Hamam - Das türkische Bad

Ein kleiner Italiener (aus Napoli? Neee, aus Rom...) <träller> erbt einen Hamam in Istanbul. Eigentlich fährt er nur dorthin, um ihn zu verkaufen. Doch er lernt die türkische Lebensweise und -freude zu schätzen und bleibt. Zudem beginnt er auch der Liebe unter Männern zu frönen, denn er findet in Mehmet (siehe Foto...) einen Menschen, der ihm geben kann, was seine Frau in Rom nicht konnte. Das Gefühlschaos ist perfekt, als die werte Gattin anreist, um mit ihm Schluß zu machen; denn sie hat schon seit 2 Jahren ein Verhältnis mit seinem besten Freund. 
Der Hauptdarsteller ist übrigens der Sohn von Vittorio Gassman. 
Die Erzählweise ist sehr europäisch und die Bilde teilweise recht orientalisch. Eine gelungene Mischung. Der Film war wochenlang auf Spitzenplätzen der italienischen Kino-Hitparade. 

Eigentlich wollte der italienische Innenarchitekt Francesco in Istanbul nur ein Haus verkaufen, doch dann gerät er in den sinnlichen Bann orientalischer Körperlichkeit und Badekultur. - Debütspielfilm des türkisch-italienischen Regisseurs Ferzan Ozpetek.

Der junge italienische Innenarchitekt Francesco erbt von einer Tante ein Gebäude in Istanbul. Von Rom aus begibt er sich auf eine vermeintlich kurze Dienstreise an den Bosporus, um den möglichst schnellen und gewinnbringenden Verkauf der Immobilie zu überwachen. Dort angekommen muss er feststellen, dass es sich um ein außergewöhnliches Haus handelt, zu dem auch ein Hamam, ein traditionelles türkisches Bad, gehört. Francesco ist fasziniert von den Menschen und der Atmosphäre, die den Hamam umgeben. Als er dann auch noch herausfindet, dass die Kaufinteressenten sich mit der Absicht tragen, nicht nur das Gebäude mitsamt dem Bad, sondern gleich das ganze Viertel abzureißen und durch den Neubau von Konsumtempeln und internationalen Luxushotels gewinnträchtig neu zu gestalten, ändert Francesco seine Pläne. Er beschließt, den Hamam zu erhalten und zu restaurieren. Gleichsam über Nacht avanciert Francesco zum Helden des Viertels, und mehr als das: Während der 19-jährige Fusun offen mit dem gut aussehenden Italiener flirtet, wendet sich Francesco schließlich Mehmet zu, der dem steifen Geschäftsmann die Welt orientalischer Sinnesfreuden im entspannenden Dampf des türkischen Bades eröffnet. Doch dann taucht Francescos Ehefrau in Istanbul auf ...

Von einem der auszieht, das Lieben zu lernen, dabei radikal sein Leben ändert und dem Reiz des Fremden erliegt, erzählt "Hamam", der erste Film des aus der Türkei stammenden und in Italien lebenden Regisseurs Ferzan Ozpetek. Dabei kann Ozpetek nicht nur aus seiner persönlichen Erfahrung als Wanderer zwischen Abendland und Orient, sondern auch aus seiner intimen Kenntnis beider Kulturen schöpfen. Mythische Anklänge und Elemente der melodramatischen italienischen Oper spiegeln die kulturelle Dualität des zweisprachigen Regisseurs. Vor dem exotischen Hintergrund der Altstadt Istanbuls ist Ozpetek in seinem Debütfilm eine souveräne und spannungsreiche Inszenierung gelungen, die sich insbesondere durch psychologisch stimmige Figuren auszeichnet. 

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Spielfilm

I/TR/ES 

Original Titel: Hamam - Il bagno turco 


Regie: Ferzan Ozpetek 

 

Darsteller und Rollen: 

Alessandro Gassmann (Francesco), Francesca D'Aloja (Marta), Carlo Cecchi (Oscar), Halil Ergun (Osman), Serif Sezer (Perran), Mehmet Gunsur (Mehmet) 

 

© 2004 Dieter Herchenbach