Tatort Manila - Was der Krimi am Sonntag nicht erzählt

Doku zum "Tatort Manila"

"Ich habe meinen Peinigern vergeben", sagt die 15jährige Marylin. Sie lebt auf den Philippinen, in Manila, und was sie erlebt hat, scheint unvorstellbar: Vor zwei Jahren entführte eine Kindersexmafia sie nach Deutschland und zwang sie zur Prostitution. Das Kölner "Tatort"-Team verfilmte die Geschichte des Straßenmädchens im vergangenen Jahr an Originalschauplätzen.
Die Filmemacher Rita Erben und Wolfgang Luck begleiteten das Krimi-Team, sie interessierte der Tatort hinter dem "Tatort", und sie schalteten die Kamera ein, wo Regisseur Niki Stein sie ausschaltete: Sie treffen den 15jährigen Platoon, der über seine Vergewaltigung durch ausländische Touristen erzählt und Angst hat, man könne ihn erkennen und umbringen. Und sie begegnen auch Marylin, die nur noch eines will: Gerechtigkeit und Strafe für die brutalen Täter, und dabei große Hoffnung in die deutsche Justiz setzt.
"Tatort Manila" zeigt die wahre Geschichte der philippinischen Straßenkinder, und er fragt danach, wie die "Tatort"-Crew mit dem Elend um sie herum umgeht, wenn die Kameras ausgeschaltet werden.

 

 

© 2000 Dieter Herchenbach