Lilies

Nummer Zwei des Kanadiers Greyson (siehe: „Uncut“) erzählt eine Geschichte aus dem Jahre ’52, in welcher der Sträfling Doucet dem Bischof Bilodeau von seiner schwulen Liebe vor 40 Jahren zu einem anderen Jungen beichtet. Voller Entsetzen erkennt sich der Bischof darin wieder. Als der eifersüchtige Dritte im Bunde. Aus Eifersucht beging der Bischof weiland das Verbrechen, für das Doucet nun einsitzt. 

Handwerklich sauber gemacht entführt uns der Film aus der Gefängnis-Kapelle in eine Kleinstadt Kanadas 40 Jahre früher. Faszinierend, wie es gelingt, die Geschichte - für den Bischof von Sträflingen im Gefängnis als kleines Theaterstück inszeniert - per Überblendung in die Szenerie der Stadt zu übertragen. Dabei behalten die Schauspieler ihre Rollen! Also werden sämtliche Frauenrollen werden von Männern dargestellt. Doch das fällt überhaupt nicht negativ auf. Nur die Kostüme und Requisiten werden "realer". Die Filmmusik besteht aus Gregorianischen Melismen.

 

© 2000 Dieter Herchenbach