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Österreich zur Zeit der k.u.k. Doppelmonarchie. Der aufstrebende junge
Hauptmann Angelis tritt in den Dienst von Oberst Redl, dem Chef der
österreichischen Spionageabwehr. Angelis’ Aufgabe ist es, einen Verräter
ausfindig zu machen, der möglicherweise in den innersten Reihen der
Führungselite sitzt. Um dem Spion auf die Schliche zu kommen, schlägt Angelis
vor, das Postgeheimnis aufzuheben. Als Redl diesen Vorschlag zurückweist,
besorgt sich Angelis heimlich das Dienstsiegel seines Vorgesetzten und arbeitet
mit einer fingierten Vollmacht auf eigene Faust. Im Wiener Hauptpostamt stößt
er auf eine Reihe postlagernder Briefe, die alle aus Russland stammen und hohe
Geldsummen enthalten. Angelis beschließt, dem Unbekannten, der die Briefe
regelmäßig abholt, eine Falle zu stellen. Noch ahnt er nicht, dass sein
eigener Vorgesetzter der Empfänger der Geldsendungen ist. Redl ist zwar
Offizier, aber nicht vermögend genug, um sich seinen kostspieligen Lebenswandel
zu finanzieren. Er unterhält eine homophile Beziehung zu dem jungen Leutnant
von Baumgarten, der ihn erpresst.
Als Redl bemerkt, dass Angelis ihm auf der
Spur ist, versucht er, den Verdacht von sich abzulenken, indem er den jungen
Hauptmann als den lange gesuchten Spion präsentiert. Doch da schnappt Angelis‘
Falle zu, und Redl wird als der eigentliche Verräter entlarvt.
Der spannende Agentenfilm „Spionage“ erzählt die authentische Geschichte
eines hohen österreichischen Offiziers, der 1913 der Spionage überführt wurde
und danach Selbstmord beging. Der Film rekonstruiert die historischen und
psychologischen Hintergründe des Geschehens. 1984 wurde der Stoff mit Klaus
Maria Brandauer in der Titelrolle als "Oberst
Redl" erneut verfilmt.
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