Alfredissimo!

Kochen mit Bio und Helmut Berger

Der Schauspieler Helmut Berger beherrscht als ein enfant terrible nach wie vor die Schlagzeilen. Unter der Regie seines Entdeckers und Förderers Luchino Visconti spielte er seine markantesten Rollen ("Die Verdammten" 1968, "Ludwig II." 1972, "Gewalt und Leidenschaft" 1974).  Der Tod Viscontis, mit dem Berger zwölf Jahre zusammengelebt hatte, stürzte ihn 1976 in eine tiefe Krise. Danach drehte er kaum noch Filme und verfiel dem Alkohol. Der "schönste Mann der Welt" trieb die Rolle des Filmdécadent im wirklichen Leben bis zum Exzeß, und hält sich bis heute mehr durch sein rabaukenhaftes Jet-Set-Leben in den Schlagzeilen als durch schauspielerische Leistungen.  1998 erschien seine Autobiographie "Ich". Der 54jährige lebt seit vielen Jahren in Rom. Bei "Alfredissimo!" überrascht Berger mit dem Klassiker "Spaghetti Vongole". Alfred Biolek stellt sein Rezept für "Zitronenlamm" vor.

Koch-Sendung
BRD 1999

Alfred Biolek
Helmut Berger

 

Kochen mit Bio und Tim Fischer
Fans sind sich einig: Wer Tim Fischer auf der Bühne erlebt hat, ist ein Stück weit entschädigt dafür, Dietrich, Piaf, Leander, Brel und so viele andere zu Lebzeiten verpasst zu haben. Die "männliche Diseuse" erreicht mit Texten und Kompositionen von Brecht, Weill, Faßbinder, Kreisler und Holländer ein Publikum quer durch alle Altersgruppen in großen Schauspielhäusern und Philharmonien. Und wenn er so auf der Bühne steht - blass und dünn, dass sogar der superschlank geschnittene Anzug manchmal schlottert - glaubt man kaum, dass der 26-jährige ein großer Geniesser guten Essens und Freund des Kochens ist. Natürlich bleibt sein Können auch in diesem Bereich nicht ganz unbeeinflusst von den Großen seines Genres: niemand anderes als Marlene Dietrich hat ein Rezept kreiert, das Tim Fischer in "alfredissimo!" zum besten gibt: Geeiste Buttermilchsuppe mit Krebsschwänzen. Dazu gibt es einen Salat mit Mandeldressing. Alfred Biolek reicht als Appetizer Dill-Rösti mit frischem Lachs.

Koch-Sendung
BRD 2000

Alfred Biolek
Tim Fischer

© 2000 Dieter Herchenbach