (Max Riemelt) ist 17, kommt aus einer Arbeiterfamilie aus dem "Roten" Wedding in Berlin. Und er ist ein begabter Boxer. In seinem Arbeiterverein steht eines Nachmittags ein besonderer Kampf an: gegen die schon äußerlich einschüchternden Eliteschüler der Nationalpolitische Erziehungsanstalt, kurz NAPOLA, in Potsdam. In seinem Kampf schlägt sich Friedrich Wacker, doch ein Augenblick der Unaufmerksamkeit bedeutet das Ende und er geht zu Boden.

Doch Heinrich Vogler (Devid Striesow), Lehrer an der Napola ist beeindruckt von Friedrichs Stil und hält immer Ausschau nach Nachwuchsboxern. Und so lädt Friedrich zu den Aufnahmeprüfungen für die Eliteschule ein.

Friedrich sieht in dieser Erziehungsanstalt, in der die zukünftige Elite des großdeutschen Reiches herangezogen werden soll, die Chance seines Lebens, glaubt er doch, dass er sich dadurch endgültig hinaufarbeiten, von seiner Vergangenheit und den einem Arbeiterkind normalerweise auferlegten Schranken, befreien kann. Darum meldet er sich, obwohl seine Eltern, eigentlich dagegen sind, für die in einer alten Ordensburg angesiedelte Anstalt an.

Natürlich ist so ein Ort Hort nicht nur nationalsozialistischer Zucht und Ordnung, sondern auch Brutstätte des entsprechenden Gedankenguts. Und ganz oben in dem Denksystem steht die Idee von der natürlichen Überlegenheit des Stärkeren und dem Recht des Stärkeren. Entsprechend hart ist der Drill und der Konkurrenzkampf untereinander. Und sanft angefasst wird man wahrlich nicht.

Und doch, völlig unerwartet, findet Friedrich dort auch Kameradschaft, aus der sogar Freundschaft erwächst - zu Albrecht Stein (Tom Schilling), dem stillen und sensiblen Sohn des Gauleiters. Doch soll diese aufkeimende Zufriedenheit nicht lange andauern: ein grausamer Einsatz gegen entflohene Kriegsgefangene setzt ihr wie auch Friedrichs Kindheit und Jugend ein jähes Ende.
 

Die DVD

FSK: 12

Audio
+ Deutsch (Dolby Digital 5.1)

Bildformat:  16:9, 2.35:1

                       © 2008 D. Carius, GayStation

Kindheitsdrama

D 2004

Drehbuch: Anne Holm
Regie: Paul Feig

DVD-VÖ 25.08.2005

Rollen und ihre Darsteller

Friedrich Weimer ... Max Riemelt
Albrecht Stein ...... Tom Schilling

Heinrich Vogler ..... Devid Striesow
Dr. Karl Klein ....... Joachim Bißmeier
Gauleiter Heinrich Stein ... Justus von Dohnányi
                                                                  

Die Brautjungfer

Ein weiteres abstruses farbenprächtig, jedoch diesmal eher düsteres Werk aus dem Hause Chabrol! Ein Psychothriller.

Der 25jährige Philippe (Benoit Magimel) ist bei einer Baumfirma angestellt, wohnt jedoch immer noch bei seiner Mutter und seinen zwei jüngeren Schwestern. Bei der Hochzeit seiner älteren Schwester Sophie (Sonlène Bouton) mit dem Feuerwehrmann Jacky (Eric Seigne) verguckt sich Philippe in die Brautjungfer Senta (Laura Smet). Dem aus bürgerlichen Hause entsprungenen Philippe gefällt deren unkonventionelle Art, ist Sophie doch Schauspielerin und arbeitet gelegentlich als Model. Zudem wohnt sie, völlig unkonventionell, in einem riesigen Haus, aber nicht etwa in den Wohnetagen, sondern ganz allein in dessen Keller. Es ist Sophies Stiefmutter überlassen im zweiten Stockwerk zu logieren und Tango zu üben.

Senta ist unabhängig, geheimnisvoll und erzählt von Zeit zu Zeit bizarre Geschichten, die sich allerdings bald zu mehr als nur verliebtem Bettgeflüster entwickeln. Für jemanden, der schon einmal einen Psychothriller gesehen hat, wären das Warnzeichen eines nicht ganz alltäglichen Menschen und er würde erkennen, dass das nicht gut gehen kann. Aber nicht so Philippe, der bald sein bislang erfolgreiches Berufsleben aufs Spiel setzt, seine Familie vernachlässigt und trotzdem nicht bemerkt, wie Sentas Phantastereien immer absurder und bald auch gefährlicher werden. Das gipfelt schließlich in einem unheilvollen Liebesbeweis: Philippe soll einen Menschen töten. Dabei geht es nicht oder weniger darum, wen er töten soll, sondern lediglich um die Tat selbst. Philippe hält dies zunächst für einen Scherz, doch bald wird ihm klar, dass Senta ihre Liebe von dieser Aufgabe abhängig machen wird ...

Die DVD

FSK: 12

Audio
+ Deutsch (Dolby Digital 5.1)
+ Französische Originalfassung (Dolby Digital 5.1 - hier deutsche Untertitel aus lizenzrechtlichen Gründen nicht ausblendbar) 

Bildformat:  16:9, 2.35:1

Bonusmaterial:
+ Featurette 'Die Brautjungfer'
+ Deutscher und original französischer Kinotrailer
+ Interview mit Benoît Magimel (Texttafeln)
+ Informationen zu Cast & Crew
+ Trailer zu weiteren Kinofilmen auf DVD
 

                  © 2008 D. Carius, GayStation

Psychothriller

OT: La Demoiselle D´Honneur,

Frankreich/Deutschland 2004

Regie: Claude Chabrol
Buch: Claude Chabrol, Pierre Leccia
Musik: Matthieu Chabrol

DVD-VÖ 10.08.2005

Rollen und ihre Darsteller

Philippe (Benoit Magimel)
Senta (Laura Smet)
Sophie (Sonlène Bouton)

Golden Girls - Staffel 1 und 2

Liebe beste Freundinnen der Freunde des Gesundheitsvereins, die gute Nachricht zuerst: das lange Warten hat ein Ende, die Serie, die uns seit 20 Jahren mehr oder weniger ans Herz gewachsen ist, die wir alle auf VHS haben, die langsam aber sicher ihren Geist aufgeben, kommt nun endlich - man mag bald munkeln passend zum Jubiläum - auch auf zeitgemäßerem Medium daher - und endlich auch wieder in der deutsch-englischen Synchronfassung, so dass wir Dorothy auch mal im Original krächzen und Liebdummchen Rose auch die englisch-schwedischen Geschichten ihres Heimatfleckens St. Olaf mit all seinen Geschichten und liebenswert abartigen menschlichen und tierischen Einwohnern daherplaudern hören können.

