Adieu, mon ami

     

Beim Bombenangriff auf Hamburg ist die zehnjährige Dagmar Janson zur Vollwaise geworden und hat auch ihren geliebten Zwillingsbruder verloren. In ihrer Verlassenheit klammert sie sich an die Nachbarin und Schicksalsgenossin Else Pillkahn. Else flüchtet mit Dagmar nach Bayern, wo die Familie ihres Verlobten Sepp Steiner in Seerieden eine Gärtnerei besitzt. 
Hier spürt man nichts vom Krieg - sieht man mal davon ab, dass Sepp in Gefangenschaft ist und ein junger französischer Zwangsarbeiter namens Laurent in der Gärtnerei hilft. Dagmar und Laurent - beide gewaltsam aus ihrer familiären Geborgenheit gerissen - werden zu engen Freunden. Es gelingt dem feinfühligen Franzosen, die Erstarrung des Kindes aufzubrechen. Dagmar sieht in Laurent einen Beschützer, der ihr den schmerzlich vermissten Zwillingsbruder ersetzt. Mit Hilfe einer Gönnerin wird schließlich ein Hamburger Rechtsanwalt aufgespürt, der nach Kriegsende Dagmars Ansprüche geltend macht und ihr kleines Vermögen verwaltet. Sie entschließt sich jedoch, in Seerieden im Haus der Offizierswitwe Rappenreiter zu bleiben. Als das Städtchen 1967 zum deutsch-französischen Freundschaftstreffen einlädt, erscheint überraschend Laurent, der in Paris eine Galerie besitzt. Die uralte Vertrautheit zwischen den beiden Jugendfreunden stellt sich rasch wieder ein, und es sieht so aus, als ob daraus eine große Liebe werden könnte. Laurent lädt Dagmar nach Frankreich ein und entführt sie in den Herrensitz seines Freundes Serge. Die beiden erleben zauberhafte Tage an der Loire. Ihr Glück ist fast so vollkommen wie die Idylle, die sie umgibt - bis Dagmar von einem Fremden erfährt, dass Laurent in einer homosexuellen Beziehung gelebt hat. 

Adieu, mon ami" ist die ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen einer Deutschen und einem Franzosen. Sie beginnt im Schreckensjahr 1943, als Dagmar noch ein Kind und Laurent fast schon ein Mann ist, scheint sich im Erwachsenenalter erfüllen zu wollen und nimmt dann eine überraschende, dramatische Wende. Der Film entstand nach dem Roman "Der Zwillingsbruder" der auch durch das Fernsehen bekannten Bestseller-Autorin Barbara Noack. In einer einfühlsamen Bearbeitung von Regisseur Franz-Peter Wirth wurde er an attraktiven Schauplätzen in Deutschland und Frankreich gedreht. Von besonderem Reiz ist die Besetzung der weiblichen Hauptrolle: Constanze Engelbrecht spielt die erwachsene Dagmar, ihre Tochter Julie - zum ersten Mal vor der Kamera - das Kind.
Beim Bombenangriff 1943 auf Hamburg ist die zehnjährige Dagmar Janson zur Vollwaise geworden und hat auch ihren geliebten Zwillingsbruder Dag verloren. In ihrer Verlassenheit klammert sie sich an die Nachbarin und Leidensgefährtin Else Pillkahn. Else flüchtet mit Dagmar nach Bayern, wo die Familie ihres Verlobten Sepp Steiner eine Gärtnerei besitzt. Hier spürt man nichts vom Krieg - außer, dass Sepp in Gefangenschaft ist und ein junger französischer Zwangsarbeiter, Laurent, in der Gärtnerei hilft. Dagmar und "Renzl"- beide so brutal aus ihrer familiären Geborgenheit gerissen - werden zu engen Freunden. Es gelingt dem feinfühligen Franzosen, die Erstarrung des Kindes aufzubrechen. Dagmar sieht in Laurent einen Beschützer, der ihr den schmerzlich vermissten Zwillingsbruder ersetzt. Aber es ist Krieg - und schon bald muss Dagmar die gewaltsame Trennung von Laurent hinnehmen. Mit Hilfe einer Gönnerin, der Offizierswitwe Rappenreiter, wird schließlich ein Hamburger Rechtsanwalt und Freund der Familie Janson aufgespürt, der nach Kriegsende Dagmars Ansprüche geltend macht und ihr kleines Vermögen verwaltet. Frau Rappenreiter entschließt sich jedoch, das elternlose Kind nicht nach Hamburg zurückzuschicken. Sie nimmt Dagmar bei sich auf und erzieht sie gemeinsam mit ihrem Sohn Benedikt.
Als das Städtchen Seerieden 1967 zum deutsch-französischen Freundschaftstreffen einlädt, erscheint überraschend Laurent. Die alte Vertrautheit zwischen ihm und Dagmar stellt sich rasch wieder ein und es sieht so aus, als ob daraus eine große Liebe werden könnte. Laurent, der in Paris eine Galerie besitzt, lädt Dagmar nach Frankreich ein. Er entführt sie in das Château seines Freundes Serge und die beiden erleben zauberhafte Tage an der Loire. Ihr Glück ist fast so vollkommen wie die Idylle, die sie umgibt - bis Dagmar von einem Fremden erfährt, dass Laurent in einer homosexuellen Beziehung gelebt hat...

Film

Regie: 
Franz Peter Wirth

nach dem Roman "Der Zwillingsbruder" von Barbara Noack 

Personen: 

Dagmar:
Constanze Engelbrecht 

Dagmar als Kind:
Julie Charon-Engelbrecht
 
Laurent:
Hans Kremer 

Der junge Laurent:
Jens Harzer 

Serge: 
Hanns Zischler 

Benedikt Rappenreiter:
Heinz Ehrenfreund 

Frau Rappenreiter:
Wega Jahnke 

 

 

© 2000 Dieter Herchenbach