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Brille mit Goldrand ist ein dramatischer Film um die Liebe eines älteren Professors
zu einem jungen Schnösel - grandios eklig:
Ferrara 1938: die Zeit des aufkommenden Faschismus' in Italien. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen der Arzt Athos Fadigati (Philippe Noiret) und der Student David Lattes (Rupert Everett). Beide finden sich - trotz ihrer guten finanziellen Verhältnisse - plötzlich am Rande der Gesellschaft wieder. David stößt auf Ablehnung, weil er Jude ist, und der Doktor aufgrund seiner Homosexualität. Fadigatis Leben gerät aus den Fugen, als er sich in den jungen Studenten Eraldo (Nicola Farron) verliebt und diese Liebe offen zeigt. In den Augen seiner prüden Mitbürger verstößt er damit gegen ungeschriebene moralische Gesetze. Für seine Affäre zahlt der ehemals geschätzte und geachtete Doktor einen hohen Pries. Er verliert nicht nur seine Patienten, sondern muss außerdem erkennen, dass Eraldo ihn nur ausgenutzt hat. Als dieser ihn in einer öffentlichen Szene demütigt und verlässt, verliert Fadigati seinen Lebenswillen und vereinsamt zusehends. Sein einziger Freund in dieser Zeit ist David. Der junge Intellektuelle befindet sich ebenfalls in einer Krise. Der Rassenhass bedroht seine Existenz und zerstört seine Liebe zu Nora (Valeria Golino), die sich aus Angst vor Verfolgung von ihm getrennt hat und vom jüdischen zum christlichen Glauben übertreten will. Somit steht auch David an einem Scheidepunkt in seinem Leben. Doch während dessen Zukunft offen bleibt, setzt Fadigati seinem Leben ein Ende.
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Spielfilm I, F 1986 |
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Darsteller: Philippe Noiret (Doktor Fadigati), Rupert Everett (David Lattes), Valeria Golino (Nora Treves), Nicola Farron (Eraldo) |
© 2000 Dieter Herchenbach