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Transsexuelle in Pakistan
Film von Hajo Bergmann
Redaktion: Werner Grave
Sie tragen Frauenkleider, sind grell geschminkt und provozieren mit obszönen Gesten. Nach dem orientalischen Meister-Schüler-Prinzip leben sie in kleinen Wohngemeinschaften zusammen, die rund 10.000 Transvestiten Pakistans. Sie bilden eine besondere geschlossene Gruppe in diesem islamischen Land, Außenseiter und doch mit einer gesellschaftlich akzeptierten Rolle. „Khusras“ werden sie genannt, was soviel bedeutet wie „lustig sein“ oder „lustig machen“. Sie tanzen und singen bei Hochzeiten und Geboten und treten auch bei Festen zu Ehren berühmter heiliger Männer auf. Daß sie auch von der Prostitution leben, ist ein offenes Geheimnis in Pakistan. Sich selbst betrachten sie als überzeugte Moslems. Sie beten, gehen auf Pilgerreise, besuchen Schreine und Moscheen und spenden für die Armen.
Der Film erzählt die Geschichte von Husseina, einer älteren traditionell lebenden Khusra, die mit ihren Schülern in Lahore lebt. Die zweite Hauptperson ist die 16jährige Saana, die ihre Familie auf dem Land wegen ihrer Veranlagung verlassen hat und in Lahore Anschluß sucht. Sie kennt die Regeln des „Milieus“ noch nicht und fällt unter die „sexy dancers“, die davon leben, sich mit obszönen Tänzen den Männern zur Schau zu stellen. Saana sucht Hilfe bei der „Urgroßmutter“ der Szene, einer 90jährigen Khusra, die schon viermal in Mekka war. Im Hause von Husseina tritt eine Khusraversammlung zusammen, und das „Milieu“ regelt den Fall auf seine Weise.
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