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Film von Manfred Uhlig und Hanns-Bruno Kammertöns
Redaktion: Werner Grave
Er ließ sich gern Baron nennen oder auch „der letzte Krupp“. Arndt von Bohlen und Halbach war der letzte Sproß einer Familiendynastie, die wie kaum eine andere die Industriegeschichte Deutschlands geprägt hat. Der Name Krupp steht für Stahl, Waffen und Zwangsarbeiter, aber auch für Wirtschaftswunder und Wiederaufstieg nach dem Zweiten Weltkrieg.
Arndt von Bohlen und Halbach hat die Verantwortung für das Kruppsche Imperium nie getragen und litt doch unter der Bürde dieses Namens. 1966 verzichtete er auf das Erbe des Familienunternehmens - rund dreieinhalb Milliarden Mark war sein Erbteil damals wert - und ließ sich durch eine jährliche Rente von zwei Millionen Mark abfinden. Er machte Schlagzeilen durch seine Heirat mit Henriette von Auersperg und erregte Aufsehen als homosexueller Playboy und exzentrischer Partylöwe. Als Arndt von Bohlen und Halbach im Alter von 48 Jahren an Krebs starb, war er allein und nahezu mittellos.
Hanns-Bruno Kammertöns, der ein Buch über den letzten Krupp geschrieben hat, und der Filmemacher Manfred Uhlig haben das Leben Arndt von Bohlen und Halbachs recherchiert. Zum ersten Mal geben dabei die Witwe und der Lebensgefährte, Bedienstete und Freunde offen Auskunft über sein abgründiges Leben und gewähren Einblick in private Fotos, Filme, Tagebücher und Skizzen. Die Spurensuche führt nach Palm Beach in Florida, Marrakesch und Blühnbach in Österreich, wo Arndt von Bohlen und Halbach Anwesen besaß.
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