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Zum 60. Geburtstag (25.11.) von Rosa von Praunheim
Einer der eigenwilligsten deutschen Filmemacher feiert seinen 60. Geburtstag (*25.11.). Rosa von Praunheim hat seit Ende der 60er Jahre mehr als 50 Dokumentar- und Spielfilme gedreht. Seine Filme verstießen immer wieder gegen bestehende gesellschaftliche Tabus, wurden oft als Provokationen empfunden. Spätestens mit seiner Filmdokumentation "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" (1970) wurde Praunheim einer der Wegbereiter der modernen Schwulenbewegung in Deutschland. In seinem Filmwerk finden sich auch eine ganze Reihe bemerkenswerter Frauenportraits. Zu ihnen zählt auch sein erfolgreichster Kinofilm: "Überleben in New York" (1989). Der Film erzählt von drei jungen Frauen, die aus dem kommen, was man "deutsche Provinz" nennt. Sie fliegen aus miefiger Langeweile, aus autoritären Elternhäusern in die große weite Welt - nach New York. Dort schlagen sie sich durch, nennen das "Selbstfindung" und "Bewährung im Dschungel der Großstadt". Claudia, die gemeinsam mit ihrem Freund nach New York gekommen ist, verliebt sich in eine Frau. Kurz vor den Dreharbeiten wird sie vom Freund ihres Nachbarn brutal vergewaltigt. Der Täter verlässt sie in dem Glauben, sie sei tot. Uli aus Schwaben lebt mit ihrem Freund Ronny zusammen, der im Drogenrausch seinen besten Freund in Notwehr erstochen hat. Anna finanziert ihr Psychologiestudium als Go-Go-Tänzerin in einer Striptease-Bar. Hier lernt sie einen Richter kennen, der ihr zuliebe seinen Beruf aufgibt und ihr eine Striptease-Bar kauft, wo sie - neben ihrem Job als Therapeutin in einer katholischen Schule - ab und zu auftritt. Der Film überzeugt durch seine sensible und präzise Erzählweise und eine hervorragende Kameraführung.
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Dokumentation
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