Im Reservat

 

Ein Altberliner Abrisshaus in einem Sanierungsgebiet der Stadt soll in wenigen Wochen der Spitzhacke zum Opfer fallen. Außer der Hauswirtsfamilie ist nur noch die alte Frau Minkwitz zurückgeblieben, die sich standhaft weigert, ihre Wohnung aufzugeben. Unterstützt wird sie von ihrem Untermieter Alfred Bergmann, einem alternden Transvestiten. Für beide käme die Vertreibung aus der gewohnten Umgebung der Zerstörung einer nützlichen Lebensgemeinschaft gleich: Denn ohne ihren hilfreichen Untermieter fände sich die gebrechliche Alte kaum noch im Alltag zurecht, Alfred wiederum wäre ohne seine tolerante und verständnisvolle Wirtin verloren. Mit List und Verzweiflung verteidigt das ungleiche Paar sein "Reservat" auch gegen die aus Westdeutschland anreisende Tochter, die ihre Mutter im Auftrag der Behörden zur Aufgabe der Wohnung bewegen möchte.

1974 erhielten Autor Peter Stripp, Regisseur Peter Beauvais sowie die drei Hauptdarsteller - Rosemarie Fendel, Johanna Hofer und Wolfgang Kieling - den "Adolf-Grimme-Preis" für ihr Fernsehspiel.

Fernsehspiel
Deutschland 1973
Regie: Peter Beauvais

Die Alte Johanna Hofer
Alfred Bergmann Wolfgang Kieling
Die Tochter Rosemarie Fendel
Der Amtsarzt Johannes Schaaf
Heimleiterin Käte Jaenicke
Hauswartsfrau Gloria Doer
                                                     

 

© 2001 Dieter Herchenbach