Unser Weg ist der Beste

Der latent homosexuelle Philippe arbeitet als Betreuer in einem Feriencamp. Als er beim Anprobieren von Kleidern erwischt wird, erpresst ihn sein Kollege Marc immer wieder mit diesem Wissen.


Die Geschichte spielt in einer sommerlichen Ferienkolonie in der französischen Provinz. Marc und Philippe, die beiden Protagonisten, sind dort Lagerleiter. In dem, was jeder von den beiden mit seiner ihm zugeteilten Gruppe von Burschen unternimmt, könnten sie nicht verschiedener sein. Marc, der Philippe beherrscht, mimt den strammen Sportler; er lässt Fußball spielen, im Takt marschieren und flotte Lieder singen. Philippe hingegen, der sich Marcs Diktat eine Zeit lang beugt, ist der Stille, Sensible, der sich zum Lesen zurückzieht und seine Gruppe allenfalls einen Film anschauen lässt.

Das Verhältnis zwischen den beiden Männern entwickelt sich zur Hörigkeit des einen gegenüber dem anderen, als Marc zufällig Philippes uneingestandene Homosexualität entdeckt, was ihm eine solide Handhabe gegen den Schwächeren zuspielt. Aus seiner Abhängigkeit bringt den unglücklichen Philippe nach langem Leiden nur eins: Er muss seine homosexuelle Neigung publik machen, so wird aus der angeblichen Schwäche eine Stärke. Philippe geht gründlich genug vor: Für das Abschlussfest der Ferienkolonie kostümiert er sich als Frau. Der Skandal macht dem Fest ein Ende.

 

Drama
(La meilleure façon de marcher)
Frankreich 1976

Regie: Claude Miller
83 Minuten

Drehbuch: Claude Miller und Luc Beraud
Kamera: Bruno Nuytten
Musik: Alain Jomy

 

 

Marc Patrick Dewaere
Philippe Patrick Bouchitey
Chantal Christine Pascal
Direktor Claude Pieplu
Deloux Michel Blanc
Gerard Marc Chapiteau
Léni Michel Such
und andere

 

© 2000 Dieter Herchenbach