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Unbestritten ein echtes "Fräulein-Wunder", das Fräulein Wonder!
Wenn das schwäbische Original auf den Brettern ihres Haus- und Hoftheaters
"Renitenz" in Stuttgart steht, mit einer elektrisierenden
Bühnenpräsenz, hat man gute 2,30 Meter Frauen-Männer-Transen-Comedy-Power vor
sich. Mit Stöckel (ab 20 cm) und turmhoher Frisur (siehe Bild), versteht
sich... Die Perücken von Fräulein Wommy und ihrer Begleitung (wie ihre
Kollegen und Kollegin liebevoll genannt werden) sind übrigens von ganz
besonderer Art: Die Fertigung aus Schaumstoffen nach einem
Fr.W.W.-Spezialverfahren ermöglichen eine Festigkeit und Standhaftigkeit (um
nicht zu sagen "Steife"), wie man sie höchstens nach einer
Wochendosis "Viagra" kennen mag... ;-)
10 Jahre...
Die 10-jährige Bühnenerfahrung sieht man dem Fräulein nicht an; zu frisch
und elegant ist ihre Erscheinung. Aber der kundige Travestie-Fan bemerkt sie sehr
wohl. Denn die Professionalität, Souveränität und Spontaneität mit der die
"Darbietung" das Publikum becirct, bewegt und nicht zuletzt
begeistert, sind von in der Branche seltener Qualität.
Derzeit ist ein bunter Blumenstrauß des Schaffens der Truppe um und mit dem
Fräulein zu sehen. Mit dabei ist Frau Martha
Pfahl (eine "echte Frau" mit über 3 Oktaven Stimmumfang), Alberto
Tortellini (der Italiener der in einer Nummer nur Italienisch spricht und
man kapiert's trotzdem), und natürlich auch Elfriede
Schäufele (die urschwäbische Putzfrau mit vielfältigen Sprachkenntnissen)
und die Kaiserin
Sissi, deren kunstvoll zusammengeschnittenes Playback des Fräuleins
Copyright trägt. Alle Mitspieler zeichnen sich durch ebenfalls ein hohes Niveau
ihres Könnens aus und ergänzen das Travestie-Programm der Wommy-Wonder-Wucht
optimal zu einer feinen Varietevorstellung.
Der kleine Unterschied...
Im Gegensatz zu mancher "Kollegin" zeichnet sich das Programm durch
eine angenehme "Herzenswärme" aus; das Fräulein Wommy ist zwar
manchmal ganz schön bissig, aber die "Gemeinheiten" gehen fast nie
auf Kosten des Publikums (sondern in die Richtung der eigenen Person oder der
anderen Figuren auf der Bühne). Und wenn doch, dann beherrscht die grundgute
Wommy die Kunst, den geneckten Zuschauer im nächsten Satz rasch wieder zu
versöhnen. Sie ist nicht zahm, aber liebenswert.
Der Mann Michael Panzer, der dem Fräulein W.W. das Leben einhaucht,
braucht sich - ebenfalls im Gegensatz zu manch anderer "Kollegin" -
nicht hinter der Maske zu verstecken. Denn ein sympathischer Kerl ist er noch
dazu.
Oberflächliche Kritiker
meinen bisweilen, dem Fräulein eine Relevanz über den schwäbischen Bereich
hinaus absprechen zu müssen. Das ist Unsinn. Im gesamten süddeutschen Raum
funktionieren ihre "schwäbischen Spezialspäße" uneingeschränkt und
für Nordlichter hat die studierte Theologin und Germanistin sowieso ein
reichhaltiges "allgemeingültiges" Repertoire.
Mehr?
Für weitere Informationen empfehlen wir, die Website des Fräuleins zu
besuchen: www.wommy.de
Hier finden sich die Tour-Termine und jede Menge sonstiger Infos zum Leben und
Wirken.
Auch die Live-CDs und das selbstverfasste Buch sind dort zu erwerben und seien jedem,
der sie einmal (oder auch immer öfter...) gesehen hat, wärmstens ans Herz
gelegt.
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Variete- und Travestie-Kunst
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