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Ein Blick auf das Cover verspricht die "Erste schwule Liebe"... Es ist ein Coming-Out-Film aus Frankreich. Ursprünglich fürs Fernsehen produziert ist er in Deutschland aber als DVD/Video-Premiere zu haben. Der Protagonist ist der 16jährige Vincent Molina, ein
sensibler, hübscher Junge, der anscheinend keinerlei Probleme hat. Mit seinen Eltern lebt er in
einer Pariser Vorstadt. Er ist
ein guter Schüler, der beste Schwimmer der Region Schwimmer und zusammen mit der
hübschen Noemie. Sein Umfeld - Freunde, Freundin, Eltern - wissen nichts von Vincents Geheimnis. Doch dann kommt ein neuer Schüler an die Schule: Benjamin heißt er wohl. Mir ist der Name im Film allerdings nicht aufgefallen... Der Junge schon. Er wird dargestellt von Jérémie Elkaïm, der schon u.a. in "Sommer wie Winter" in einer schwulen Rolle glänzte. Benjamin gibt sich intellektuell, mit schloddrigem Anzug, Drei-Tage-Bart, goutiert surrealistische Poesie im Stile Verlaines und Baudelaires und übt natürlich sofort eine unglaubliche Anziehungskraft auf Vincent aus. Ausgetauschte tiefe, schmachtende Blicke und offensichtliches Interesse lassen Vincent annehmen, einen anderen, attraktiven Schwulen gefunden zu haben. Doch nach dem ersten Kuss, zieht Benjamin sich merkwürdigerweise zurück... Aber das Techtelmechtel der beiden ist dummerweise den Schulkameraden nicht verborgen geblieben, plötzlich ist Vincent durch eine unbedachte Bemerkung Benjamins unfreiwillig geoutet. Am nächsten Tag findet sich ein Riesen-Graffiti in der Schule, das Vincent eine Schwuchtel nennt. Besonders die (arabischen) Schwimmer seines Schwimmvereins, wollen ihn nicht mehr mittrainieren lassen. Einzig sein bester Kumpel Stéphane hält zu ihm. Schließlich erfahren auch die Eltern davon, und Vincent muss lernen, mit dieser völlig neuen Situation umzugehen ... Er findet schließlich Unterstützung auch von Seiten, von denen er es nicht erwartet hätte. Aber er trifft auch auf Schwierigkeiten, mit denen er nicht gerechnet hätte. Ein Film aus dem prallen Leben gegriffen, also. Die deutschen Untertitel sind leider teilweise etwas fehlerhaft. Bezüglich der Übersetzung aber auch in technischer Hinsicht. So ist der Umgang mit Umlauten teilweise "kreativ"... Aber das tut dem Verständnis des eher ruhigen Films trotz einiger Dialoge keinen Abbruch. Die beiden schwulen Jungs sind sorgfältig ausgesuchte Schauspieler; aber auch die Nebenrollen brauchen sich nicht zu verstecken.
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Coming
Out Film Regie: Fabrice Cazeneuve
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Darsteller & Rollen: Julien Baumgartner .... Vincent |