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Michael Stocks Film "Prinz in Hölleland" um den schwulen Junkie Jockel hatte bei seiner Kinoauswertung 1993 mehr als 60.000 Zuschauer, lief auf den wichtigsten Filmfestivals der Welt und wurde mit Publikumspreisen ausgezeichnet. Trotzdem hat es zehn Jahre gedauert bis dieses Werk zum ersten Mal fürs Heimkino erhältlich ist. In diesem "Märchen aus Hölleland" begehrt der Prinz nicht
eine Prinzessin, sondern den Müllersburschen. Zwei Figuren aus einem Kasperletheater,
mit dem Firlefanz von der Wagenburg die Junkies am Kottbuser Tor in
Berlin unterhält. Die Handpuppengeschichte liefert den Rahmen für den
Film. In der Haupthandlungsebene liegen den beiden Figuren der Jockel
(Jochen) und der Stefan zu Grunde. Zwei schwule Jungs, die zusammen in
der Wagenburg leben und anfangs noch ein Liebespaar sind. Aber sie
entfernen sich im Laufe der Geschichte voneinander. Micha, ein schweizer
Freund der Beiden ist auch noch mit von der Partie und so liefern viel
schwuler Sex und jugendliche, wohlgeformte Körper eine Menge Hingucker.
Schließlich verlieren sich Jockel und Stefan in einem Rausch von Sex, Drogen,
Gewalt und Eifersucht. Gut einfangen ist das langsame Abgleiten der Hauptfiguren in den Drogensumpf. Alles fängt so harmlos an mit ein wenig Kiffen hier und da, dann Schnupfen von Koks und schließlich die Nadel mit H. Das vermeintliche Idyll der Wagenburgler wandelt sich langsam aber unaufhaltsam zum titelgebenden Hölleland. Schauspielerisch wissen die Akteure in dem schwierigen Milieu zu überzeugen. Ob der drastischen Bilder nichts für schwache Nerven; aber den Nerv getroffen. Erhältlich als VHS und DVD, die dann mit diversen Untertiteln im Internetshop des Verlages. |
Drama Buch: Michael Stock, Stefan Laarmann, Wolfram Haack Regie: Michael Stock |
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Darsteller und Rollen: Wolfram Haack ... Firlefanz
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