Jenseits von Eden

Vergeblich versucht der junge und rebellische Cal immer wieder, die Liebe seines Vaters Adam zu erringen. Doch der zeigt nur Gefühle für Cals braven Bruder Aron, mit dem er die Farm bewirtschaftet. Eines Tages erfährt Cal zufällig, dass seine angeblich tote Mutter noch lebt und im Nachbarort ein Bordell unterhält.

Kalifornien im Jahre 1917: Der Farmersohn Cal Trask bemüht sich verzweifelt um die Liebe seines puritanischen Vaters. Er sieht sich jedoch immer wieder zu Gunsten seines folgsamen Bruders Aron zurückgestoßen. Sein Vater hält ihn für einen Taugenichts und merkt nicht, dass es dem verstockten und unberechenbaren Cal nur an Zuneigung fehlt.

Einen großen Teil seiner Kindheit verbrachte der am 8. Februar 1931 in Indiana geborene James Byron Dean auf einer Farm in Indiana. Zwei Auftritte am Broadway, Schauspielunterricht am "Actors Studio" und ein positiver Leinwandtest für die Warner Bros. katapultierten den grüblerischen Einzelgänger in eine der legendärsten, aber auch kürzesten Starkarrieren, die die Traumstadt jemals sah. Sein vorzeitiger Tod auf einer kalifornischen Landstraße am 30. September 1955 trug nicht unwesentlich zur Legende Dean bei.

James Dean steht in einer großen Tradition mit einer Reihe anderer charismatischer Schauspieler seiner Generation - Marlon Brando, Paul Newman und Montgomery Clift. Alle kamen aus Lee Strasbergs New Yorker Schauspielschule, wo nach der berühmten "Method" die Schauspieler dazu aufgefordert werden, intensiven seelisch-körperlichen Kontakt mit ihrer Rolle zu suchen. Die Legende will es, dass Dean in Vorbereitung auf die Karussellszene in "Jenseits von Eden" stundenlang nicht auf die Toilette ging, um die enorme Anspannung Cals rüberzubringen.

"Jenseits von Eden" ist die Roman-Verfilmung von John Steinbecks Klassiker, dessen epische Breite von Regisseur Elia Kazan auf einen fast biblischen Vater-Sohn-Konflikt im Schicksalsjahr 1917 - kurz vor Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg - komprimiert wurde.

 

Originaltitel: 
East of Eden
Drama, USA, 1955
Regie: Elia Kazan
107.46 min.

Cal Trask: James Dean
Abra: Julie Harris
Adam Trask: Raymond Massey
                                           

 

© 2000 Dieter Herchenbach