Zeit wurde es - und nun steht einem wiederum perfekten Fernsehgenuss nichts entgegen.

Damit uns schon bald passiert, was die GGs zusammenhält: "Ich habe mich köstlich amüsiert, ohne dass ein (mann ergänze zu allem bereiter) Mann im Raum ist."

In diesem Sinne: Viel Vergnügen

Wem Deutsch und Englisch als Sprachoptionen noch nicht genug sind, gibt es das Ganze auch noch in der italienischen und spanischen Synchronfassung sowie mit zahlreichen Untertitel-Optionen!

Auch hier wieder eine gelungene, wohl gestaltete DVD-Edition - ab Juli 2005 auf DVD

Einen vollständigen Episoden-Guide findest du hier


Zeitplan DVD-Veröffentlichungen


1. Staffel  -  Episoden 01-25  -  14.07.2005

Box mit 4 DVDs, 25 Folgen
Bonus: "Let's Talk Fashion" - Joan und Melissa Rivers kommentieren den Stil der Golden Girls

2. Staffel  -  Episoden 26-54  -  01.09.2005

Box mit 4 DVDs, 29 Folgen


Wer sich die Zeit bis zur nächsten Staffel nicht zu lang werden lassen oder einem gelungenen GG-Abend den gehörigen Pfiff verpassen will, dem seien die zahlreichen Spiele und Quizze bei lifetimetv.com wärmstens empfohlen.

- Welches Golden Girl bist du?

- Virtueller Rundgang durch St. Olaf, bei dem du dir 12 Geschichten erzählen lassen muss, um am Ende einen Riesenstrauß - na was wohl? - Rosen zusammen zu sammeln!

Und natürlich öffnet unser aller Liebling Sophia auch für dich ihren Kummerkasten!

                        © 2008 D. Carius, GayStation

Kultserie

USA 1985-1992

Drehbuch: Hunderte
Regie: viele, viele

DVD-VÖ
1. Staffel - Folgen 01-25 - 14.07.2005
2. Staffel - Folgen 26-54 - 01.09.2005

Darsteller

Dorothy Zbornak ... Bea Arthur
Blanche Deveraux .. Rue McClanahan
Rose Nylund .......... Betty White
Sophia Petrillo ........ Estelle Getty
Stan Zbornek ........ Herb Edelman

Männer wie wir

Bei Torwart Ecki läuft’s gerade nicht so rund: 

1. hat er seiner Fußballmannschaft den Aufstieg verpatzt 
2. ist er hochkantig aus dem Team geflogen
3. hat er seiner Truppe eine gepfefferte Revanche versprochen - mit einer Mannschaft, die er 4. noch gar nicht hat
5. soll das Ganze schon in vier Wochen mit viel Tamtam in seinem münsterländischen Heimatdorf stattfinden. Und dann gibt es 
6. noch eine Kleinigkeit: Weil Ecki gerade erkannt hat, dass er schwul ist, will er bei diesem Termin beweisen, dass Schwule genauso gut Fußball spielen wie Heteros. 

Jetzt muss er nur noch zehn Mitspieler finden. Nichts leichter als das in einer Fußballstadt wie Dortmund... oder?
Nachdem er sich Verstärkung durch seine Schwester geholt hat, geht es auf die Suche. Erst ziemlich erfolglos, doch schließlich nimmt die Mannschaft langsam Gestalt an. Eine Ansammlung aller Klischee-Schwuppen, die einem einfallen können. Von der Lederkerlen, die in einer Dreierbeziehung leben über den ungeouteten Fußballfan, bis hin zu einer effeminierten Türken-Tucke. OK, noch mehr Details? Dann wären noch die Lesbe im Körper eines Mannes zu erwähnen und die Krönung ist vielleicht die Hete, die vorgibt schwul zu sein, weil sie unbedingt Fußball spielen will. 

Man könnte meinen, die Regisseurin schreckt vor Nichts zurück. Stimmt. Auch nicht davor, die Heteros mit genau so starken, richtigen und ebenso falschen Klischees zu überzeichnen. Den mit der Homosexualität seines Sohnes überforderten Vater, die verständnisvolle Mutter, die strunzdoofen Fußballer, die engstirnigen Dorfbewohner. Angesichts dieser Ansammlung von Stereotypen ist schon 'mal Sitcom-Niveau garantiert.
Doch der Film schafft es noch weiter. Dank einer sehr romantischen, über einen Dornenweg gehenden, Liebesgeschichte zwischen Ecki und dem Traummann Sven (Zivi im Krankenhaus, in dem Eckis Schwester arbeitet); dank der brillanten schauspielerischen Leistung auch in den Nebenrollen (z.B. Mariele Millowitsch ganz ruhig und pointiert); dank einer innovativen Kameraführung; dank der guten Absicht, die überall durchschimmert.

Kritisieren kann man eine gewisse "Vorhersehbarkeit"; aber schließlich sollen die "Guten" doch siegen, oder? 

Eine glatte, unterhaltende Komödie mit Schmunzlern und Schenkelklopfern über "Männer wie wir". 

DVD-VÖ 09.06.2005 (kaufen bei Amazon)

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1) 
Bildformat: 1.85:1
Produktion: 2004
DVD Features:

- Zusätzliche Szenen 

- Audio-Kommentar zu ausgewählten Filmszenen von Regisseurin Sherry Hormann, Autor Benedikt Gollhardt und Hauptdarsteller Maximilian Brückner

- Making of

- Teamfilm

- Kinotrailer

 

 

 

Komödie

Deutschland 2004

Regie: Sherry Horman

Drehbuch: Benedikt Gollhardt

DVD-VÖ 09.06.2005

 


Darsteller & Rollen

Maximilian Brückner .... Ecki
Lisa Potthoff .... Susanne
Dietmar Bär .... Eckis Vater
Saskia Vester .... Eckis Mutter
Rolf Zacher .... Karl
Mariele Millowitsch .... Elke
David Rott .... Sven
Christian Berkel .... Rudolf
Charly Hübner .... Horst
Markus John .... Tom
Andreas Schmidt .... Jürgen
Hans Löw .... Klaus
Willi Thomczyk .... Wirt
Nicholas Bodeux .... Werdender Vater
Max Hopp .... Steffen
Jochen Stern .... Rudi
Felix Vörtler .... Udos Vater
                                                             

Ein Zuhause am Ende der Welt

Dreiecksgeschichte um einen Schwulen, einen reizenden Hetero und deren gemeinsame Freundin Clare. Nach dem gleichnamigen Roman des Pulitzer-Preis-Gewinners Michael Cunningham ("THE HOURS", "LAND'S END").

