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Regie: Knud Vesterskov
Dänemark, 1996; 59 Min.
Zwei Männer, nicht ganz einig. Ansonsten: eine phantastisch-erotische Nummernrevue. Grande dame im Scheinwerferlicht. Balztanz im Schaumbad. Ringtausch vorm Traualtar. Das vorletzte Gefecht auf dem Doppelbett - mit Florett und Telefonsprecher. Eine Sturmflut von Bildern und Szenen, mehrfache Überblendungen, gebändigt, gemessen an früheren Werken, im Schnitt. Der ultimative Videoclip, die dänische Antwort auf Mayburys Remembrance of things fast, eine neue Dimension des assoziativ-narrativen Films. Die
"Gestohlenen Blicke" sind das genaue Gegenstück zum wüsten Rom: Reizüberflutung begegnet dem Reizentzug, Bilder ohne Worte antworten Worten ohne Bilder. Beides versetzt in Trance. Knud Vesterskov beweist: Kopenhagen, unvergeßlicher Gastgeber des letztjährigen
Europride, übernimmt nicht nur politisch die Führung. 1916 schuf der Schwede Mauritz Stiller mit Vingarne den ersten schwulen Film der Welt. Achtzig Jahre später schenkt uns die schwule Metropole Skandinaviens eine kraftstrotzende Zukunftsvision. Trendies, auf nach Dänemark!
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