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Accattone lebt in einer heruntergekommenen Vorstadt Roms und lässt sich von der Prostituierten Maddalena aushalten. Als sie ins Gefängnis kommt, ergeht es dem jungen Zuhälter schlecht. Er versucht, mit der hübschen Stella ein anderes Mädchen für sich auf die Straße zu schicken, und lässt sie auch nicht fallen, als sie sich nicht zur Prostitution überwinden kann. Denn Stella ist der erste Mensch, den er wirklich liebt; ihretwegen will er sich sogar ändern, findet dann aber nach einer Diebestour auf der Flucht vor der Polizei den Tod. -
"Accattone" ist Pier Paolo Pasolinis eindrucksvoller Debütfilm.
Der junge Vittorio, den seine Kumpane "Accattone" nennen, hat Frau und Kind verlassen und lässt sich von der Prostituierten Maddalena aushalten. Ihren früheren Zuhälter hat Maddalena bei der Polizei angezeigt; als dessen Freunde sie daraufhin zusammenschlagen und ausrauben, wagt sie nicht, auf der Polizeiwache die wahren Täter zu nennen, und bezichtigt Unschuldige. Als dies herauskommt, muss sie ins Gefängnis. Accattone ist jetzt übel dran, seine Frau will nichts mehr von ihm wissen. Als er die blonde Stella kennen lernt, will er sie auch auf den Strich schicken; ihm zuliebe versucht das naive Mädchen, sich zu prostituieren, kann sich dann aber doch nicht dazu überwinden. Accattone hält dennoch zu ihr, plagt sich einen Tag lang als Hilfsarbeiter ab und geht dann mit zwei Kumpanen auf Diebestour. Maddalena hetzt ihm jedoch aus Eifersucht die Polizei auf den Hals; als er mit einem Motorrad fliehen will, verunglückt er tödlich. - Pier Paolo Pasolini (1922 - 1975) hatte sich schon als Romancier, Lyriker, Essayist und Drehbuchautor einen Namen gemacht, ehe er 1961 seinen Debütfilm mit lauter Laiendarstellern an Originalschauplätzen inszenierte. Schon der Auftakt seines umfangreichen filmischen Werks spiegelt eindruckvoll Pasolinis tiefe Verbundenheit mit den Armen und Entwurzelten und die Spannung zwischen einem unorthodoxen Marxismus und christlichen Einflüssen, die sein Schaffen weitgehend bestimmen.
"Accattone" - der Spitzname bedeutet so viel wie "Schnorrer", "Schmarotzer" - ist eine Passionsgeschichte im Milieu des italienischen Subproletariats, akzentuiert durch die Verwendung von Musik aus Johann Sebastian Bachs "Matthäuspassion" und Zitaten aus Dantes "Inferno". Pasolinis Realismus zeichnet Accattone und seine Kumpane ohne Beschönigung und sichert den Leidenden dennoch das Mitgefühl; wenn Accattone mit den Worten "Jetzt geht's mir besser" stirbt, suggeriert nicht nur Bachs Musik das Gefühl der Erlösung.
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Drama
Italien 1961
Buch: Pier Paolo Pasolini
Musik: Carlo Rustichelli
Original Titel: Accattone
Regie: Pier Paolo Pasolini
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Darsteller:
Franco Citti (Accattone), Silvana Corsini (Maddalena), Franca Pasut (Stella), Paola Guidi
(Ascenza), Adriana Asti (Amore), Renato Capogna (Renato), Luciano Conti (Giorgio), Roberto Scaringella
(Cartagine), Adele Cambria (Nannina), Mario Cipriani (Balilla)
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