Kein trauriger Film, aber auch mitnichten eine Komödie - eher eine nicht alltägliche Dreiecksgeschichte, niveauvoll erzählt. Eine gelungene Literaturverfilmung!

Großes Lob auch für die ganz andere darstellerische Leistung von Colin Farrell, der ja ansonsten eher als enfant terrible Hollywoods herhalten muss.

Viel mehr Infos...


Die DVD

Bild:          16:9
Audio:       Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:  keine

Bonus
deutscher und englischer Kinotrailer
 

                © 2008 D. Carius, GayStation

Schwul/Hetero Dreiecksgeschichte

OT: A home at the end of the world

USA 2004

Buch: Michael Cunningham
Regie: Michael Mayer

DVD-Start 09.06.2005

Darsteller und ihre Rollen

Harris Allan ....... Jonathan Glover (1974)
Dallas Roberts ... Jonathan Glover (1982)
Erik Smith ......... Bobby Morrow (1974)
Colin Farrell ....... Bobby Morrow (1982)
Robin W Penn .... Clare
Sissy Spacek ..... Jonathans Mutter

Alexander

Wer Wolfgang Petersens "Troja" noch in Erinnerung hat, wird sich auf "Alexander" gefreut haben. Ein weiteres "Sandalenepos" aus der Monumentafilm-Liga. Und hey, die Achilles-Sache wird mehrfach zitiert.

Der Inhalt in Kürze
Griechische Stadtstaaten uneins. 
Großreich der Perser als Nachbar. 
Unter Mazedonen ist ein Einäugiger König (Philip).
Sohnemann Alexander erfährt strenge Erziehung von allen Seiten.
Machtgeile Mutter mit Hexenqualitäten.
Schlacht, Schlachten, Schlächter.
Wahre Liebe gibt's halt nur unter Männern.

Und in ganzer Länge
Der Film ist recht lang geraten. Knapp 30 Lebensjahre wollen in 3 Stunden Film komprimiert sein. Aber müssen sie das auch? Regisseur Stone zeigt uns den "größten Feldherrn aller Zeiten" vom Hosenmatz (äh... Tunikamatz) über das Ephebenstadium bis hin zu seiner Ermordung wenige Tage vor seinem 33. Geburtstag. Seine Kindheit wird ausgiebig dargestellt. Sogar seine besondere Beziehung zu seinem Pferd wird minutenlang aufgearbeitet. Klar, dass die Mutter Olympias (mit einer besonderen Affinität zu Schlangen) noch epischer vorgestellt wird; denn schließlich prägen die Eltern ein Kleinkind ganz gewaltig. Aber den ganzen Kladderadatsch hätte auch Ptolemäus in seine drei zweibeinigen Diktiergeräte blubbern können. 

Sinn und Zweck soll wohl die Beleuchtung der Hintergründe sein. Warum ist Alexander so geworden, wie er war? Wie wir ihn aus den Geschichtsbüchern zu kennen glauben. Aber leider verfranst sich der Film in den Hintergründen und Nebenfiguren. Nur geschichtlich versierte Zuschauer(innen) blicken bei der Unzahl von historischen Figuren, die recht breit ausgewalzt werden, noch durch. Weniger wäre mehr gewesen.

Colin Farrell ist ein anerkannt guter Schauspieler - keine Frage - aber den Alexander nehme ich ihm nicht ab. Obwohl er alle Register von zart bis hart zieht, er den gefühlvollen, ruhmhungrigen, dem Wahnsinn anheim gefallenen mit Inbrunst auf die Leinwand bringt. Charismatisch ist er nicht. Und genau das muss Alexander gewesen sein: charismatisch. Wie sonst hätte er über Jahre seine relativ kleine Armee von Sieg zu Sieg führen können? 
Unter uns Betschwestern...: Jared Leto als Hephaistion hat in dem Film mehr Ausstrahlung. Und das liegt nicht (nur) am reichlich angewendeten Kajal ;-)

Schade, dass Stone die geschichtlich gesicherte homosexuelle Liebesbeziehung zwischen Alexander und Hephaistion nur in Worten und innigen Blicken zeigt. Und selbst dass war einer Gruppe von griechischen Anwälten schon zu viel. Ein griechischer Volksheld schwul? Oioioi... Das geht den Erfindern der "Knabenliebe" dann doch zu weit. Was im angeblich rückständigen 4. Jahrhundert vor Christus keine große Sache war, ist im angeblich so aufgeklärten 21. Jahrhundert n. Chr. ein heißes Eisen. Tuntenball in Babylon.
Oliver Stone, 58, erklärte in der Wochenzeitung "Die Zeit" Alexanders Homosexualität zum zentralen Punkt. "Normalerweise würde man homosexuelle Liebe in einer Großproduktion nie so darstellen", betonte er. Aber die Liebe zwischen Alexander und Hephaistion sei eine "echte, mit allem, was dazugehört: Nähe, Vertrauen, Körperlichkeit". 

Pluspunkt in Kürze
Es gibt doch noch etwas lobend zu erwähnen: Die Choreografie der Massenszenen. Sehr beeindruckend aus der Vogelperspektive (im wahrsten Wortsinne), aufwühlend im Wüstensand und mitreißend im indischen Dschungel. Blutig, dreckig, detailgetreu. Eine Steilvorlage für Albträume und/oder Pazifismus.

