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Lumet zeichnet einen authentischen Vorfall nach. Brooklyn, 22. August 1972: Drei Männer stürmen eine Bank und nehmen den Direktor und seine Angestellten als Geiseln. Einen der Banditen packt die Angst, und er flieht. Die beiden anderen, Sal und Sonny, müssen feststellen, dass der Tresor nicht mehr als 1.100 Dollar enthält. Von der Polizei umstellt, die Geiseln in ihrer Gewalt, versuchen die Bankräuber zu verhandeln. Inspektor Moretti nimmt telefonische Verbindung mit Sonny auf. Er will ihn dazu bewegen, auf die Straße zu treten, damit er sich des hohen Polizeiaufgebots bewusst wird. Als Sonny erscheint, wendet sich die Menge gegen die Polizei. Die Spannung steigt, und Sonny nutzt die Lage, um sich in Szene zu setzen. Die Geiseln im Innern der Bank, schließlich von der Ungeschicktheit der Bankräuber gerührt, ergreifen für diese Partei. Die Anekdote von "Hundstage" ist nicht mehr als der gescheiterte Banküberfall zweier armer Ganoven. Aber Regisseur Sidney Lumets macht daraus ein Kunststück und versteht es, den Zuschauer in höchste Spannung zu versetzen. Kein Moment des Films ist überflüssig. Außerdem entsteht beim Zuschauer der Eindruck unbedingter Authentizität. Lumet haucht dem Dekor - der Bank und dem Stadtteil Brooklyn - und seinen Figuren - dem homosexuellen Sonny und dessen Komplizen Sal mit einem IQ nahe Null - Leben ein. Und schließlich verpackt Lumet in der Erzählung eines banalen Geschehens geschickt seine Kritik an der amerikanischen Gesellschaft. Sei sie gegen die Polizei, die Medien oder die herrschende Intoleranz gerichtet, sie sitzt immer. Al Pacino spielt seine schwierige Rolle natürlich und kraftvoll. Sein Partner John Cazale, der den debilen Komplizen spielt, ist nicht weniger hervorragend. Mehr als zwei Stunden voller Emotionen, Intelligenz und Humor!
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Drama |
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Darsteller: |
© 2001 Dieter Herchenbach