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Sicher schwimmt der Film mit in dem seit Big Fat Greek Wedding anhaltenden Boom von Ethno-Filmen, auch wenn es keine solche Komödie ist, sondern ein eher trauriges Einwandererschicksal nacherzählt. Es geht um Italiener, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Australien ausgewandert sind: die Brüder Donnini. Waisen, die sie durch den Krieg geworden sind, schließen sie sich Tante und Onkel an. Reichlich 10 Jahre später: aus den Knaben sind ausgewachsene Männer geworden, in der Blüte ihres Lebens, für die es langsam Zeit wird zu heiraten. Nun hätte der eine der Brüder, der charmante und gutaussehende Gino (Adam Garcia, hier rechts), damit auch überhaupt kein Problem. Mühelos verdreht jeder Frau den Kopf und seine Stamm-Freundin Connie (Silvia de Santis) möchte ihn lieber heute als morgen heiraten. Doch hat er es damit nicht eilig. Als Entschuldigung dient die italienische Tradition, nach der erst der älteste Sohn der Familie geheiratet haben muss, bevor er, der jüngere Bruder, daran denken könne. Und sein Bruder Angelo (Giovanni Ribisi) ist nun mal das volle Gegenteil von Gino: von der Natur reichlich weniger gesegnet, zurückgezogen, vielleicht gar ein wenig verbissen. Bodenständig in jedem Falle und ehrlich interessiert, eine Frau fürs Leben zu finden. Nur bislang leider ohne viel Erfolg. Schließlich muss es ja bitte auch eine Italienerin sein. Die Heiratsvermittlerin vor Ort, die rührige Signora Carmellina (Eleanor Bron) zieht Kandidatin für Kandidatin aus dem fernen Italien aus dem Hut, doch auf die ernst gemeinten Heiratsanträge kommt stets nur Angelos Brief zurück samt Foto. Völlig desillusioniert, greift Angelo bei der neuesten Kandidatin - der schönen Rosetta (Amelia Warner) - zu einer List und schickt ihr statt seines ein Bildnis seines Bruders beizulegen. Und siehe da: das Mädchen aus Süditalien verliebt sich augenblicklich in das Bild des Unbekannten und nimmt den Antrag an! Erst kurz vor der Ankunft gesteht Angelo seinem Bruder das "Versehen" und will alles absagen, doch entschließt sich auch Rosetta erst einmal zu bleiben. Doch die Fronten sind klar: sie will Angelo-Gino und der sie eigentlich auch, nur mag er sich das nicht eingestehen. Es muss ja auch ein bisschen Hickhack geben, bevor die Liebenden sich kriegen. Und der ist gar nicht so schlecht erzählt und in jedem Falle nett anzusehen. Und wenn sie sich schließlich kriegen, lässt das schon im ganzen Film über immer wieder durchschimmernde Schiffsmotiv (aller Auswanderer) auch hier ein Titanic-HappyEnding auferstehen! Eine Sehempfehlung in jedem Falle, abseits von der Liebesgeschichte geht es natürlich auch um Sehnsucht nach der Heimat, das Beibehalten der einheimischen Tradition und was für ein Verdienst es ist, wenn nach Jahres des Darbens endlich wieder eine Espresso-Maschine verfügbar und somit endlich wieder Kaffee wie daheim zu genießen ist! Dazu das bezaubernde Mona-Lisa-Lächeln von Rosetta und der ebenso charmante wie gut aussehende Gino. Ein Feel- and Watchgood-Movie des OSCAR®-nominierten "Shine"-Regisseurs Jan Sardi.
Format: Dolby Surround Sound, PAL Extras: Unter diesem Link kannst du die DVD sofort bei amazon bestellen.
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Einwanderer-Feelgood-Movie Regie und Drehbuch: Jan Sardi |
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Darsteller und ihre Rollen Giovanni Ribisi ... Angelo |