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Science-Fiction-Film mit Jodie Foster um außerirdische Kontaktaufnahme. Eine Reise in die Tiefen des Universums, in das letzte große Geheimnis - das ist der Science-fiction-Film "Contact", die Verfilmung eines Romans des 1996 verstorbenen Astronomie-Professors Carl Sagan, in dem Hollywood-Superstar Jodie Foster eine besessene Wissenschaftlerin spielt. Sind wir Menschen allein im Universum? Mit dieser Frage beschäftigt sich seit ihrer Kindheit die brillante Astronomin Ellie Arroway (Jodie Foster). Mit riesigen Radarantennen lauscht sie in Puerto Rico in der Hoffnung in den Weltraum, ein Signal außerirdischer Intelligenz zu empfangen. Doch das mit staatlichen Geldern geförderte Großprojekt ist sehr kostenintensiv, ohne schnelle Resultate vorweisen zu können, und wird deshalb geschlossen. Ellie muss versuchen, privates Geld für ihre Forschungen locker zu machen, und findet in dem kranken Multimillionär S. R. Hadden (John Hurt) einen Förderer. Er ist bereit, sie und ihr Team über einen langen Zeitraum zu finanzieren. Vier Jahre später macht Ellie in ihren Labor in New Mexico eine sensationelle Entdeckung: Sie empfängt Signale von der Wega, dem hellsten Stern im Sternbild der Lyra, und diese Signale sind nicht einfach konfus, sondern folgen einem System. Jetzt beginnt sich auch die Regierung in Person des Sicherheitsbeauftragten Kitz (James Woods) für ihre Arbeit zu interessieren. Zum Schrecken des Teams zeigen die entschlüsselten Signale Adolf Hitler bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in Berlin 1936. Doch es gibt eine logische Erklärung: Die Aufnahmen waren als Fernsehbilder, als elektrische Wellen, um die Welt und ins All gegangen. Nun kommen sie von der 26 Lichtjahre entfernten Wega zurück. Als sich auch noch herausstellt, dass zwischen den historischen Aufnahmen akustische Felder mit massenhaft codierten Daten liegen und die Station in Mexico zum Pilgerziel fanatisierter Gruppen und Spinner wird, droht Ellie die Leitung des Projekts zu entgleiten, doch mit Hilfe ihres Förderers Hadden kann sie sich immer wieder gegen ihren Kollegen und Konkurrenten Professor Drumlin (Tom Skerritt) behaupten. Die Entschlüsselung der Daten birgt den Bauplan für ein Raumschiff, doch da Ellie die Frage nach der Existenz Gottes verneint, entscheidet sich das Auswahlgremium für David Drumlin. Er soll in die Tiefen des Raums reisen, um den Absender der Signale aufzusuchen. Doch Drumlin und die Maschine werden Opfer eines Sprengstoffanschlags. Dank ihres Gönners Hadden kann Ellie schließlich sozusagen "einspringen" und die Reise machen, auf die sie sich ihr Leben lang vorbereitet hat, denn - wäre es nicht Platzverschwendung, wenn wir wirklich die einzigen intelligenten Lebewesen im Universum wären? Wie die "Mutter aller Science-fiction-Filme", Stanley Kubricks "2001 - Odyssee im Weltraum" (1965-68), setzt auch "Contact" neben aufwändigen Schauplätzen und Spezialeffekten auf eine philosophische Auseinandersetzung mit dem wissenschaftlichen Thema, das Grenzfragen menschlicher Existenz berührt und nicht zuletzt die Frage nach der Existenz eines übergeordneten Wesens, Gott, stellt. So hält auch der Autor der Vorlage, Carl Sagan, die Frage nach Art und Weise, wie der Mensch mit dem Bewusstsein umgeht, nicht allein zu sein, für einen der spannendsten Aspekte des Themas. Während es für Jodie Foster der erste Science-fiction-Film ihrer Karriere ist, haben John Hurt in der Rolle ihres Gönners Hadden und Tom Skerritt als ihr Konkurrent Drumlin bereits erhebliche "Weltraum"-Erfahrung in einem anderen Genre-Klassiker sammeln können, nämlich in Ridley Scotts "Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt" (1979): Skerritt als Captain der "Nostromo" und Hurt als der Astronaut, aus dessen Eingeweiden das "Alien" herausplatzte. Aber wie bereits hier, hat auch in "Contact" eine Frau schließlich den längsten Atem ... Regisseur und Produzent Robert Zemeckis ("Zurück in die Zukunft"; "Forrest Gump"; "Schatten der Wahrheit"; sein neuester Film, "Verschollen", läuft Anfang Januar in unseren Kinos an) arbeitete für seine aufwändige Großproduktion eng mit Sagan bzw. dessen Witwe Ann Druyan zusammen. Für die eigenwillige und unabhängige Heldin der Geschichte gewann er eine Darstellerin, die genau diese Eigenschaften auch in Hollywood zelebriert, denn die zweifache Oscar-Preisträgerin Jodie Foster ist nicht nur irgendeine Schauspielerin, sondern Absolventin der Elite-Universität Yale, Regisseurin, Besitzerin einer eigenen Produktionsfirma und seit einiger Zeit auch alleinerziehende Mutter. Die riesige Radioteleskopanlage, einer der überwältigstenden Schauplätze des Films, liegt in der Wüste New Mexicos, bei Socorro. Dort befindet sich der Komplex aus 27 schüsselförmigen Radioteleskopen, die der National Science Foundation gehören. Die Dreharbeiten dort erwiesen sich als einer der kompliziertesten Abschnitte der Produktion, da natürlich während der Anwesenheit des Filmteams im Herbst ganz normal weitergearbeitet werden musste und außerdem auf das Wetter kein Verlass war. Neben den Außenaufnahmen in New Mexico und Arizona wurde eine Woche vor Ort am gigantischen Arecibo-Teleskop auf Puerto Rico gedreht. Das Produktionsdesign stammt von Ed Verreaux, der an den Indiana-Jones-Filmen und an "Jurassic Park" mitgearbeitet hat. Für die visuellen Effekte zeichnet Ken Ralston verantwortlich, der fünffacher Oscar-Preisträger ist und zwei Jahrzehnte bei der legendären Lucas-Trickschmiede "Industrial Light & Magic" tätig war. Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehören "Der Tod steht ihr gut", "Forrest Gump" und "Jumanji". "Besonders wertvoll" befand die Filmbewertungsstelle (FBW) und begründete: "Der brillant inszenierte Film wagt viel. Fest steht, dass es die überragende Jodie Foster ist, die als Astronomin Ellie Arroway dem Film Glaubwürdigkeit und Kraft gibt. Dramaturgisch operiert das filmische Gedankenexperiment sinnvoll und schlüssig, findet im wirtschaftlich, wissenschaftlich und politisch glaubwürdigen Psychodrama um die Weltraum-Horcher sinnliche Bilder und Geschichten." |
SciFi 144 Minuten |
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© 2000 Dieter Herchenbach