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Selten hat ein „schwuler“ Film in Deutschland schon im Vorfeld seiner Kinoaufführung so viel Publicity bekommen wie dieser. Aber das ist auch gut so. Sommersturm erzählt die Geschichte von Tobi (Robert Stadlober
aus
„Crazy“), einem 17-Jährigen, der
eine ganz dicke Freundschaft zu Achim pflegt,
die auch gemeinsames Wichsen mit einschließt. Außerdem ist er mit ihm in einer
oberbayrischen Rudermannschaft. Betonung auf „Mann“schaft. Und eben diese Mannen
nehmen an einem Sommercamp mit anschließender Regatta teil, zu dem
überraschend ein weiterer Ruderclub auftaucht (nein, es sind keine
U-Boot-Fahrer...): Die Truppe nennt sich "QueerSchlag". Wie der geneigte homophile Leser vielleicht schon
erahnen wird... Bei den QueerSchlägern handelt es sich um Schwule! Und
die mischen die Heteros ganz schön auf. „Geh'n wir Heten kneten gehen“
sag‘ ich nur. Das muss Tobi schmerzvoll erkennen. Aber zum Glück gibt es ja noch die
QueerSchläger... ;-) Neugierig geworden? Ein Film über Coming Out, Vorurteile und Klischees, die erste Liebe, Beziehungen, Freundschaft und Unwetter. Aber trotzdem eine vergnügliche Komödie, leichtfüßig inszeniert mit überzeugenden Darstellern. Allen voran Robert Stadlober, der die emotionalen Höhen und Tiefen der Hauptfigur "Tobi" auf die überzeugenst mögliche Weise darstellt. Die Bildersprache des Films überwältigend. Traumhaft schöne Landschaften; Naturlandschaften wie auch Körperlandschaften. Detailverliebte Großaufnahmen und eine Symbolik, die immer wieder in den Vordergrund rückt. Sommersturm gewann den Münchner Filmfest-Publikumspreis. Die Auszeichnung war im Jahr 2004 vom Radiosender Bayern 3 erstmals vergeben worden. Per Stimmkarte konnten die Kinobesucher ihr Votum abgeben. Der Film ist ein absolutes "Muss" für jede schwulen Filmsammlung. Hinter der Sonderausstattung verbergen sich: - Eine Doku "Hinter den Kulissen", die sehr interessante Einblicke in die Dreharbeiten, die beileibe nicht alle im Hochsommer stattgefunden haben, geben. - Eine Fotogalerie mit Filmbildern und Schnappschüssen. - Texttafeln der Biografien aller Haupt- und wichtiger Nebendarsteller und des Regisseurs. - Musik-Clips von Nova International und Rosenstolz, darüber auch noch ein "Making of" und Interview mit der Gruppe. - Den originalen Kino-Trailer und diverse TV-Spots. - Die obligatorischen "nicht verwendeten Szenen", die Herr-der-Ringe-Regisseur Peter Jackson allerdings in eine "Special Extended DVD Edition" integriert hätte. ;-) - Auch - sehr lustig - eine Ansammlung verpatzter Szenen. - Und ganz besonders hervorzuheben: Die Audio-Kommentare von Kreuzpaintner & Stadlober, die besonders bei den "nicht verwendeten Szenen" erhellend wirken. Man kann den ganzen Film auch mit zugeschaltetem Audio-Kommentar ansehen. Das ergibt einen nochmaligen Hochgenuss, denn Kreuzpaintner & Stadlober outen sich hier mehrfach jeder auf seine Weise und geben höchst interessante Details vom Dreh und aus ihrem Leben preis. Das Vergnügen will ich Euch hier nicht nehmen und werde also nichts darüber verraten ;-) OK, ich bin schwach... Also verrate ich Euch, dass Robert Stadlober wirklich nicht hetero ist und bei einer der Sex-Szenen mit Marlon Kittel wollte, dass man seinen Schwanz sieht... Der Kauf der DVD ist also eine sichere Sache! Kaufen als DVD bei Amazon Der Soundtrack ist übrigens auch Spitzenklasse: Kaufen als CD bei Amazon |
Drama / Komödie Deutschland 2004 Regie: Marco Kreuzpaintner Drehbuch: Thomas Bahmann, Marco Kreuzpaintner |
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Darsteller & Rollen Robert Stadlober .... Tobi |