Die DVD als Premium Edition (2 DVDs)

• Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1 und DTS) Englisch (Dolby Digital 5.1) 
• Audiokommentar mit Oliver Stone (Regie/Drehbuch) und Robin Lane Fox (historischer Berater)
• Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte möglich
• Laufzeit: 176 Minuten
• DVD Erscheinungstermin: 25. Mai 2005
• Produktion: 2004

• Bonusmaterial der Doppel-DVD: 
- Dokumentarfilm "Kampf gegen die Zeit: Oliver Stones Alexander" (in engl. mit deutschen UT, ca. 80 Min.) 
- Auf den Spuren Alexanders des Großen (ca. 20 - 25 Min.) 
- Featurette (in engl. mit deutschen UT, ca. 12 Min.) 
- Interviews mit Angelina Jolie (Olympias), Anthony Hopkins (Ptolemaios), Colin Farrell (Alexander), Jared Leto (Hephaistion), Jon Kilik (Produzent), Moritz Borman (Produzent), Oliver Stone (Regie/Drehbuch), Rosario Dawson (Roxane), Val Kilmer (Philipp), Vangelis (Musik) - (in engl. mit deutschen UT, ca. 18 Min.) 
- Filmografien Colin Farrell (Alexander), Angelina Jolie (Olympias), Val Kilmer (Philipp), Anthony Hopkins (Ptolemaios), Rosario Dawson
(Roxane), Jared Leto (Hephaistion), Christopher Plummer (Aristoteles), Oliver Stone (Regie/Drehbuch) 
- Blick hinter die Kulissen (ca. 15 Min.) 
- Premierenimpressionen (ca. 5 Min.)

Weitere Informationen zu dem Hauptmenü-Punkt "Auf den Spuren Alexanders des Großen": Unter diesem Menüpunkt erhält man eine Landkarte mit 10 Goldstücken, welche Orten entsprechen, die wichtige Stationen im Leben Alexanders darstellen. Durch Anwahl der einzelnen Goldstücke über die Fernbedienung des DVD-Players gelang man zu einer Unterseite, die eine kurze Textinformation zu dieser Lebensphase von Alexander enthält. Nach einigen Sekunden erscheint durch Überblendung ein Rolltext mit weitergehenden Informationen zu der jeweiligen Lebensstation, der parallel dazu vorgelesen wird. Nach Beendigung des Textes gelangt man zur Karte mit den 10 Goldstücken zurück. Der komplette Ablauf ist mit der Filmmusik aus ALEXANDER unterlegt.

Die DVD als Single Edition (1 DVD)

• Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1 und DTS) Englisch (Dolby Digital 5.1) 
• Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
• Laufzeit: 176 Minuten
• DVD Erscheinungstermin: 25. Mai 2005
• Produktion: 2004

• Bonusmaterial:
keines

Drama, Monumentalfilm

USA 2004

Originaltitel: Alexander

Regie: Oliver Stone
Drehbuch: Oliver Stone, Christopher Kyle, Laeta Kalogridis

DVD-VÖ 25.05.2005

 

Darsteller & Rollen

Colin Farrell .... Alexander
Jared Leto .... Hephaistion
Anthony Hopkins ....  Alter Ptolemäus
Angelina Jolie .... Olympias (Alexanders Mutter)
Val Kilmer .... Philip (Alexanders Vater)
Christopher Plummer .... Aristotles (A.s Lehrer)
Rosario Dawson .... Roxane (Alexanders Frau)
Elliot Cowan .... Ptolemäus
Joseph Morgan .... Philotas
Ian Beattie .... Antigonus
Jonathan Rhys-Meyers .... Cassander
Denis Conway .... Nearchus
Neil Jackson .... Perdiccas
Garrett Lombard .... Leonnatus
Chris Aberdein .... Polyperchon
Rory McCann .... Crateros
Fiona O'Shaughnessy .... Amme
Connor Paolo .... Junger Alexander
Patrick Carroll .... Junger Hephaistion
Peter Williamson .... Junger Nearchus
Morgan Christopher Ferris .... Junger Cassander
Robert Earley .... Junger Ptolemäus
Aleczander Gordon .... Junger Perdiccas
Brian Blessed .... Ringkampf Trainer
Gary Stretch .... Cleitus
John Kavanagh .... Parmenion
Nick Dunning .... Attalus
Marie Meyer .... Eurydice
Mick Lally .... Pferdehändler
Tim Pigott-Smith .... Wahrsager
Raz Degan .... Darius
Erol Sander .... Persischer Prinz Phamakes
David Bedella .... Schreiber
Jessie Kamm ....  Alexander als Kind
                                                                      

Die Reise des jungen Che - The Motocycle Diaries

Che? DER Che? Müssen wir uns jetzt einen Propagandafilm angucken? Oder Kommunistenschelte?

Glücklicherweise keines von beiden und doch von Ersterem einiges, das lässt sich wohl nicht umgehen. In erster Linie ist es ein Roadmovie von einer Reise durch Lateinamerika, die ihren Ausgangspunkt in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires nimmt. Und besonders am Anfang sind auch beeindruckende Landschaftsaufnahmen die Kulisse des Films. Das ändert sich nach der ersten Stunde, als zunehmend das Elend weiter Bevölkerungsschichten diesen Hintergrund (und den für Che Guevaras Wandlung zu dem, was er später wird) bilden.

Worum geht es?

Buenos Aires 1952: Der 23-jährige Ernesto Guevara de la Serna (gespielt von GAEL GARCÍA BERNAL, der Neuentdeckung aus Versuchung des Padre Amado und sehr überzeugend auch in dem letzten Streifen von Almodóvar "Mala Educacion") studiert Medizin und steht kurz vor dem Examen. Trotzdem entschließt er sich, sein gutbürgerliches Zuhause in der argentinischen Hauptstadt zu verlassen und mit dem Biochemiker Alberto Granado (RODRIGO DE LA SERNA), einem Freund der Familie, auf Fahrt zu gehen.

Die beiden haben einen Traum: Auf Albertos betagter Norton 500, die sie optimistisch „La Poderosa“ („Die Allmächtige“) nennen, wollen sie quer durch Lateinamerika reisen – ein ihnen damals in großen Teilen unbekannter Kontinent. Sie haben wenig Geld, die Ausrüstung ist dürftig, aber ihre Routenplanung umso ambitionierter – durch die Anden, an der Küste Chiles entlang, durch die Atacama-Wüste ins peruanische Amazonas-Gebiet. Venezuela, ihr erstes Etappenziel, planen sie rechtzeitig zu Albertos 30. Geburtstag zu erreichen.

Nach einem Abschiedsbesuch bei der adligen Familie von Ernestos Freundin Chichina Ferreira (MÍA MAESTRO) im argentinischen Schickimicki-Ort Miramar brechen sie auf, kommen auf dem klapprigen Motorrad aber nur langsam voran. Während die beiden Idealisten das Land um sich herum in sich aufsaugen, träumen sie von den Kliniken, die sie bauen, und dem Fortschritt, den sie erleben werden.

