|
|
Ein Film des schwulen Regisseurs John Waters; hier leider ohne seine Lieblingsdarstellerin Divine. Beverly Sutphin (Kathleen Turner) scheint in ihrem amerikanischen Vorstadtleben die vollkommene Harmonie gefunden zu haben. Sie schickt ihren Mann Eugene (Sam Waterston) mit einem Lächeln zur Arbeit und hat immer ein offenes Ohr für ihre Teenager-Tochter Misty (Ricki Lake) und ihren Sohn Chip (Matthew Lillard). Doch als Chips Mathematiklehrer Boris Stubbins (John Badila) der überkorrekten Bilderbuchmutter Defizite in ihrer Erziehung vorhält, weil der Sohn sich für Horrorfilme interessiert, wird Beverly zur Furie und bringt den Lehrer um. Damit scheint der Damm gebrochen. Ihr nächstes Opfer ist der Teenager Carl (Lonnie Horsey), der es wagte, ihre Tochter zu versetzen. Besonders ärgerlich wird Beverly, als sie mitansehen muss, dass ihre Nachbarin Dottie Hinkle (Mink Stole) den Müll nicht trennt. Detektiv Pike (Scott Wesley Morgan) und Detektiv Gracey (Walt MacPherson) kommen der mordenden Mama auf die Spur und lassen sie verhaften. Vor Gericht verteidigt Beverly sich selbst. Als "Serial Mom" hat sie inzwischen einige Berühmtheit erlangt und kann die Sympathien der Öffentlichkeit für sich gewinnen. Nach ihrem Freispruch sucht sie sich noch auf dem Weg aus dem Gerichtsaal ihr nächstes Opfer. Kultregisseur John Waters ("Hairspray", "Pink Flamingos") nimmt in seiner schwarzen Komödie "Serial Mom - Warum lässt Mama das Morden nicht?" die Spießigkeit des amerikanischen Familien- und Vorstadtidylls ebenso aufs Korn wie den modischen Medienwahn um pathologische Killer. In der Titelrolle der mordenden Mama liefert Kathleen Turner ("Der Rosenkrieg") eine komödiantische Leistung.
|
Spielfilm Regie: John Waters
|
|
|
|
Rollen und Darsteller: |
© 2000 Dieter Herchenbach