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Alfred Redl, Sohn eines armen Eisenbahners, wird dank seiner Intelligenz und seines Fleißes in die Militärschule der österreichisch-ungarischen Monarchie aufgenommen. Er befreundet sich mit Baron Christoph von Kubinyi. Die Wochen, die er bei der Familie seines Kameraden verbringt, sein Schwärmen für Christoph und dessen Schwester Katalin, wecken in ihm den Wunsch, ihnen eines Tages ähnlich zu sein. Die Offizierslaufbahn ist der einzige Weg, auf dem der karrieresüchtige Redl diesem Wunsch trotz seiner Herkunft näher kommen kann. Jahre später, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, dient er als Hauptmann unter Oberst von Roden, der ihn mit väterlicher Zuneigung unterstützt. In Wien trifft Redl Katalin wieder, die zu seiner Geliebten wird. Sie ist die einzige, der er zu gestehen wagt, daß er für ihren Bruder mehr als nur Freundschaft empfindet. Redl wird als Major nach Galizien versetzt. Dort warten alle darauf, daß das aus so vielen Nationen bestehende Kaiserreich zerfällt. Dem kaisertreuen Redl bietet sich eine einmalige Chance. Ohne Rücksicht auf seinen Freund Christoph räumt er auf. Damit macht er sich bei seinen Offizierskameraden nur noch unbeliebter. Da läßt der inzwischen in den Generalstab aufgestiegene von Roden ihn nach Wien rufen. Redl, jetzt Oberstleutnant, wird mit dem Aufbau des militärischen Abwehr- und Spionagedienstes beauftragt. Sein Traum ist Wirklichkeit geworden: Er wird von ganz Wien respektvoll empfangen und findet Zugang zu den besten Kreisen. Doch in seinem Übereifer kommt er bald den Plänen des Thronfolgers Franz Ferdinand in die Quere, der ihn zu sich kommen läßt. Redl soll einen Hochverratsprozeß arrangieren, damit die zerbröckelnde Armee des Vielvölkerreiches aufgerüttelt und wieder diszipliniert wird. Redl arbeitet wie ein Besessener und sucht einen geeigneten Schuldigen. Seine verborgene Schwäche, die Homosexualität, wird ihm schließlich zum Verhängnis. |
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Klaus Maria Brandauer (Alfred Redl), |
© 2000 Dieter Herchenbach