Doch bald gibt das alte Motorrad seinen Geist auf und die beiden müssen zu Fuß, per Amazonas-Dampfer und auf den Ladeflächen unzähliger klappriger Lastwagen. (Trotz nicht unherzlichen Abschieds haben beide Eltern offensichtlich nicht viel, zumindest kein Geld, für die Eskapaden ihres Nachwuchses über.) Und so werden im Laufe der Reise, durch ihre Bekanntschaft mit den unterschiedlichsten Menschen, aus den unbesorgten Jünglingen, die sorglos in den Tag hinein leben und mit fantasievollen Abenteuergeschichten die lokalen Dorfschönheiten becircen, nachdenkliche Männer.

Damit nicht falsche Erwartungen entstehen sei hier betont, dass Che und Alberto nur Freunde sind, die zusammen auf Reisen und (hier auch jeder einzeln) auf Damenfang gehen. Darüber hinaus gehende emotionale Bindungen zwischen den beiden gibt es nicht. Und uninteressant ist der Film schon allein ob des eher unterrepräsentierten und unbekannten Themas Lateinamerika auch nicht. Der letzte Teil mit dem lebensgeschichtlich wie dramaturgisch/bildtechnisch verwirklichten Wandel der beiden, besonders Ches, ist natürlich auch politisch angehaucht, ohne jedoch vollends ins Propagandistische abzugleiten.

Insofern: der Film ist ok, ohne dass er einen nun wahnsinnig fesselt. Aber er geht einem auch nicht mit politischem Gedusel auf den Keks.

Gedreht von Walter Salles, der mit "Central do Brasil" den Goldenen Bären der Berlinale, den Golden Globe sowie eine Oscar®-Nominierung erhielt.

Zwei Anmerkungen zum Schluss:

1) Die Gleichheit des Nachnamens von Che Guevara (DE LA SERNA) mit der des zweiten Hauptdarstellers ist keineswegs zufällig, die beiden sind in der Tat miteinander verwandt (mütterlicherseits).

2) Der Film bringt auch Aufklärung darüber, wieso Che eigentlich Che heißt: eben weil er aus Argentinien ist und die Argentinier häufig dieses Wörtchen che gleichsam als Füllwort in ihre Sätze einfließen lassen - so etwas wie im Deutschen "ähm" oder "ne/nicht". (Verliehen wurde ihm dieser Ehren-Beiname von den Kubanern, wo er als Kampfgefährte von Fidel Castro bis heute als Held verehrt und ausgehängt wird.)

Jetzt als vorbildlich ausgestattete DVD mit zahlreichen Extras - erschienen bei Highlight.
 

Die DVD

DVD-Bild:   16:9
DVD-Ton: Deutsch, Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Extras:

+ Darsteller-Informationen als Textseiten
+ Interviews
+ Deleted Scenes
+ Featurette
+ Blick hinter die Kulissen

© Dirk Carius

Roaddrama


USA, D, GB, Arg 2004

OT: The Motorcycle Diaries / Diarios de motocicleta

Regie: Walter Salles
 

DVD-Start: 19. Mai 2005

 

Darsteller und Rollen

GAEL GARCÍA BERNAL ..... Che Guevara
RODRIGO DE LA SERNA ... Alberto Granado
MÍA MAESTRO ................. Chichina Ferreira

Speer und er

Nach dem preisgekrönten DIE MANNS hat sich Heinrich Breloer wieder an ein gigantisches Doku-Spielfilm-Projekt gemacht und diesmal einen der größten Blender des 20. Jahrhunderts - Albert Speer, den Architekten Hitlers - beleuchtet. Und wieder ist eine Miniserie von 3 Spielfilmen á 90 Minuten sowie einer Bonusdokumentation daraus geworden.

Wieso "einer der größten Blender"? Nun, weil Speer es blendend verstand, sich nach dem Krieg als Unschuldslamm bzw. Unwissender par excellence hinzustellen, einen wahren Mythos um sich herum aufzubauen und mit seinen Memoiren ein Heidengeld zu verdienen.

Besonders interessant in dieser Hinsicht ist sicher der erste Spielfilm, der sich um den jungen Speer dreht und um seine eigentliche Kariere unter Hitler. Wie er nicht zu dessen Stammarchitekten wird und die gewaltige neue Staatskanzlei oder die riesige Aufmarschanlage für die Reichparteitage der NSDAP in Nürnberg entwirft, sondern auch immer mehr zu einem der wenigen Freunde Adolf Hitlers wird. Er hat immer Zugang zu ihm, die beiden verstehen sich - und wenn denn Lothar Machtan mit seiner These Recht haben sollte, dass der (Ver)Führer der Deutschen homosexuelle Neigungen verspürt haben mag, dann wird es wohl am ehesten für dieses Band zwischen den beiden größen- und reichspolitisch Gleichgesinnten zutreffen.

Was dem Rezensenten beim Betrachten des Films durch den Kopf ging: Hitler wie er hier gezeichnet und besetzt ist (Tobias Moretti), hätte in der Form wohl niemals ein ganzes Volk beeindrucken und einlullen können. Da spielt die Besetzung und Zeichnung Hitlers durch Bruno Ganz in "Der Untergang" in einer ganz anderen Liga.

Ähnliches ist die persönliche Meinung des Rezensenten auch zu der Figur des Hitler-Architekten und späteren Rüstungsministers Albert Speer. Den Doku-Aufnahmen aus der Zeit, als selbiger noch "nur" Architekt war, wird Sebastian Koch zwar durchaus gerecht, aber als Kriegsminister wirkt er einfach nur blass und wenig überzeugend. Und doch hat der echte Speer doch gerade als Rüstungsminister gleichsam ein Rückgrat Hitlers gebildet. Auch hier kommt der Welt- und Dunkelmann sehr gut verkörpernde Heino Ferch im "Untergang" einfach überzeugender 'rüber.

Insofern: die Besetzung mag vielleicht nicht ideal sein, dennoch ist es das Verdienst dieses Films, einen der mächtigsten Männer im Dritten Reich und seine zweifelhafte "Karriere" nach 1945 in dem gewohnten Mix aus Spielfilm- und Original-Dokuszenen, in Spielfilmform zu dokumentieren, ohne hin zu heroisieren. Die Kanten und insbesondere seine gezielte Blendung aller nach dem Zweiten Weltkrieg werden gar vordergründig thematisiert.

