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Bei Torwart Ecki läuft’s gerade nicht so rund:
1. hat er seiner
Fußballmannschaft den Aufstieg verpatzt
2. ist er hochkantig aus
dem Team geflogen
3. hat er seiner Truppe eine gepfefferte Revanche
versprochen - mit einer Mannschaft, die er 4. noch gar nicht hat
5. soll das Ganze schon in vier Wochen mit viel Tamtam in seinem
münsterländischen Heimatdorf stattfinden. Und dann gibt es
6.
noch eine Kleinigkeit: Weil Ecki gerade erkannt hat, dass er schwul ist,
will er bei diesem Termin beweisen, dass Schwule genauso gut Fußball
spielen wie Heteros.
Jetzt muss er nur noch zehn Mitspieler finden. Nichts
leichter als das in einer Fußballstadt wie Dortmund... oder?
Nachdem er sich Verstärkung durch seine Schwester geholt hat, geht es auf
die Suche. Erst ziemlich erfolglos, doch schließlich nimmt die Mannschaft
langsam Gestalt an. Eine Ansammlung aller Klischee-Schwuppen, die einem
einfallen können. Von der Lederkerlen, die in einer Dreierbeziehung leben
über den ungeouteten Fußballfan, bis hin zu einer effeminierten
Türken-Tucke. OK, noch mehr Details? Dann wären noch die Lesbe im
Körper eines Mannes zu erwähnen und die Krönung ist vielleicht die Hete,
die vorgibt schwul zu sein, weil sie unbedingt Fußball spielen
will.
Man könnte meinen, die Regisseurin schreckt vor Nichts zurück.
Stimmt. Auch nicht davor, die Heteros mit genau so starken, richtigen und
ebenso falschen Klischees zu überzeichnen. Den mit der Homosexualität
seines Sohnes überforderten Vater, die verständnisvolle Mutter, die
strunzdoofen Fußballer, die engstirnigen Dorfbewohner. Angesichts dieser
Ansammlung von Stereotypen ist schon 'mal Sitcom-Niveau garantiert.
Doch der Film schafft es noch weiter. Dank einer sehr romantischen, über
einen Dornenweg gehenden, Liebesgeschichte zwischen Ecki und dem Traummann
Sven (Zivi im Krankenhaus, in dem Eckis Schwester arbeitet); dank der
brillanten schauspielerischen Leistung auch in den Nebenrollen (z.B. Mariele
Millowitsch ganz ruhig und pointiert); dank einer innovativen
Kameraführung; dank der guten Absicht, die überall durchschimmert.
Kritisieren kann man eine gewisse "Vorhersehbarkeit"; aber
schließlich sollen die "Guten" doch siegen, oder?
Eine glatte, unterhaltende Komödie mit Schmunzlern und
Schenkelklopfern über "Männer wie wir".
DVD-VÖ
09.06.2005
(kaufen bei Amazon)
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 1.85:1
Produktion: 2004
DVD Features:
- Zusätzliche Szenen
- Audio-Kommentar zu ausgewählten Filmszenen von Regisseurin Sherry Hormann, Autor Benedikt Gollhardt und Hauptdarsteller Maximilian Brückner
- Making of
- Teamfilm
- Kinotrailer
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Komödie
Deutschland 2004
Regie: Sherry Horman
Drehbuch: Benedikt Gollhardt
DVD-VÖ
09.06.2005
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