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Beim Kampf um das Kirchenasyl wird Georg nur von dem frechen Knirps Oliver und dem verklemmten schwulen Maybach unterstützt.
Wem darf man heute noch glauben? Selbst ein Fachmann für Glaubensfragen ist
gegen Irrtümer nicht gefeit. Der evangelische Knast-Pastor Georg Färber
verbirgt hinter seiner rauen Schale ein weiches Herz, das ihn anfällig macht
für Leichtgläubigkeit. Die wird umgehend bestraft: 'Glauben ist gut, Kontrolle
ist besser', wirft ihm der Probst vor, als Färber ein frisch getrautes
Bankräuberpaar entkommen lässt. Weil er noch dazu bereit war, 'aus dem
Gotteshaus ein Freudenhaus zu machen', wird Färber strafversetzt - ins
multikulturelle Hamburger Schanzenviertel.
Dort kämpft eine kleine Gemeinde im Durchschnittsalter von 70 Jahren verbittert
gegen den Untergang, gegen schwindende Mitgliederzahlen und den Gebetsruf des
Muezzins. An ihrer Spitze: Pfarrer Reinhardt, ein Asket, und Kirchenvorstand
Konzen, ein Rassist. Färber nutzt seine letzte Chance: Mit Witz und
Begeisterung bringt der Pastor im Trucker-Outfit Schwung ins Gemeindeleben und
neue Gesichter in die Kirche, wie den kleinen Autoknacker Oliver. Der
schwule Kantor Maybach blüht zusehends auf, und
selbst die Lehrerin Uta Blumenthal lässt sich von dem feurigen Pfarrer
entflammen.
Doch kurze Zeit nach dem vielversprechenden Anfang wird Georgs Glaube auf eine
harte Probe gestellt. Die schöne Nigerianerin Mambele klopft nachts an die
Kirchentür und bittet um Asyl. Soll Georg ihr glauben, dass sie Zeugin eines
Massakers an Oppositionellen war? Dass es einem Todesurteil gleichkäme, würde
man sie abschieben? Georg sträubt sich zuerst, doch der Charme Mambeles ist
unwiderstehlich, und bald hält sie Einzug in die Kirche und in Georgs Leben.
Der Kirchenvorstand ist empört, unterstellt ihm eine heimliche Liebesbeziehung
zu Mambele und intrigiert gegen ihn. Auch wenn Georg es nicht wahrhaben will -
er hat sich in Mambele verbliebt, aber kann er ihr vertrauen?
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Deutschland 1998
Regie: Hans-Erich Viet
Drehbuch: Georg Heinzen
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