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Der Film zeigt die Lebensgeschichte des Begründers des amerikanischen Männer-Magazins „The Athletic Model Guild“, des schwulen Fotografen
Bob Mizer. Anhand seines Schicksals wird die widersprüchliche Zeit der 40-er Jahre in den USA beleuchtet. Einerseits konnten Fotografen wie
Bob Mizer damals ungestraft Aufnahmen (fast) nackter, muskulöser Männerkörper machen und damit den abstrakten Ausdruck männlicher Schönheit in Bildern festhalten. Andererseits war kein Herausgeber eines Fotomagazins davor gefeit, wegen Pornografie von der Polizei verhaftet und gerichtlich belangt zu werden. Der Regisseur zeigt, wie weit Schein und Wirklichkeit in dieser Zeit auseinanderklafften.
Der preisgekrönte Schwarz-Weiß-Film beginnt in der Gegenwart. Jack LaLane, Joe D’Allesandro und andere
Mizer-Fotomodelle erinnern sich an damals. Darauf folgen Bilder aus Mizers Leben: man sieht seinen kalifornischen Wohnsitz, die Modelle am Swimmingpool und Bilder vom
Prozeß, bei dem Mizer Zuhälterei vorgeworfen wurde. Protagonist der spielfilmhaft aufgebauten Handlung ist ein schöner junger Mann, der nach Los Angeles gekommen war und für Mizer
Modell stand. Der Film arbeitet mit dramatischen und visuellen Effekten: So sind manche Bilder bonbonfarben koloriert, genau wie die
Mizer-Aufnahmen von damals. Im Film verschwimmen die Grenzen zwischen der tatsächlichen Erotik des jungen Mannes und den erotischen Phantasien. Diese fließenden Übergänge sind kennzeichnend für
Mizers Persönlichkeit und stehen gleichzeitig für die damalige Gesellschaft mit ihren Tabus und den ersten zaghaften Tabubrüchen.
Vom gleichen Regisseur stammt auch der preisgekrönte Film „The Hanging
Garden“ über schwere Kindheitserfahrungen und Sexualität. „Beefcake - Nur für Männer“ war schon auf zahlreichen Festivals zu sehen.
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Dokumentation
von Thom Fitzgerald
Kanada/Frankreich/Großbritannien 1999
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