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Jerry & Nick auf sextremer Kreuz & Querfahrt Nur kann Nick nicht an sich halten, als vor dem Reisebüro ihm jemand kurz vor der Nase die Parklücke wegschnappt. Kurz darauf stellt sich der eben schändlich Beschimpfte als Lover des Reisebüroinhabers heraus, der unsere Beiden, natürlich "aus Versehen", auf eine reine Schwulenkreuzfahrt bucht: HILFE! Die beiden sehnen sich voraus nach der nächsten Anlegestation - und der schwule Zuschauer dem Ende dieser Farce. Doch naht Rettung für die beiden: ein schwedisches Bikiniteam samt Trainerin findet nach einem Schiffbruch auf dem Dampfer Zuflucht. Vor allem Inga (Victoria Silvstedt) hat es Nick angetan. Doch bei einem nächtlichen Stelldichein landet er statt bei ihr bei der stachligen Trainerin, die sich hier allerdings mehr als nur für ihn erwärmt. Aber auch für Jerry, weit weniger oberflächlich, fällt ein Mädchen ab: die attraktive Tanzlehrerin Gabriella (Roselyn Sanchez). Der vermeintliche Witz - ob man darüber lachen kann, bleibt wirklich dahin zu stellen - alle Frauen fühlen sich in der Nähe der beiden unglaublich wohl, weil sie sie für Schwule halten, sich somit unverkrampfter geben können, ohne Angst ständig angebaggert oder gar begrabscht zu werden. Andererseits werden dadurch aber auch die beiden locker und freunden sich sogar mit Schwulen an (ja, wirklich!!) - nur mögen die bitte keinen Körperkontakt suchen (ich denke, bei Nick besteht da auch keine Gefahr).
Als dann auch noch Jerrys streitlustige Ex-Geliebte Felicia auftaucht und sich
wieder versöhnen will, geht’s erst mal rund ... Und zum Zeichen der
Vertröstung für den nicht gerade verwöhnten schwulen Zuschauer werden die
schwulen Freunde Nicks zum rettenden Anker, als Jerry von "seiner" Felicia
vor den Altar gezerrt wird. Das Ganze ist leider eine platte Klischee-Komödie und dazu noch nicht besonders lustig. Und dass trotz des Autors und Regisseurs Mort Nathan, der Ende der 80er verschiedentlich als Drehbuchschreiber wie Produzent bei den allseits beliebten Golden Girls in Erscheinung trat, nichts retten. Wirklich nicht. Um so erstaunlicher, dass er damit offensichtlich deutsche Geldgeber gefunden hat, die sein Filmprojekt finanzieren. Vertrösten soll uns wohl, dass aus den anfänglich nicht gerade schwulenfreundlichen Superheten (und eine gewisse Attraktivität kann man Cuba Gooding ebenso wenig absprechen wie eine ziemlich exaltierte Mimik und Gestik) werden auf dem Kreuzfahrtschiff aber wenigstens tolerante Mitmenschen. In einer Nebenrolle finden wir übrigens James-Bond-Darsteller Roger Moore, der hier, ehemaliger Fallschirmjäger mit Vietnam-Erfahrung, einen betuchten Möchtegern-Daddy für Nick mimt. Nunmehr erschienen auf DVD bei Concorde Home Entertainment mit englischem Original und deutschem Ton sowie deutschen Untertiteln. Dazu gibt es eine Fotogalerie, ausführliche Kommentare zu Cast und Crew, den Kinotrailer sowie einen eigenen DVD-Rom-Part. Zu bestellen bei
amazon. |
Komödie Originaltitel: Boat Trip (Deutschland / USA 2002) Regie: Mort Nathan Drehbuch: Mort Nathan und William Bigelow |
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Darsteller und Rollen: Cuba Gooding Jr. (Jerry), Horatio Sanz (Nick), Vivica A. Fox (Felicia), Roselyn Sanchez (Gabriela), Victoria Silvstedt (Inga), Richard Roundtree (Malcolm), Roger Moore (Lloyd) u.a.; |