Die Zeitritter - Auf der Suche nach dem heiligen Zahn

Ritter Godefroy muss erneut in das 20. Jahrhundert reisen, um seinen Knecht und den gestohlenen heiligen Zahn der seligen Rolande ins Mittelalter zurückzuholen.

Wieder im Mittelalter angekommen, will Ritter Godefroy de Montmirail nichts sehnlicher, als seine Auserwählte, Frénégonde de Pouille, zur Frau zu nehmen. Leider ist bei der Zeitreise aus dem 20. Jahrhundert einiges schiefgelaufen: Der Zeittunnel ist noch offen, weil Knecht Jacquouille den Familienschmuck von Frénégonde mitgehen ließ und in der Zukunft geblieben ist.

Statt dessen findet sich der tuntige Hotelbesitzer Jacquart im Mittelalter wieder und wird dort vom grausamen Inquisitor Ponce für einen Abgesandten des Teufels gehalten. Er landet im Kerker - mit Option auf den Scheiterhaufen. Unter den gestohlenen Schmuckstücken befindet sich zu allem Unglück der heilige Zahn der seligen Rolande, ohne den nicht geheiratet werden kann. Godefroy muss noch einmal in das 20. Jahrhundert reisen.

Dort hat sich Jacquouille in die Vagabundin Ginette verliebt. Die aber erträgt seinen üblen Mundgeruch nicht, vom Fußgeruch ganz zu schweigen! Zahnarzt Jean-Pierre de Montmirail soll Abhilfe schaffen. Seine Frau Béatrice kennt das Geheimnis der Zeitritter. Ihr gelingt es, Jacquouille wieder in die Vergangenheit zu transportieren. Leider nimmt auch ihr Mann einen Schluck vom Zaubertrunk und landet im Mittelalter. Dort retten Knecht und Ritter Jacquart und Jean-Pierre vor dem Inquisitor. Danach reisen die vier zurück in die Zukunft, um den heiligen Zahn zu holen.

1993 sind Christian Clavier und Jean Reno "Die Besucher", fünf Jahre später kehren sie als "Die Zeitritter" zurück. Der Erfolg des Films verlangte einfach eine Fortsetzung, und die überzeugt: In Frankreich locken "Die Zeitritter" mehr als acht Millionen Zuschauer in die Kinos und werden im Filmjahr 1998 nur noch von "Titanic" und "Dinner für Spinner" überholt. Regisseur Jean-Marie Poiré kann aus dem Vollen schöpfen und insbesondere an Spezialeffekten wird nicht gespart. Das Budget ist mit 140 Millionen Francs (ca. 47 Millionen DM) fast dreimal so hoch, wie das des ersten Teils, womit der Film einer der teuersten französischen Filme aller Zeiten ist.

Bei dem Personal hat sich nichts geändert: Bis auf Muriel Robin, die die Doppelrolle der Béatrice/Frénégonde spielt, stehen alle Hauptdarsteller des ersten Teils wieder vor der Kamera. Auch auf einige Requisiten konnte man zurückgreifen, zum Beispiel Jacquouilles spitze Stinkschuhe, die sich in einer Ausstellung in Japan befanden und erst eine Reise um die halbe Welt antreten mussten, bevor sie sich auf die Zeitreise begeben konnten. "Aufwendiger kann man einen Film nicht mehr drehen", sagt Hauptdarsteller und Drehbuchautor Christian Clavier. Vielleicht doch: Im November 2000 startete in den USA das von Poiré selbst inszenierte amerikanische Remake "The Visitors" - ebenfalls mit Reno und Clavier in den Hauptrollen.

Jean Reno ("Léon - Der Profi") ist ab 19. April 2001 in "Die purpurnen Flüsse" im Kino zu sehen. "Besucher"-Co-Star Christian Clavier hat gerade in der Titelrolle neben Gérard Depardieu den Asterix-Film "Asterix: Mission Cleopatra" abgedreht.

 

 

Fantasy-Komödie, Frankreich 1998
(Les Couloirs Du Temps: Les Visiteurs II)

Regie: Jean-Marie Poiré

Buch: Christian Clavier, Jean-Marie Poiré

(ca. 105 Minuten)

 

Jacquouille/Jacquart Christian Clavier

Godefroy Jean Reno

Béatrice/Frénégonde de Pouille Muriel Robin

Ginette Marie-Anne Chazel

Jean-Pierre Christian Bujeau

Cora Claire Nadeau

Duc Flubert de Pouille Patrick Burgel

Ferdinand Eusebe/Eusaebius Pierre Vial

Bruder Ponce Philppe Morier Genoud

 

 

© 2001 Dieter Herchenbach