Allee der Kosmonauten

Eine nächtliche Odysse in Berlin: Wanda wartet vergeblich am Bahnhof, Luz auf die Zwangsräumung und Roehler darauf, dass er Silvester mit seinem Freund verbringen kann.

Der Zug aus Moskau erreicht die Endstation, Berlin Hauptbahnhof. Ohne Geld, nur mit einer Zugfahrkarte in der Tasche, erwartet Wanda, hier von ihrem Urlaubsflirt abgeholt zu werden. Aber niemand kommt, Wanda wird versetzt. Irgendwann verlässt sie den Bahnhof, und eine kurze, nächtliche Odyssee beginnt.

Roehler lungert wie viele andere am Bahnhof herum und beobachtet die Reisenden. Seine Nächte haben kein bestimmtes Ziel. Er ist einfach da und spürt diejenigen auf, die schwächer sind als er selbst. Mit dem Blick in das Fenster eines Mietshauses beginnt die Geschichte von Luz. Trotz mehrfacher Mahnungen ist es ihr nicht gelungen, die Miete zu zahlen. Die drohende Räumung bleibt dennoch unvorstellbar, weit weg, wie auf einem anderen Stern. Der Gerichtsvollzieher erledigt das Ganze schließlich schnell und unkonventionell.

Die Silvesternacht ist die einzige Nacht im Jahr, die Roehler mit seiner Mutter verbringt. Zum Abendessen gibt es Fisch und Wein. Roehler verletzt seine Mutter, denn er will diesen Abend woanders beschließen. Natürlich wird er sie los - oder sie ihn? - und mit seinem Freund fährt er durch die Nacht. An einer Tankstelle machen sie kurz Halt, und dort passiert doch noch etwas Unerwartetes.

 

 

Drama
Deutschland 1998
Buch und Regie: Alexandra Kordes
(ca. 90 Minuten)

Darsteller: 
Roehler Luc Veit
Mutter Katharina Tüschen
Tom Olaf von Bargen
Luz Isabel Hindersin
Maria Dido-Marie Laux
Wanda Natascha Bondar
                                      

 

© 2001 Dieter Herchenbach