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Mehr als nur ein Episodenfilm.
Aber als ein solcher kommt der mit Starbesetzung ausgestattete Streifen
erst einmal daher. Die Hauptakteure der einzelnen Geschichten werden dem Zuschauer
mit Vornamen vorgestellt und nehmen ihn mit in ihre eigene, kleine Welt. Alle
verbindet eine Gemeinsamkeit; mindestens eine. Und zwar sind sie alle auf
die eine oder andere Weise mit ihrem Leben und/oder ihrem Liebesleben
beschäftigt. Und das gestaltet sich durchweg gelinde gesagt
"ungewöhnlich". Da wäre zum Beispiel Keenan
(dargestellt vom Schmachtfetzen Ryan Phillippe), der in einer Disco
von einem Mädchen (Joan) angemacht wird und ihr verzweifelt klarzumachen
versucht, dass er ihr nicht zu nahe kommen will. Doch sie bleibt
hartnäckig am Ball.
Das ältere Ehepaar Paul und Hannah findet heraus, dass es noch eine andere
Frau in seinem Leben gab.
Hugh treibt sich mit haarsträubenden "Lebensbeichten" durchs
Nachtleben und versucht auch einen ausgewachsenen Transvestiten zu beeindrucken.
Und Mark lässt mit seiner Mutter ihr beider Leben Revue passieren als er
an den Folgen von AIDS im Sterben liegt. Sein schwules Sein wird erst
jetzt zum Thema. Und langsam aber sicher laufen die Handlungsfäden
zusammen; wir erkennen die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen
Personen, Geschichten und Leben.
Starker Ensemble-Film mit Angelina Jolie, Sean Connery und Gena Rowlands: Elf Personen unterschiedlichen Alters sind in Los Angeles auf der Suche nach der wahren Liebe.
Elf Personen in fünf parallelen Beziehungsgeschichten: Mal tragisch, mal witzig zeigt Willard Carroll Liebe und Einsamkeit in der
Großstadt L.A. Der unterhaltsame Ensemble-Film "Leben und Lieben in L.A." vereint
Schauspielgrößen wie Sean Connery, Gena Rowlands und Ellen Burstyn mit Jungstars wie Angelina
Jolie, Ryan Phillippe oder Gillian Anderson.
Paul (Sean Connery) und Hannah (Gena Rowlands) erleben an ihrem 40. Hochzeitstag ihre
größte Krise: Durch einen Zufall erfährt Hannah, dass es in Pauls Leben vor 25 Jahren eine andere gegeben hat. Währenddessen kämpft die junge Theaterregisseurin Meredith (Gillian Anderson) gegen Beziehungsängste und lässt den attraktiven Architekten Trent (Jon Stewart) immer wieder abblitzen. Der Mittvierziger Hugh (Dennis
Quaid) hängt in Bars rum und erzählt mitfühlenden, einsamen Frauen von seiner tragischen Ehe - jeden Abend gibt er dabei eine andere Leidensgeschichte zum Besten. In Wirklichkeit hat seine Frau Gracie (Madeleine
Stowe) eine Affäre mit Roger (Anthony Edwards). Doch will sie ihrem Liebhaber nicht mehr als anonyme Treffen in einem Hotelzimmer zugestehen. Die junge, flippige Joan (Angelina
Jolie) verbringt ihre Nächte in den Clubs der Stadt, wo sie zuviel trinkt und tanzt und auf die
große Liebe wartet. Als sie den stillen Keenan (Ryan Phillippe) trifft, funkt es gewaltig. Doch ein
großes Hindernis wartet auf die junge Liebe. Und schließlich ist da noch Mildred (Ellen
Burstyn), die sich um ihren an Aids erkrankten Sohn Mark (Jay Mohr) kümmern muss. Bei ihren Zwiegesprächen am Krankenbett kommen schmerzliche Familienwahrheiten ans Licht.
"Witzig und intelligent: Der wunderbar gefilmte 'Playing by Heart' ist die ideale romantische Dramödie für einen Winterabend," so urteilt der "San Francisco
Chronicle". "Eine fulminante Liebeserklärung an Los Angeles," meint der deutsche "Filmdienst". Über Liebe zu reden sei ebenso unzulänglich wie über Architektur zu tanzen - diese Behauptung eines Freundes nahm Willard Carroll zum Ausgangspunkt von
"Playing by Heart", einem unterhaltsamen Ensemble-Film über die Liebe in allen Variationen. Die teils tragischen, teils komischen Einsichten in Beziehungen werden vor allem auch durch das Staraufgebot zu einem Schauvergnügen: Geradezu lustvoll streiten sich Sean Connery und Gena Rowlands als alterndes Ehepaar. Angelina
Jolie, frech mit blau gefärbten Haaren, beweist ihr Talent als hysterisch-überdrehtes Partygirl, bevor sie als
"Tomb Raider"-Ikone in die Filmgeschichte eingegangen ist. Gillian Anderson überrascht alle
"X-Files"-Fans mit einer vielschichtigen Interpretation der beziehungsgestörten Meredith. In weiteren Rollen: Oscar-Preisträgerin Ellen
Burstyn, Dennis Quaid, der dieses Jahr in Roland Emmerichs Eis-Spektakel
"The Day After Tomorrow im Kino zu sehen war, Madeleine Stowe ("The General's
Daughter"), Ryan Phillippe ("Gosford Park"), Anthony Edwards (Dr. Greene in der Fernsehserie
"Emergency Room"), Jay Mohr ("Pay It Forward") und Jon Stewart ("Big Daddy").
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Episodenfilm, Drama
Originaltitel: Playing By Heart
USA 1998
Regie: Willard Carroll
Buch: Willard Carroll
Musik: John Barry
Laufzeit: 121 Min.
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