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Französischer Film um einen HIV-positiven Einwanderer.
Felix lebt in Dieppe, einem Kaff an der Küste der Normandie. Sein Lover ist Engländer und wohnt auf der
anderen Seite des Kanals. kurzfristig arbeitslos geworden, packt er die Gelegenheit beim Schopfe und
beschließt nach Marseille zu reisen, um seinen Vater zu treffen, den er nicht kennt. Am Ende der Reise
erwartet er noch seinem Freund. Zu Fuß, per Anhalter und in einem "entliehenen" Wagen durchquert er
Frankreich.
Beeindruckende Landschaftsaufnahmen sind das eine, noch interessanter sind die Mitglieder der
"Ersatzfamilie", die Felix auf seiner Reise ein kleines Stückchen des Weges begleiten. So trifft er einen
17-jährigen Schüler, der unbedingt mit ihm schlafen will, der aber für Felix mehr den Charakter eines Neffen hat. Oder eine in die Jahre gekommene Dame, die seine Großmutter sein könnte, aber dennoch so viel Leben und Energie versprüht, dass es eine wahre Freude ist. Daneben noch eine umtriebige "Schwester" und so weiter und so fort. Mit leichter Hand inszeniert, sehen wir ein Paar Tage aus dem Leben eines Schwulen, eines HIV-Positiven, eines Mannes, eines Liebenden, eines ganz normalen Menschen eben. Ein Roadmovie auf französische Art :-)
Felix verlässt seinen Freund, um seinen Vater zu (be)suchen. Die Reise in den Süden wird für den romantischen schwulen Mann zum Selbstfindungstrip.
Felix lebt mit seinem Freund Daniel in Nordfrankreich. Als Felix nach dem Tod der Mutter Briefe von seinem ihm unbekannten Vater findet,
entschließt er sich, diesen in Marseille zu suchen. Aber da Felix kein gewöhnlicher junger Mann ist, wird seine Fahrt in den Süden, die er per Autostopp antritt, zu einem Trip voller Überraschungen und skurriler Begegnungen. Jenseits von Melodramatik und Sentimentalität schildert das französische Roadmovie "Felix" die Suche eines Mannes nach Identität und Geborgenheit. Der Film wurde an der Berlinale 2000 zum Publikumsliebling und mit dem "Teddy" als bester schwul-lesbischer Film ausgezeichnet.
Felix (Sami Boujila) hätte allen Grund, mit dem Leben zu hadern. Seinen Vater, der Felix' Mutter noch vor der Geburt im Stich
ließ, hat der dunkelhäutige junge Mann nie gekannt. Felix muss täglich einen Medikamentencocktail zu sich nehmen, denn er ist HIV-positiv.
Außerdem hat er gerade seinen Job verloren. Aber statt Trübsal zu blasen, nimmt er sich vor, in Marseille seinen Vater zu suchen. Sein Freund Daniel
(Pierre-Loup Rajot) ist davon nicht begeistert, verspricht aber, später nachzukommen. Es ist kein Zufall, dass Felix nicht den Zug nimmt, sondern per Anhalter loszieht. Spontaneität und Offenheit gehören zu seinen liebenswürdigsten Charakterzügen. Von Anfang an ist der Zufall sein Reiseführer und Felix stolpert von einem Abenteuer ins andere. Er gerät in eine nächtliche Schlägerei, bei der er nur knapp mit heiler Haut davonkommt. Er macht die Bekanntschaft des 17-jährigen Jules (Charly
Sergue), der ihn zu einer Spritzfahrt in einem geklauten Auto überredet. Er lässt sich von einer alten Dame
(Patachou) aufgabeln, die ihn mit nach Hause nimmt. Zu positiven Begegnungen gesellen sich aber auch unangenehme Erfahrungen mit Rassismus und Schwulenfeindlichkeit. Nach und nach stellt sich Felix, der aufgebrochen ist, um nach seinen Wurzeln zu suchen, auf dieser Reise seine ideale Familie zusammen: einen kleiner Bruder, eine
Großmutter, einen Cousin, eine Schwester...
Obwohl die Hauptfigur von "Felix" homosexuell und mit dem Aidsvirus infiziert ist, hat der Film einen optimistischen Grundton. Er ist "der erste Film mit einem HIV-positiven Protagonisten, dem eine Zukunftserwartung zugestanden wird"
("Sight and Sound"). Auch in ihrem zweiten gemeinsamen Film nach "Jeanne et le garçon formidable" beweisen Olivier Ducastel und Jacques
Martineau, dass Leichtigkeit und Tiefgang sich nicht
ausschließen und Unterhaltung nicht Oberflächlichkeit bedeuten muss. Denn unter der fröhlichen Stimmung und den gefälligen Landschaftsbildern im Cinemascope-Format verstecken die Autoren einen überraschend direkten und differenzierten Umgang mit der Identitätssuche ihres Helden. Obwohl der Film Selbsthilfeklischees im Stile von "Lebe dein Leben im Hier und Jetzt" propagiert, ist er nie banal oder sentimental. Olivier Ducastel und Jacques Martineau haben inzwischen mit
"Ma vraie vie en Rouen" bereits ihr drittes Projekt realisiert.
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Komödie, Roadmovie
Frankreich 1999 / 2000
Regie: Olivier Ducastel und Jacques Martineau
97 Minuten
Buch: Olivier Ducastel, Jacques Martineau
Original Titel: Drôle de Félix
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