Die Zusammenfassung des Inhaltes der drei Spielfilmteile und der Bonusdokumentation findet sich auf der Eurovideo-Seite.

Das DVD-Set

enthält alle 3 Folgen des Spielfilms sowie die Bonusdokumentation "Nachspiel - Die Täuschung"

Bildformat: 2,35:1 (16:9 anamorph codiert)
Ton: Dolby Digital 5.1

Audio:      nur Deutsch
Untertitel: keine

Bonusmaterial:

Länge: Spielfilm ca. 270 Minuten, Bonus-Doku 90 Minuten

               © 2008 D. Carius, GayStation

Geschichtsdrama

D 2005

Buch: Heinrich Breloer und Horst Königstein
Regie: Heinrich Breloer

DVD-VÖ 12.05.2005

 

 

 

 

 

 

 

 

Darsteller und ihre Rollen

Albert Speer .... Sebastian Koch
Adolf Hitler ... Tobias Moretti
Margarete Speer ... Dagmar Manzel
Annemarie Kempf ... Susanne Schäfer
Rudolf Wolters ... Axel Milberg
Rudolf Hess ... André Hennicke

 

Goldfish Memory

Ein Film, der Lesben und Schwule gleichermaßen anspricht. Und das ist selten. Dazu noch auf Englisch; mit irischem Akzent; meistens.

Stellt Euch vor... Dublin 2003... (möchte man mit Sophia "Ma" Spirelli Petrillo von den Golden Girls sagen)...

Wir beobachten einige Pärchen aller coleur in unterschiedlichen Konstellationen. Und das ist wirklich äußerst spaßig. Amor scheint in Dublin wie wild um sich geschossen zu haben. Denn alle verlieben sich. Immer wieder neu. Immer wieder in neue Partner. Und dabei sind die Geschlechtergrenzen fließend. 
Es fängt alles soooo harmlos an: Während Tom Clara liebt, erschließt sich diese mit Angie neue Horizont(al)e(n). Red, der smarte Fahrradkurier, treibt das Coming out seiner Zufallsbekanntschaft David voran, der noch mit Rosie liiert ist. 
Rosie hingegen...

Der rote Faden des Films sind die Goldfische, die immer wieder in den Szenarien auftauchen und von denen man sagt, dass ihr Gedächtnis nur 3 Sekunden speichern könne. Und sie sich deshalb nach 1 Runde im Goldfischglas immer wieder neu begegnen und kennenlernen. Die Parallelen zu den Menschen sind frappierend ;-)

"Goldfish Memory" ist voller Überraschungen, witzigen Einfällen und ein höchst unterhaltsamer Hingucker. 

Die DVD hat zuschaltbare deutsche Untertitel, die sehr treffend gelungen sind. Die Boni sind auf der Filmscheibe bescheiden; aber dafür liegt eine CD mit dem kompletten Soundtrack bei.

DVD-Ton: Dolby Digital 2.0
DVD-Sprache: Engl. OF, dt. UT (ausblendbar)
DVD-Typ: DVD 9, Code: 2
Extras: Originaltrailer, Trailershow, Filmografien, Hintergrundinformationen, Soundtrack auf Extra-Audio-CD (ca. 63 Minuten).


Erschienen als DVD und Video bei Pro-Fun

Kaufen als DVD bei Amazon inkl. komplettem Original Sountrack auf separater Audio-CD (18 Tracks).

 


Komödie

Irland 2003

Regie: Elizabeth Gill

 

Darsteller & Rollen:

Sean Campion .... Tom
Flora Montgomery .... Angie
Keith McErlean .... Red
Jean Butler .... Renee
Peter Gaynor .... David
Fiona Glascott .... Isolde
Stuart Graham .... Larry
Lise Hearns .... Rosie
Justine Mitchell .... Kate
Aisling O'Neill .... Helen
Fiona O'Shaughnessy .... Clara
Demien McAdam .... Conzo


Agnes und seine Brüder

Es geht um Sucht, Aufstieg und Fall. Und es geht um drei Brüder, deren Beziehung zu ihrem Vater, untereinander sowie zu ihrem Umfeld.

Und die drei Brüder könnten unterschiedlicher nicht sein; und doch eint sie eines - jeder ist von einer anderen Sucht besessen.

Da ist der Älteste der drei Brüder, Walter (Herbert Knaup), ein machtbesessener und machtsüchtiger Grünenpolitiker, der in seinem Beruf seit mehr als zehn Jahren nur ein Ziel vor Augen hat: die Einführung des Dosenpfandes auf Europaebene und der darüber hinaus alles Weitere vergisst und, wen wundert's, zu Hause alles andere als nach grünen Maßstäben lebt und z. B. noch nicht mal den Müll trennt.

Eigentlich ist er seit 18 Jahren mit Signe (Katia Riemann) verheiratet, aber eigentlich leben die beiden bloß noch in einem Haus, ja selbst sich zu sehen geht den beiden schon auf den Nerv und Signe lässt ihren Gatten offensichtlich schon seit Jahren nicht mehr an sich ran. Dafür, so scheint es, ihren ältesten Sohn, den aufmüpfigen Ralf (Tom Schilling), der Filmemacher werden will und insofern schon mal anfängt, im ganzen Haus Überwachungskameras anzubringen und seinen Vater in allen möglichen und unmöglichen Situationen zu filmen. U. a. auch bei Verrichtung seiner Notdurft mitten in seinem Büro auf dem Boden während eines Telefonats, offensichtlich mit Joschka Fischer. Ja bitte schön: wer kommt denn auch auf so eine versessene Idee? Sich mitten in den Raum zu hocken und den Dingen ihren Lauf zu lassen.

Ein ganz anderes Problem treibt den mittleren Bruder um: Hans-Jörg (Moritz Bleibtreu) ist Bibliothekar und ist sozusagen sexsüchtig, seinen sexuellen Obsessionen verfallen. Den ganzen Tag rennt er wie aufgezogen auf Arbeit 'rum, immer den lasziv sich präsentierenden Rockzipfeln und Minitops hinterher. Da er nie zum Zuge kommt, wird er zum leidenschaftlichen Voyeur. Wenn ihn doch mal eine Studentin scheinbar ranlässt, dann nur um ihn für sich arbeiten zu lassen (z. B. die Wohnung zu streichen). Seit drei Jahren in Therapie und noch immer in einer abendlichen Sexsüchtigen-Betroffenengruppe, scheint das nicht wirklich 'was zu bringen, bis ihm eines Tages sein Gruppengefährte, ein Angebot macht, auf das er schon selbst hätte kommen können: doch einfach mal in einem Pornofilm mitzuspielen. Nach seiner Enttarnung als Voyeur mit Guckloch auf dem Damenklo der Bibliothek nimmt er dieses Angebot auch wirklich an - und siehe da: ausgerechnet hier lernt er eine viel versprechende Kandidatin kennen.

