Armistead Maupin - Geschichten aus San Francisco

San Francisco ist nicht Amerika - es ist eine Insel. Mit ironischem Blick schildert Armistead Maupin die Stadt aus der Perspektive einer zufällig zusammengewürfelten Hausgemeinschaft. Mary-Ann, das Landei aus Ohio, ist nach San Francisco gekommen, um der spießigen Enge der Provinz zu entfliehen. Ihr neues Zuhause ist voller skurriler Typen: Die ältere Vermieterin pflanzt Marihuana an und war früher ein Mann, die Hippiefrau Mona entdeckt ihre lesbische Ader, Brian, der Macho, macht seine Bekanntschaften im Come Clean Center, dem Waschsalon um die Ecke, und der traurige homosexuelle Michael wird Mary-Anns bester Freund. Alle sind auf der Suche nach der großen Liebe. 

Maupin begleitet die schillernden Chaoten und ihren ausufernden Freundeskreis auf allen Zickzack-Kursen des Lebens. 15 Jahre lang zeigt er die Facetten dieser europäischsten amerikanischen Stadt, die Schwulen- und Lesbenszene, die Träume vom Starruhm, die Karrieren und den alten Hippie-Geist. 
Die sechsbändigen „Stadtgeschichten“ begannen als Fortsetzungsepisoden in der Zeitung: Der San Francisco Chronicle druckte seit Mitte der 70er Jahre täglich die neuesten Abenteuer. Stand am Anfang noch die freie Liebe, so wird der Ton in den 80ern strenger: Die Karrieren sind wichtiger geworden, und Aids hat zugeschlagen. Und so entstand ganz nebenbei auch das Porträt einer Generation.  Als die Stadtgeschichten in Deutschland herauskamen, galten sie als Geheimtipp - mittlerweile sind sie auf dem Weg zum Bestseller. 

 

 

 

Bericht

 

Armistead Maupin

 

 

 

© 2000 Dieter Herchenbach