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Dreiecksgeschichte um einen Schwulen, einen reizenden Hetero und deren gemeinsame Freundin Clare. Nach dem gleichnamigen Roman des Pulitzer-Preis-Gewinners Michael Cunningham ("THE HOURS", "LAND'S END"). Vorgeschichte Cleveland 1974 Bobby und Jonathan (Harris Allan, der Ziehsohn von Michael und Ben in Queer as Folk US, Staffel 4) sind Schulfreunde, rauchen zusammen Pott und hängen 'rum. Und sie gehen einer beim anderen zuhause ein und aus. Das ändert sich, als Bobby erst seine Mutter, dann seine Schwester und schließlich auch noch seinen Vater mutiert. Doch die Nachbarsfamilie, allen voran Jonathans Mutter Alice (super: Sissy Spacek), hat - wie eigentlich jeder, dem der bescheidene, aber auf die Menschen zugehende Bobby begegnet, hat einen wahren Narren an Bobby gefressen und nimmt ihn, sehr zur Freude von Jonathan bei sich auf. Neben Bobby schlafend versucht Jonathan, der mehr für ihn empfindet als nur Freundschaft, scheinbar im Schlaf sich an Bobby heranzumachen, der auch darauf eingeht. Und diese Szene und auch wie sich die beiden einen runterholen ist schon ein schauspielerischer Höhepunkt im Film. Doch zu größerer Nähe kommt es nicht. SCHNITT New York 1982 (?) Acht-zehn Jahre später: Bobby (wirklich nett anzusehen: Colin Farrell) ist inzwischen 24 und wohnt immer noch bei Jonathans Eltern. Der jedoch ist schon flügge geworden und hat sich nach New York abgemeldet. Da Johnnys Vater inzwischen sehr krank ist, wollen die Eltern umziehen - und Vater Ned gibt Bobby den dringenden Rat, sich nunmehr von ihnen abzunabeln und ein eigenes Leben zu leben. Ganz so eigen wird dies indes nicht, er geht nach New York zu Jonathan (Dallas Roberts). Klar, dass der ihn gern bei sich aufnimmt. Bislang lebte Jonathan mit Clare (Robin Wright Penn), einer sehr guten Freundin, die - wie wir später erfahren - ihn abgöttisch liebt, zusammen. Unerhört in ihrer Liebe zu Jonathan fängt sie nunmehr Feuer an Bobby, lässt ihn typ- wie frisurmäßig endlich in den 80ern und in der Großstadt ankommen. Und sie landen nicht nur im Bett, wo Bobby sein nunmehr mit 24 seinen Jungfernstoß erfährt, sondern sie kommen auch wirklich zusammen. Das natürlich sehr zum Ärger von Jonathan, der ja "seinen" Bobby immer noch, wenn auch genauso heimlich wie Clare Jonathan, abgöttisch liebt. So kommt er denn auch nicht mit der neuen Situation zurecht und flieht aus der gemeinsamen Wohnung. Doch schon kurz darauf sind die drei durch einen weiteren Trauerfall vereint: Jonathans richtiger und Bobbys Adoptivvater erliegt seiner Krankheit. Dort in der Wüste von Arizona bei der Beerdigung kommt es zum klärenden Gewitter, bei dem der arme Bobby an den Kopf geworfen kriegt, dass er eben - zum Missfallen Jonathans - gleich wenn er auftaucht alle Herzen im Sturm erobert. Die drei vertragen sich und ziehen zusammen in ein romantisches Landhaus ... Ende gut, alles gut? Es scheint bald so, doch weiß nur der Zuschauer, dass die neu gefundene Harmonie schon bald durch eine nur für ihn in ihrer Fatalität zu verstehende Entdeckung Jonathans ein Ende finden wird. Kein trauriger Film, aber auch mitnichten eine Komödie - eher eine nicht alltägliche Dreiecksgeschichte, niveauvoll erzählt. Eine gelungene Literaturverfilmung! Großes Lob auch für die ganz andere darstellerische Leistung von Colin Farrell, der ja ansonsten eher als enfant terrible Hollywoods herhalten muss. 2004 erlebte der Film seine deutsche Erstaufführung (noch in englischer Fassung) auf dem Verzaubert-Filmfestival schwullesbischer Kinematographie, kam dann im Dezember 2004 in Synchronfassung in die deutschen Kinos. Jetzt gibt es beide (englische Original- und deutsche Synchronkinofassung als Kauf-DVD von Eurovideo, leider auch hier ohne viele Extras, was sich aber andererseits positiv auf die Brieftasche auswirkt. Bild: 16:9 Bonus |
Schwul/Hetero Dreiecksgeschichte OT: A home at the end of the world Buch: Michael Cunningham DVD-Start 09.06.2005 |
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Darsteller und ihre Rollen Harris Allan ....... Jonathan Glover (1974) |