Schließlich haben wir noch den kleinen Bruder, Agnes alias Martin (Martin Weiß), denn Agnes war früher einmal ein Mann. Und Agnes ist sehnsüchtig nach Liebe, aber eigentlich nur ihrer ersten hinterher trauernd. Diese nämlich, der Farbige Henry (Lee Daniel) hat ihr in New York das Herz gebrochen, und wegen ihm hat sie sich umoperieren lassen. Doch dann war Henry nicht mehr da und sie blieb mit gebrochenem Herzen zurück. Die verzweifelt aufrecht erhaltene Beziehung zu Rudi (Oliver Korritke) kann sie nicht wirklich darüber hinweg trösten. Nun muss sie sich als Animiertänzerin in diversen Nachtclubs ihren Lebensunterhalt verdienen. Schwer krank, bietet sich ihr kurz vor ihrem Tode die Möglichkeit der Liebe ihres Lebens Lebewohl zu sagen, als dieser, inzwischen großer Modezar, nach Köln zu einer Modenschau kommt.

"Mit radikaler Leidenschaft und voller Humor erzählt Regisseur Oskar Roehler (DIE UNBERÜHRBARE) eine Familiengeschichte über drei Geschwister und ihre Suche nach Liebe und Anerkennung. Großes, melodramatisches, deutsches Kino unserer Zeit. Eine Art GERMAN BEAUTY mit tragikomischen, absurden und realistischen Momenten, herausragend besetzt mit Moritz Bleibtreu, Herbert Knaup, Tom Schilling und der Neuentdeckung Martin Weiß als Agnes." (Pressetext)
 

Die DVD

DVD-Bild:   16:9
DVD-Ton: Deutsch(Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Extras:

+ Darsteller-Informationen als Textseiten
+ Interviews
+ Deleted Scenes

FSK 16

                                   © 2008 D. Carius, GayStation

vielseitiges Beziehungsdrama


D 2004

Drehbuch und Regie: Oskar Roehler
 

DVD-Start: 15. April 2005

 

 

Rollen und Darsteller:

Werner ........ Herbert Knaup
Signe ........... Katja Riemann
Ralf ............. Tom Schilling
Hans-Jörg .... Moritz Bleibtreu
Agnes .......... Martin Weiß
Henry .......... Lee Daniel
Rudi ............ Oliver Korritke

King George - Ein Königreich für mehr Verstand

"King George" ist verrückt (soll zumindest dafür verkauft werden), der Schauspieler und Regisseur zwar nicht, aber schwul ... Genau so wie Rupert Everett ("Ernst sein ist alles", "Ein Freund zum Verlieben", "Another Country") als Prince of Wales in dieser geistreichen Komödie aus dem Hause Windsor.

Und auch der Hauptdarsteller Nigel Hawthorne ist uns nicht unbekannt, haben wir ihn doch schon als eher bemitleidenswürdigen, von seinem jugendlichen Lover langsam ad acta gelegten, äußerst kultivierten Theaterkritiker Rodney in Liebe in jeder Beziehung, der Verfilmung des großartigen Romans von Stephen McCauley, genießen dürfen.

Letzterer Film ist übrigens ebenso von Nicholas Hytner gedreht worden wie eben der King George.

Auch in dieser preisgekrönten, geistreichen Reflexion auf die Fallstricke der Macht besticht Hawthorne durch seine vollendete Darstellung, die die hintergründige Listigkeit wie auch den (vermeintlichen?) Wahnsinn des für verrückt erklärten Königs beeindruckend auf die Leinwand bringt.

Der Film selbst ist sowohl eine köstliche Satire auf die Monarchie, die Machenschaften am Hofe als auch eine wahre Augenweide für Liebhaber des Ausstattungskinos. Das Leben von George III. ist ein ständiger Wechsel von Wahnsinn und Normalität, von Tragik und Komik. Humorvoll, derb und auch mit großer Zärtlichkeit integriert der Film die historischen Hintergründe um die königliche Krise des "Vaters der Nation".

Wenn die Königin (gekonnt in Szene gesetzt von Helen Mirren, bekannt aus Calendar Girls) ihre Kinder anweist: "Lächelt und winkt. Dafür werdet ihr schließlich bezahlt", wird auch dem letzten Zuschauer klar, dass Nicholas Hytners Regiedebüt kein gewöhnlicher Historienfilm ist. Immer wieder nimmt das von Publikum und Kritik gleichermaßen gefeierte Werk mit augenzwinkernder Ironie die moderne britische Monarchie aufs Korn, ohne sie bloßzustellen.

Buchstäblich aus der Schlüssellochperspektive beobachtet die Kamera, wie das Privatleben des Königs zunehmend in seine staatlichen Angelegenheiten hineinwirkt. Dabei verzichtet Hytner, der bereits das dem Film zugrunde liegende Drama erfolgreich am Royal National Theatre inszeniert hatte, keineswegs auf die für ein Historiendrama obligatorische reiche Ausstattung. Der geniale Filmarchitekt Ken Adam ("Goldfinger", "Barry Lyndon") erhielt für seine Bauten den zweiten Oscar seiner Karriere.

Nominiert waren zudem Drehbuchautor Alan Bennett, aus dessen Feder auch das Theaterstück stammt, Helen Mirren und der großartige Hauptdarsteller, der diese Rolle bereits auf der Bühne gespielt hatte. Helen Mirren wurde darüber hinaus 1995 bei den Filmfestspielen in Cannes mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet.

Übrigens: Das im Film dargestellte Happy End blieb dem historischen George III., der an einer seltenen Stoffwechselkrankheit litt, verwehrt: Im Jahre 1811 wurde er, erblindet und geistig umnachtet, als König abgesetzt.

