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Ein Gespräch mit Rosa von Praunheim zum 60. Geburtstag Er liebt Männer und alte Frauen, das Theater und das Leben: Rosa von Praunheim. Das Enfant terrible der Kulturszene, der schwule Störenfried der letzten drei Jahrzehnte, wird 60 Jahre alt - Anlass, sich zu erinnern: an sein Leben, seine Lieben, seine Leidenschaften und sein kämpferisches politisches Engagement für die Schwulenbewegung. Im Gespräch mit Esther Schapira geht es um einen persönlichen wie auch politischen Rückblick: um Rosa von Praunheims eigenes Coming Out und sein Outing anderer prominenter Homosexueller ohne deren Einverständnis, um seine Trauer, um durch Aids gestorbene Freunde und seine Kampagne für Safer Sex, seine Fürsorge für seine über neunzigjährige Mutter und seinen eigenen Umgang mit dem Alter. Im Anschluss an das Gespräch zeigt der Hessische Rundfunk noch einmal seinen ersten großen Filmerfolg, den programmatisch-kämpferischen Schwulenfilm "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt", der 1972 einen enormen Wirbel verursacht hat, unter den Schwulen selbst und im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, weil es gewagt hat, ihn zu senden: nach einer gewaltigen internen Diskussion und nicht ohne eine Studiodiskussion, wie sie bei gesellschaftlich relevanten Programmanlässen damals üblich war - und die das hessen fernsehen ebenfalls wiederholt. |
Talk Portrait |
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