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Dahmer oder: Nach einer wahren Geschichte...
Erschreckend aber wahr... Jeffrey Dahmer war das Vorbild für Richard Harris' Romanfigur Hannibal
Lector (in "Das Schweigen der
Lämmer"). Der Amerikaner tötete 17 junge Männer und wurde zu über 900 Jahren Haft verurteilt.
Die er natürlich nicht überlebte, denn schon nach kurzer Zeit wurde er von seinem Zellengenossen umgebracht.
Dahmer war kein
"gewöhnlicher Massenmörder", sondern nekrophil und Kannibale. Er zerstückelte seine Opfer, bewahrte Körperteile im Kühlschrank auf und
aß diese schlussendlich... Doch "das" bleibt dem Zuschauer
Gott-sei-Dank erspart.
Ich frage mich: Wie kann ein Mensch solch schreckliche Taten vollbringen? Was treibt ihn dazu?
Bei dem Film handelt es sich einerseits um einen Reißer, andererseits jedoch
um eine Charakterstudie eines kranken Menschen. Die Figur des Jeffrey Dahmer ist komplex und vielschichtig und Hauptdarsteller Jeremy Renner
verkörpert sie perfekt. Einerseits hat man fast Mitleid mit Jeffrey und kann seine Motivation zu töten
fast nachvollziehen, und trotzdem bleibt er das kranke und perverse Monster, das man verabscheut. Diese Balance zu finden war für den Schauspieler
bestimmt nicht einfach und hat uneingeschränkte Bewunderung verdient.
Die Handlung ist in mehrfachen Rückblenden erzählt. Es wird zwischen Jeffreys Teenagerzeit und dem Abend mit seinem letzten
Gefangenen, der ihn schlussendlich der Polizei auslieferte, hin und hergeschaltet.
Als Teenager entdeckt Jeffrey seine Homosexualität und tötet sein erstes Opfer.
Fortan gibt es kein Zurück mehr.
Der Film "Dahmer" ist trotz FSK 18 nicht einmal besonders blutig - Kannibalismus wird
z.B. nicht erwähnt -, trotzdem hat der Film etwas verstörendes. Jeremy Renners Blick
lässt dem Zuschauer das Blut in den Adern gefrieren, und die Tatsache, dass es solche Menschen
auf der Welt gibt, ist erschreckend. Nichts für schwache Nerven!
Die DVD enthält leider keine Features, bis auf eine kurze Biographie Dahmers und einen
ziemlich schrecklich gemachten Kinotrailer. Die englische Originalfassung ist
nur in Dolby 2.0 erhältlich und Untertitel gibt es keine.
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Drama / Thriller / Horror
USA 2002
Regie:
David Jacobson
Drehbuch:David Birke, David Jacobson
Kamera:
Chris Manley
Schnitt:
Bipasha Shom
Produzent:
Larry Rattner
Soundtrack: Christina Agamanolis,
Marianna Bernoski,
Willow Williamson,
Laufzeit:
102 Minuten
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