|
Der 15jährige David wächst auf einem einsam gelegenen Hof bei den Jakobianern auf. Die Glaubensgemeinschaft lebt ohne Elektrizität und fließendes Wasser und verzichtet gänzlich auf moderne Technik. Den Mitgliedern ist jeder unnötige Kontakt zur Außenwelt untersagt.
Als David sich eines Tages unerlaubt vom Hof entfernt, lernt er den gleichaltrigen Michael, einen Jungen aus dem benachbarten Ort, kennen. Bald entwickelt sich eine enge Freundschaft zwischen den beiden. David ist fasziniert von der modernen Zivilisation, mit der er durch Michael zum ersten Mal in Berührung kommt. Aber als die Jakobianer von Davids Abwegen erfahren, zwingen sie ihn, sich zu entscheiden: Entweder er fügt sich ihr strenges Reglement, oder er muß ihre Gemeinschaft für immer verlassen ...
Die Idee zu diesem Film kam dem Autor und Regisseur Moritz Seibert, als er 1992 verschiedene Presseberichte über eine
Hutterer-Gemeinde las, die sich in der Nähe seines Wohnorts im Westerwald niedergelassen hatte. Die Hutterer, eine heute hauptsächlich in Nordamerika verbreitete Glaubensgemeinschaft, leben abgeschieden von der Welt in Armut und Gütergemeinschaft auf ihren Brüderhöfen. Zusammen mit einer anderen
Religionsgemeinschaft, den Amish aus Pennsylvania, dienten sie Seibert als Vorbild für die
Jakobianer in »David im Wunderland«. Noch konsequenter als die Hutterer lehnen die Amish alle technischen Errungenschaften ab und leben ein einfaches, bäuerliches Leben wie vor hundert Jahren.
Nicht schwul, aber eine schöne Jungen-Freundschaft.
|
|