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... ist ein Frauenfilm, der aber außer Roadmovie-Qualitäten auch noch Brad Pitt in einer Nebenrolle zu bieten hat.
Die beiden Freundinnen Thelma und Louise wollen ihren lähmenden
Männerproblemen durch einen Trip in die Berge entfliehen. Doch als Louise einen
Vergewaltiger erschießt, werden die beiden zu gejagten Outlaws - und ihr
Ausflug wird zu einem Befreiungsschlag gegen Machismo und Männerherrschaft... Info: Tief im Südwesten der USA, wo Männer noch Machos sind, mitten im Marlboro-Country, da wo der Cowboy zu Hause ist - genau da lässt Regisseur Ridley Scott zwei Frauen rebellieren und sie mit den gleichen Mitteln zurückschlagen, wie es ihre männlichen Kollegen zu Pferde schon getan haben. Action-Feuerwerker Ridley Scott deutet die Muster des Westerns einfach um, denn auch bei 'Thelma und Louise' geht es wie im Westernfilm um Respekt, Ehre, Selbstbestimmung und den Traum von Freiheit. Den allerdings wollen sich hier zwei Frauen erfüllen und werden dabei zu Methoden genötigt, die eines 'Dirty Harry' würdig wären: Frauen, die Vergewaltiger erschießen und sich handfest gegen obszöne Gesten wehren; Frauen, die für sich den Traum von "Freiheit und Abenteuer" reklamieren, wie er bis dato nur kernigen Kerlen vorbehalten war. Einzig (und ausgerechnet!) Harvey Keitel als verfolgender Inspektor ahnt, dass es sich bei den weiblichen Desperados nicht um gewöhnliche Kriminelle handelt, sondern um Opfer, die zu Tätern geworden sind und sich nicht länger von den Prototypen machohaften Verhaltens herumschubsen lassen wollen. Das alles bewerkstelligt Ridley Scott in seiner Verfilmung des Romans von Callie Khourie ohne auch nur einen Hauch von wehleidiger "Frauenversteher"-Attitüde, sondern kraftvoll, frech, rasant, voller Spannung und trockenen Humors. Dabei deckt er die Traditionen des Road Movie auf: Die Landschaftsaufnahmen der Berge und Canyons Arizonas und Colorados lösen sich auf in Leuchtreklamen mittelamerikanischer Kleinstädte, der weite Horizont der Steppe verdichtet sich zu Wäldern aus Telegrafenmasten. Und die beiden Heldinnen werden zu Outlaws, zu Ausgestoßenen ihres Rollenklischees, die sich immer mehr von der 'Zivilisation' entfernen. Irgendwann erreichen sie einen Punkt, wo die unberührte Wildnis vor ihnen liegt und zum Synonym für einen neuen Anfang und ein neues Versprechen von einer besseren Welt wird. Und an diesem Punkt muss jeder Film zwangsläufig zu Ende gehen - so oder so Darsteller: Susan Sarandon (geb. 4.10.1946 in New York; 'Begierde', 'Die Hexen von Eastwick', 'Der Klient', 'Joe Goulds Geheimnis'). Geena Davis (geb. 21.1.1957 in Wareham, Massachusetts; 'Die Piratenbraut', 'Tödliche Weihnachten') ist demnächst in 'Stuart Little 2' zu sehen. Harvey Keitel (geb. 13.5.1939 in Brooklyn; 'Cop Land', 'Pulp Fiction', 'Das Piano', 'Bad Lieutenant') drehte unter der Regie von István Szabó in Berlin, Potsdam und Dresden das WKII-Drama 'Taking Sides', in dem er einen amerikanischen Major verkörpert. Zu seinen deutschen Kollegen zählten u.a. Moritz Bleibtreu, Hanns Zischler und Ulrich Tukur. Bereits ab 22. Februar 2001 kann man Keitel in der neuen Adam-Sandler-Komödie 'Little Nicky' als Satan erleben. Good news für alle Fans von Brad Pitt (geb. 18.12.1963 in Shawnee, Oklahoma): Nachdem er zuletzt in einer Minirolle in 'Being John Malkovich' zu sehen war, können wir uns nun auf eine ganze Reihe von Filmen mit dem schnuckeligen (wenn auch inzwischen verheirateten) Beau freuen: Am 22. März 2001 startet in Deutschland seine Krimikomödie 'Snatch - Schweine und Diamanten', in der ihn Madonnas neuer Ehemann Guy Ritchie als Boxer, den niemand versteht, in Szene setzte. Ab 9. August 2001 ist er dann an der Seite von Julia Roberts in der Action-Comedy 'The Mexican' zu genießen. Außerdem stehen auf dem Programm: 'The Spy Game' mit Robert Redford unter der Regie von Ridley Scotts Bruder Tony Scott, der neue Steven-Soderbergh-Film 'Ocean's Eleven' mit George Clooney sowie 'To The White Sea', ein neuer Kinostreich der Coen-Brüder, in dem Pitt einen Bomberschützen im Zweiten Weltkrieg mimt, der über Japan abgeschossen wird Regie: Ridley Scott ('Alien', 'Blade Runner', 'Gladiator') hat mit 'Hannibal' die Fortsetzung zum Kultfilm 'Das Schweigen der Lämmer' gedreht (Deutscher Kinostart am 15. Februar 2001). Sein neues Projekt 'Black Hawk Down' erzählt von 100 US-Elite-Soldaten, die in Mogadischu zwei hochrangige Militärs kidnappen sollen und dabei unter Beschuss der somalischen Armee geraten (mit Teenie-Schwarm Josh Hartnett und Tom Sizemore) "Eine mit viel Enthusiasmus für ihre Figuren durchsetzte Komödie, die das vertraute Klischee des Road Movies mit neuem Sinngehalt erfüllt. Das präzise Drehbuch wurde in einen gleichermaßen unterhaltenden wie systemkritischen Film umgesetzt" (film-dienst). "Scotts Inszenierung trifft durchweg den richtigen Ton zwischen verhaltenem Realismus und kühner Stilisierung ...erzählt von einer Reise durchs Land, die zum Trip ins Innere wird ..." (epd film). Einer der schönsten Filme der Saison ist Ridley Scott gelungen: ein ergreifendes, dramatisches Road Movie voller komischer Momente... (tz). "Mit entwaffnendem Charme (und) zwei prachtvollen Schauspielerinnen, denen unsere ganzen Sympathien gehören..." (Die Welt) 1991 Oscar (Bestes Drehbuch). 1991 Golden Globe (Bestes Drehbuch)
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Road Movie |
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Louise Susan Sarandon |
© 2000 Dieter Herchenbach