Tschaikowsky. Genie und Wahnsinn

... mit Richard Chamberlain als schwuler Komponist.

Der homosexuelle russische Komponist Peter Tschaikowsky stürzt sich in eine Ehe, die unglücklich endet. Als seine Gönnerin von Tschaikowskys Neigungen erfährt, lässt sie ihn fallen. - Richard Chamberlain und Glenda Jackson in Ken Russels eigenwilligem Komponisten-Porträt.

Der junge russische Komponist Peter Tschaikowsky führt zusammen mit seinem intimen Freund Graf Anton Schiluwsky ein ausschweifendes Leben. Als die exzentrische Antonina Milukowa ihn bei der Aufführung seines ersten Klavierkonzerts kennen lernt, verliebt sie sich heftig in ihn. Tschaikowsky ist fasziniert von ihr und heiratet sie, aber seine homosexuelle Veranlagung hindert ihn am Vollzug der Ehe. Beide belastet das schwer. Tschaikowsky trennt sich von seiner Frau, die psychisch mehr und mehr verfällt und in eine Anstalt kommt. Als seine reiche Gönnerin Madame von Meck über den eifersüchtigen Grafen Schiluwsky von der Homosexualität des Musikers erfährt, lässt sie ihn abrupt fallen. Tschaikowsky ist tief betroffen, bleibt aber schöpferisch tätig. Er krönt sein Lebenswerk mit der "Sinfonie Pathétique", die zu seinem Requiem wird; kurz nach ihrer Uraufführung im Herbst 1893 stirbt er wie seine Mutter an der Cholera.

Der britische Regie-Exzentriker Ken Russell ("Tommy", "Lisztomania", "Gothic") inszenierte das Porträt des manisch-depressiven Künstlers als ekstatisches Melodram. Romantisch-schöne Bildkompositionen wechseln ab mit beklemmenden Sequenzen voller greller Effekte.

Biographie
Komponisten-Porträt

GB 1970 

Original Titel: The Music Lovers
Regie: Ken Russel

Darsteller und Rollen:

Richard Chamberlain (Peter Tschaikowsky), Glenda Jackson (Antonia Milukowa), Christopher Gable (Graf Anton Schiluwsky), Max Adrian (Nicholas Rubenstein), Izabella Telezynska (Madame von Meck), Kenneth Colley (Modeste Tschaikowsky)

 

© 2000 Dieter Herchenbach