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Christoph Hansen ist 16 Jahre alt und Sohn aus gutem Hause. Er lebt mit seinen Eltern in einem schönen Villenviertel in Hamburg, rudert auf der Alster, geht aufs Gymnasium und hat dort seine erste Freundin, Tina. Mit seinen Eltern versteht er sich prima; sein Vater, Paul Hansen, ist Mitte 40 und Mineralöl-Manager, seine Mutter, Sigrid Hansen (40), arbeitet freiberuflich als Übersetzerin. Eines Tages bricht diese heile Welt zusammen: Christophs Vater wird unter Mordverdacht
verhaftet. Das Opfer: Michael Beckmann, 15 Jahre alt, Stricher. Als Sohn eines "Schwulenkillers" wird die Schule für Christoph zum Spießrutenlauf. Während sich Christophs Mutter mit Hilfe des Anwalts der Familie um die Freilassung ihres Mannes bemüht und keine Sekunde an seiner Unschuld zweifelt, schleichen sich bei Christoph mehr und mehr Unsicherheiten ein. Seine Gedanken umkreisen immer wieder die eine Frage: Warum war Michael Beckmann in dem Auto seines Vaters?
Christoph weiß, dass es nur einen Weg gibt, die Wahrheit herauszubekommen: Er muss
den Mörder von Michael Beckmann finden.
Er betritt eine für ihn bis dahin unbekannte Welt: die Stricher- und Drogenszene rund um den Hauptbahnhof. In der Schwulenkneipe "Magic" lernt er den Kellner Thorsten (Moritz Bleibtreu) kennen und Max, der schon sehr lange im Geschäft ist und daher Christoph wichtige
Tipps geben kann, - die beiden werden zu Freunden. Die nächtlichen Erlebnisse bleiben für Christoph nicht ohne Spuren. Er beginnt ein riskantes Doppelleben: Zu Hause verleugnet er die Straße, auf der Straße verleugnet er seine wahre Identität und Herkunft. Christoph lernt,
dass die Straße für die meisten das einzige Zuhause ist - und dass sie dieses Zuhause nicht verraten. So bleiben die Hinweise über Michael Beckmann sehr spärlich. Niemand kann sagen, wann und vor allem mit wem sie Michael Beckmann zuletzt gesehen haben. Die lebensgefährlichen Recherchen werden für Christoph mehr und mehr zum Alptraum, der ihn jäh aus seinen kindlichen Träumen reißt. Über das Mädchen Katja, in die sich Christoph verliebt hat, erfährt er,
dass der geheimnisvolle Alex Michael gut kannte. Da die meisten Jungen für Alex arbeiten und von ihm abhängig sind, wird er geschützt.
Doch Christoph gibt nicht auf, um an Beweise zu kommen, die seinen Vater entlasten könnten. Am Ende hat zwar der "Unschuldsengel" seine kindliche Unschuld verloren, aber er weiß: Die Suche nach der Wahrheit heißt auch, sie
auszuhalten.
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Fernsehfilm
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