Ludwig II.

Helmut Berger spielt König Ludwig II. unter der Regie seines Lebensgefährten Lucchino Visconti und außerdem mit Romy Schneider in der Rolle der "Sissi".


Inhalt
Erst 19jährig besteigt Bayerns Märchenkönig, Ludwig II, den Thron. Sein Interesse gilt aber weniger der Diplomatie als den schönen Künsten. Er wird zum großzügigen Förderer von Künstlern und Musikern, allen voran Richard Wagner. Aber wie sooft in seinem Leben, erhält er nicht den erhofften Dank für seine Zuwendungen. Verbittert zieht er sich zurück und kümmert sich immer weniger um die Regierungsgeschäfte. Unsummen verschlingen die 
Bauvorhaben seiner Traumschlösser. Schließlich wird er aufgrund seiner „Verschwendungssucht“ für geisteskrank erklärt. Nur bei seiner Cousine Elisabeth von Österreich findet er eine Seelenverwandte, die zu ihm hält. Ludwig II. führt ein Leben ausserhalb aller Normen. Sein Tod ist und bleibt ein Mysterium. 
Bildgewaltig und mit fulminanter Ausstattung beschwört Meisterregisseur Luchino Visconti die rauschhafte Ästhetik des 19. Jahrhunderts. Der großartige Helmut Berger stellt den exzentrischen König als sensiblen, angsterfüllten Menschen dar. Romy Schneider begeistert als kluge, selbstbewußte Sisi. 


Technische Daten DVD
Ton & Bild Mono / 1:2,35; 16:9
Sprachfassung Italienisch u. Deutsch
Untertitel Deutsch (ausblendbar)
Extras Filmdokumentation Luchino Visconti 
Regie: Carlo Lizzani, Italien 1999, ca. 60 Min. 
Biographischer Rückblick auf Viscontis Leben, auf die Orte seiner Kindheit (Palazzo Visconti, Mailand), Villa Erba in Cernobbio, Castello Grazzano Visconti in Picenza), die Orte seines Wirkens als Regisseur (Mailänder Scala, Teatro Eliseo) sowie Schauplätze seiner Filme (Neuschwanstein, Venedig) vorkommen. Interviews mit Visconti selbst, seinen Mitarbeitern und Schauspielern wie Marcello Mastroianni, Burt Lancaster, Claudia Cardinale, Alain Delon. Der Film wurde 1999 auf dem Filmfestival in Venedig gezeigt. (italienisch mit dt. UT),

Luchino Visconti (Regie/Drehbuch) über seinen Film
„Ich war immer schon von außergewöhnlichen Persönlichkeiten fasziniert“, sagt Visconti, „ich hatte immer schon ein großes Interesse für die deutsche Literatur und Geschichte. Dies wird mein dritter Film, der Deutschland betrifft, sein – nach „Die Verdammten“ und „Tod in Venedig“
“Als ich „Die Verdammten“ vorbereitete“, sagt Luchino Visconti, „habe ich die Idee gehabt, einen Film über Ludwig II. von Bayern zu machen. Zu dieser Zeit suchte ich ein Schloß in Bayern und stieß auf eine merkwürdige theatralische Atmosphäre, in der diese außergewöhnliche Persönlichkeit lebte und regierte. Ludwig II. faszinierte mich. Er hatte die außergewöhnliche Fähigkeit, außerhalb der Wirklichkeit zu leben und eine ebenso außergewöhnliche Unfähigkeit, sich in der Wirklichkeit zurechtzufinden, so wie seine Cousine Elisabeth von Österreich, mit der ihn eine wirkliche Wahlverwandtschaft 
verband. Er ist der letzte absolute Herrscher, aber er wollte lieber mit Künstlern als mit der Politik regieren. Er war ein moderner Staatsmann, der nichts von Kriegen wissen wollte.“

 

Drama, 247 Min., Deutschland/Italien 1972, FSK 12
R: Luchino Visconti D: Helmut Berger, Romy Schneider, Trevor Howard
Originaltitel: Ludwig

Crew
Regie Luchino Visconti
Drehbuch Luchino Visconti, Enrico Medioli, Suco Cecchi d’Amico
Kamera Nino Cristiani, Guiseppe Berardini, Frederico del Zoppo
Produzent Ugo Santalucia

 

Darsteller
Helmut Berger
Romy Schneider
Trevor Howard
Silvana Mangano
Gert Fröbe
Helmut Griem

 

© 2000 Dieter Herchenbach