Wir kommen alle in den Himmel

Tipp für Schwule

Der Manager Etienne, der Mechaniker Daniel, der Tennislehrer Bouly und der Arzt Simon sind Freunde. Die stolzen Casanovas haben jedoch Kummer mit dem weiblichen Geschlecht: Etienne spioniert seiner Frau nach und gerät in prekäre Situationen. Simon leidet unter der strengen Mutter und tröstet sich mit jungen Patientinnen. Bouly kommt nach der Scheidung unverhofft zu einer Großfamilie, und der homosexuelle Daniel verliebt sich in seine dominante Chefin. Um wieder Ruhe zu finden, kaufen sich die vier eine idyllisch gelegene Villa - direkt am Rande einer Flughafen-Startbahn. Yves Robert gelang eine unterhaltsame Tragikomödie über Männerfreunde in der Midlife-Crisis mit Jean Rochefort, Claude Brasseur, Guy Bedos und Victor Lanoux in den Hauptrollen.

Der melancholische Verlagsmanager Etienne (Jean Rochefort), der homosexuelle Automechaniker Daniel (Claude Brasseur), der agile Tennislehrer Bouly (Victor Lanoux) und der ängstliche Arzt Simon (Guy Bedos) sind alte Freunde. Beruflich sind sie etabliert, doch privat stecken sie tief in der Midlifecrisis. Der Frauenheld Bouly kann es gar nicht glauben, dass seine Frau sich nun endgültig scheiden lässt und mit einem jungen Hippie-Musiker davonzieht. Bald muss sich der gutmütige Bouly nicht nur um seine eigenen drei Kinder, sondern zudem um den vierköpfigen Nachwuchs seiner neuen Geliebten sorgen. Auch den bedächtigen Etienne plagt der Ehekummer. Zufällig stößt er auf ein Bild, das seine Frau Marthe (Daniele Delorme) in heftiger Umarmung mit einem Fremden zeigt. Tollpatschig macht er sich als Amateur-Detektiv auf die Suche nach seinem Nebenbuhler, doch dabei wird ihm nicht nur sein Auto komplett zerlegt. Als er sich in einem Hotel auf die Lauer legt und Marthe ihn dort erwischt, gerät er selbst in die Rolle des Verdächtigen. Mit Argwohn verfolgt auch Mouchy (Marthe Villalonga) die Liebesaffären ihres Sohnes Simon, der unter ihrer Tyrannei leidet. Nach einem heftigen Streit wirft Mouchy ihm vor den Augen der verdutzten Patienten seinen Erbteil vor die Füße und bricht den Kontakt zu ihm ab. Der introvertierte Daniel gerät derweil in einen Zwiespalt: Er hat eigentlich eine Vorliebe für junge Männer, doch seine dominante Chefin bringt ihn plötzlich auf andere Ideen. Die vier Freunde suchen in diesem Strudel der Gefühle nach etwas Ruhe und kaufen gemeinsam eine idyllisch gelegene Villa samt Tennisplatz zu einem Spottpreis. Dass gerade die Fluglotsen streiken, fällt ihnen nicht weiter auf und auch nicht, dass der Besitzer es äußerst eilig hat. Erst am nächsten Morgen, als die Flugzeuge von der angrenzenden Startbahn das Haus erschüttern, wird dem Quartett klar, dass seine hehre Männerfreundschaft erneut auf die Probe gestellt wird.

Yves Robert ("Der Krieg der Knöpfe", "Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh") führte die Geschichte der vier sympathischen Großstadtneurotiker aus seiner Erfolgs-Komödie "Ein Elefant irrt sich gewaltig" (1976) fort. In den raffiniert miteinander verwobenen Episoden verband er fantasievolle Situationskomik mit sensiblen psychologischen Stimmungsbildern zu dem Panorama einer wunderbaren und tragikomischen Männerfreundschaft. 

Tragikomödie
F, 1977


Buch: Jean-Loup Dabadie, Yves Robert 
Musik: Vladimir Cosma 
Original Titel: Nous irons tous au paradis 
Regie: Yves Robert 

Darsteller: 
Jean Rochefort (Etienne), Claude Brasseur (Daniel), Guy Bedos (Simon), Victor Lanoux (Bouly), Daniele Delorme (Marthe), Marthe Villalonga (Mouchy) 

 

© 1997-2008 D. Herchenbach & Team, GayStation