"Der vermeintliche Wahnsinn des Königs war wohl der einer ganzen Epoche. Die hat ihr skurriles Selbstgefühl in Frisuren und Kostümen, in Gärten und Palästen, kurz im Dekor des Lebens zum Ausdruck gebracht. Hytners Film ist deshalb auch ein humorvoller Abgesang auf das Lebensgefühl einer Zeit, deren Ausschweifungen Königin Victoria bald darauf mit anglikanischer Gründlichkeit aus Englands Schlössern fegen wird." (Frankfurter Rundschau)

Nun endlich gibt es den Film auch auf DVD, deren Ausstattung bietet jedoch keine weiteren Leckerbissen.

Die DVD

Bildformat: 1,85:1 (16:9 anamorph)
Sprache/ Ton:
- Deutsche Sprachfassung in Dolby Digital 2.0
- Englische Sprachfassung in Dolby Digital 2.0
(ohne Untertitel)

Bonus:
- Original Kinotrailer
- Featurette
- Trailer zu weiteren Kinofilmen auf DVD 

Ländercode: 2
Disc-Typ: DVD 9
Laufzeit: ca. 106 Minuten FSK: ab 12 Jahre

Spielfilm
GB/USA 1994

Regie:
Nicholas Hynter "Liebe in jeder Beziehung", "Center Stage", "Hexenjagd"

DVD-Start: 06. April 2005

Rollen und Darsteller:

George III ........... Nigel Hawthorne
Queen Charlotte ... Helen Mirren
Dr. Willis ............. Sir Ian Holm
Prince of Wales .... Rupert Everett

Party Monster

Macaulay Culkin ist "Michael, allein zuhaus". 

Michael Alig - ein schwuler Junge aus der Kleinstadt mit Sinn für Geschäfte. Schon in der Schule vertickte er Süßigkeiten zu überhöhten Preisen. Als trutschige Tunte zieht er nach New York und trifft auf James St. James, den Erzähler im Film und dieser wird sein bester Freund. Wer allerdings einen solchen Freund hat, braucht keine Feinde...

Der Limelight Nachtclub wird die Heimat der Clubkids, drogen- und vergnügungssüchtiger Egomanen mit über- Geltungs- und unterproportioniertem Selbstbewusstsein. Alles dreht sich nur darum, "fabulous" zu sein. Die Kostüme sind "g-g-g": geschmacklos, grotesk, glamourös. Alles dabei. 

Gezeigt wird der steile Aufstieg und die tiefe Fall eines jungen Mannes, dessen einzig wahre Liebe Keoki ihn auch nicht mehr zu retten vermag.

Ein Genuss ist der geniale Soundtrack der 80er Jahre. Und "Christina" ist kein geringerer als Marilyn Manson.

Dass der Film auf der Lebensgeschichte einer real existierenden Persönlichkeit beruht, mag man angesichts der gezeigten Abgedrehtheit und gelebter Perversionen kaum glauben. Doch die beiliegende, hochinteressante Doku belehrt uns eines Besseren. Auch die Interviews mit den Schauspielern sind sehr aufschlussreich. Dazu gibt es noch "Behind The Scenes" und vieles mehr.

Der Film ist in DD 5.1 und 2.0 auf Deutsch und in 5.1 in der Originalfassung auf Disc 1 enthalten. 
Disc 2 liefert die 90 Minuten Extras, davon 56 Min. Dokumentation mit dem echten Michael Alig. Die Boni sind Englisch mit deutschen Untertiteln.

Ach ja, das Cover der Doppel-DVD ist aufwändig aber äußerst geschmacklos gestaltet; der Film ist wesentlich besser ;-)

Kaufen als DVD bei Amazon

Der Soundtrack ist übrigens auch Spitzenklasse: Kaufen als CD bei Amazon

 

 

Spielfilm und Dokumentation
USA 2003 und 1997, 98 bzw. 56 Min.
Regie/Produzenten: Fenton Bailey, Randy Barbato

 

Darsteller & Rollen:
Seth Green .... James "St. James" Clarke
Macaulay Culkin .... Michael Alig
Diana Scarwid .... Elke Alig, Michael Mutter
Chloë Sevigny .... Gitsie, Michael Freundin
Dillon Woolley .... Der junge James
Marilyn Manson .... Christina, die Transe
Dylan McDermott .... Peter Gatien, Clubmanager
Mia Kirshner .... Natasha, Clubmanagerin
Wilmer Valderrama .... Keoki, DJ Superstar
Elliot Kriss .... Cabbie
Natasha Lyonne .... Brooke
Janis Dardaris .... TV Reporter
Daniel Franzese .... Die Ratte/Dallas MC
Wilson Cruz .... Angel
Manny Perez .... Johnny
Justin Hagan .... Freez
Brendan O'Malley .... Der junge Michael
Phillip Knasiak .... Junger Wrestler
John Summerour .... Rodney, der Hähnchenbrater
John Stamos .... Talk Show Gastgeber
Michael Kaycheck .... Ben
Steven Marcus .... Bill

Sommersturm

Selten hat ein „schwuler“ Film in Deutschland schon im Vorfeld seiner Kinoaufführung so viel Publicity bekommen wie dieser. Aber das ist auch gut so.

Sommersturm erzählt die Geschichte von Tobi (Robert Stadlober aus „Crazy“), einem 17-Jährigen, der eine ganz dicke Freundschaft zu Achim pflegt, die auch gemeinsames Wichsen mit einschließt. Außerdem ist er mit ihm in einer oberbayrischen Rudermannschaft. Betonung auf „Mann“schaft. Und eben diese Mannen nehmen an einem Sommercamp mit anschließender Regatta teil, zu dem überraschend ein weiterer Ruderclub auftaucht (nein, es sind keine U-Boot-Fahrer...): Die Truppe nennt sich "QueerSchlag". Wie der geneigte homophile Leser vielleicht schon erahnen wird... Bei den QueerSchlägern handelt es sich um Schwule! Und die mischen die Heteros ganz schön auf. „Geh'n wir Heten kneten gehen“ sag‘ ich nur. 
Konfrontiert mit der offen schwulen Lebensweise gesteht sich Tobi ein, dass er für Achim mehr empfindet als nur Freundschaft. Schüchtern nähert er sich ihm auf eine neue, bisher noch nie da gewesene Weise. Doch auch der verständnisvollste Hetero ist nun’mal nicht schwul.

Das muss Tobi schmerzvoll erkennen. Aber zum Glück gibt es ja noch die QueerSchläger... ;-)
Denn da kann sich Tobi fast die ganze schwule Welt an Fallbeispielen anschauen. Das ständig turtelnde Pärchen