Echte Kerle

Wie bekommt man eine Hete zum Nachdenken über "ihre" Sexualität? Ein schnuckeliger Tim Bergmann macht's vor. Der Automechaniker schleppt den von seiner Freundin rausgeschmissenen Hetero ab und bringt den schier an den Rand seines Verstandes. Meiner Meinung nach eine köstliche Komödie mit viel Spielfreude. Ich musste sie mir unbedingt auf Video ansehen, da ich trotz dreifachen Kino-Besuchs einige der Gags immer noch nicht verstanden (im akustischen Sinne, bitte!) hatte, da das Publikum zu laut lachte... 

Aber eine Warnung noch: Der Film ist nichts für Bewegungsschwestern...

Es ist absolut kein Tag wie jeder andere für Christoph Schwenk, Hauptkommissar der Frankfurter Kripo, als er nach einem erfolgreichen Arbeitstag zu seiner Verlobten nach Hause kommt und sie mit einem anderen Mann überrascht. Innerhalb kürzester Zeit verliert Christoph seine Freundin, seine Wohnung, seinen Wagen, fast sein gesamtes Hab und Gut.

So richtig merkwürdig wird es aber erst, als er nach einer durchzechten Nacht im Bett eines anderen Mannes erwacht. Christoph kann sich weder daran erinnern, wie er dorthin gekommen, noch was in dieser Nacht passiert ist. Und eigentlich macht sein neuer Bekannter Edgar Sänger, ein Automechaniker, eigentlich einen ganz netten Eindruck. Da er nicht weiß, wo er sonst hin soll, zieht er kurzerhand in Edgars Gästezimmer, auch wenn dieser schwul ist, Autos frisiert und bis über beide Ohren in ihn verliebt ist. Wenn es schon privat drunter und drüber geht, kann man sich wenigstens im Beruf auf seine Sicherheiten verlassen, denkt Christoph - zumindest so lange, bis er und sein Partner Mike Niemcek mit der neuen Kollegin Helen Renmark konfrontiert werden. Sie ist selbstbewusst und clever und zeigt zunehmend Interesse an Christoph. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Kollegen über Christophs neuen Lebenswandel informiert sind, und die Tatsache, dass Edgar mit Autoschiebern zu tun hat, erleichtert die Situation nicht gerade. Als dann noch Edgars Mutter auftaucht, wird es zum einen ziemlich eng in der Wohnung, zum anderen höchste Zeit, einiges zu klären. 

Spielfilm, Komödie

BRD 1996
96 Min.
Regie und Drehbuch: Rolf Silber und Rudi Bergmann
Kamera: 
Jürgen Herrmann
Musik: 
Peter W. Schmitt

Darsteller und Rollen:

Christoph M. Ohrt (Christoph Schwenk), Tim Bergmann (Edgar Sänger), Carin C. Tietz (Helen Renmark), Oliver Stokowski (Mike Niemcek), Daniela Ziegler (Iris Sänger), Rudolf Kowalski (Kallenbach), Dieter Brandecker (Deichsel), Ina Weisse (Karin), Andreas Pietschmann (Marco) 

 

© 2003 Dieter Herchenbach