Nie im Leben

Im kalten Wien kreuzen sich die Lebenswege dreier "Loser", die nicht mehr voneinander loskommen.

Ein sentimentaler Selbstmordkandidat, ein Barbesitzer in der Maske eines Panzerknackers und ein "good bad girl" aus Jugoslawien treffen in einer kalten Nacht in Wien, zur Zeit des Opernballs, aufeinander. In der Oper tanzen die Schönen und Reichen zu "Wiener Blut", in den umliegenden Straßen fließt es tatsächlich: Polizei und Demonstranten liefern sich die alljährliche Schlacht.

Dem verlassenen deutschen Ehemann fehlt das Talent zum Selbstmord, den jungen Barbesitzer haben seine Schulden zum Bankräuber gemacht, Mimi, die schöne Fremde aus Jugoslawin, verwechselt so lange Liebe und Geld, bis ihre Rechnung stimmt. Das sympathisch-verrückte Loser-Trio kommt nicht mehr voneinander los, und es geht ihnen dabei stets um Existentielles wie Liebe, Geld, Tod.

*Die tiefschwarze Komödie aus Wien, das Regiedebüt des österreichischen Schauspielers Helmut Berger, wurde 1991 mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet und für den Bundesfilmpreis nominiert.

"Es sind ja z.B. schon manche Versuche bei uns unternommen worden, nach Fassbinder noch oder wieder ‚schwarze Komödien' zu machen. Nur: So etwas wie Helmut Bergers ‚Nie im Leben' mit Anna Dobra, dem von der Schauspielerei kommenden Regisseur und dem endlich wieder zu sehenden, hinreißenden Hans Peter Hallwachs ist keinem bei uns bisher gelungen: weder visuell noch erzählerisch. Bergers Visionen und komödiantische Turbulenzen im Labyrinth der ‚ruhigsten und sichersten Hauptstadt Europas' kombinieren sprühende Phantasie mit absurd-komischem Zugriff auf die Realität." (Frankfurter Rundschau)*

 

 

Drama Deutschland/Österreich 1990

Buch und Regie: Helmut Berger

(ca. 85 Minuten)

Mimi Anica Dobra
Scheiner Hans Peter Hallwachs
Minski Helmut Berger
Bankdirektor Wolfgang Böck
Wirt Rainer Spechtl
Anna Andrea Eckert
Franz Walter Richard Pliessnig
Pfadfinder Florian Wolf, Michi Pietschmann
Reicher Sohn Michel Keller
Fernsehsprecherin Birgit Schmyral
Hausmeisterin Josefine Lakatha
Karli Robert Reitenbacher
                                                           

 

 

© 2001 Dieter Herchenbach