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Coming-Out-Stories |
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Mein Coming Out und meine ersten Kontakte zur "Schwulen-Szene" liegen heute knapp 2 Jahre zurück. Ich versuche, alles, woran ich mich noch erinnere, aufzuschreiben und der Nachwelt zu überliefern. Hoffentlich langweilst Du Dich nicht.
Es ist eigentlich nichts besonders spektakuläres dran; nur mir selbst kommt es natürlich wahnsinnig spektakulär vor! Es war mit Sicherheit die aufregendste Phase in meinem Leben! Also, wo fange ich am besten an? Am Anfang war das Wort, und das Wort war...
Ich glaube, ganz so weit muss ich doch nicht zurückgehen. Also. Meine Kindheit:
Dass ich schwul bin, weiß ich schon lange. Heute ist mir klar, dass ich schon als 6jähriger erotische Phantasien hatte; was ich als Kind allerdings noch nicht so recht deuten konnte. Heute weiß ich von Gesprächen mit verschiedenen Freunden, dass das bei Kindern weit verbreitet ist. So mit 10 Jahren wurde mir selbst bewusst, dass ich Körper von Jungen interessant finde, die von Mädchen nicht. Damals bin ich in einen Schwimmverein eingetreten... Einige sahen sehr gut aus...
Und so mit 12-14 habe ich's mir dann denken können: Ich bin schwul. Aber vielleicht "ist das ja nur eine Phase", wie ich irgendwo mal gehört hatte...
Ich kannte leider außer mir keine anderen Schwulen. Ich meine persönlich. So mit 13/14 hatte ich im Fernsehen gehört, dass der Popstar Jimmy Summerville schwul ist! Und offen dazu stand! Und sich sogar für die Rechte der Schwulen einsetzte! Das fand ich beeindruckend!
Es war aber wohl doch keine Phase bei mir. Es ging nicht weg. Und das fand ich auch gar nicht schlimm. Ich war als Jugendlicher allerdings sehr schüchtern und zurückgezogen, und ich dachte, dass ich wohl nie eine Beziehung haben würde. Mädchen kamen für mich nie in Frage. Ich hatte mich mit der Situation abgefunden. Ich war nicht unglücklich, ich stürzte mich auf Schule und Studium. Viele Schwule berichten ja von dieser Phase.
Ich habe mich in dieser Zeit (zum Glück?) auch nie verliebt. Obwohl mir natürlich immer wieder Jungs aufgefallen sind, die ich sehr erotisch fand. In Heteros verliebt zu sein ist sowieso ziemlich übel.
Dann ganz plötzlich änderte sich alles: Ich sah im Fernsehen eine Dokumentation, in der aus dem Leben von ein paar Schwulen berichtet wurde. Ich hatte früher schon andere Berichte und Spielfilme zu dem Thema gesehen, ohne dass irgendwas passierte. Aber diesmal kam ich ins Nachdenken. Ich habe zwei aufeinanderfolgende Nächte praktisch schlaflos verbracht und darüber nachgedacht, ob ich mein Leben grundsätzlich ändern sollte; ob ich es schaffen würde, Kontakt zu anderen Schwulen aufzunehmen.
Ich war auf dem Dorf aufgewachsen, lebte auch während des Studiums dort. Auch in meinem Studienort Paderborn (130.000 Einwohner) hatte ich nie nach schwulen Organisationen/Aktivitäten gesucht. Während des Studiums hatte ich mal mit zwei Kerlen zu tun, von denen ich irgendwann bemerkte, dass sie ein Paar sind. Also bin ich doch nicht der einzige Schwule, dachte ich mir.
Von nun an hielt ich die Augen offen, und ich fand die Ankündigung einer "schwul-lesbischen Filmnacht" der "evangelischen Studentengemeinde Paderborn" (ESG). Ich war fest entschlossen da hinzugehen. Das tat ich dann auch. Mit schlotternden Knien. Ich war total aufgeregt. Abgesehen von einigen Lesben war ich mehr oder weniger der Erste. Tucken kommen ja immer zu spät, das wusste ich noch nicht. Als der nächste kam, setzten wir uns an einen Tisch, unterhielten uns ein bisschen über unser Leben, über dies und das... Ich war ein wenig befremdet, wenn er schien geschminkt zu sein. Dass ich zum ersten Mal in einer solchen Situation bin, habe ich ihm - so glaube ich - nicht gesagt. Das wäre mir irgendwie peinlich gewesen. Als dann noch ein paar mehr da waren, gingen die Filme los. Ich erinnere mich noch daran, dass ich jeden, der reinkam, daraufhin musterte, ob ich wohl mit ihm mitgehen würde, falls er mich anbaggerte...
Nach dem zweiten Film sah ich plötzlich jemanden hereinkommen, der mir sehr bekannt vorkam: Einer meiner Übungsgruppenleiter von der Uni, den ich schon ein paar Jahre nicht mehr gesehen hatte. Er war mir schon damals in der Übung "verdächtig" vorgekommen, weil er rechts einen Ohrring trug, was ich sonst noch bei niemandem gesehen hatte. Er erkannte mich ebenfalls, und wir unterhielten uns. Ich war immer noch (besser: schon wieder) furchtbar zappelig. Ihm erzählte ich von meiner Situation, und er bot mir an, dass wir uns mal unter 4 Augen unterhalten könnten, wenn ich wollte. Wir tauschten auch unsere Telefonnummern aus. Ich weiß noch heute, dass ich auf dem Weg zum Auto immer noch (oder schon wieder) zitternde Knie hatte.
Ein paar Tage später trafen wir uns dann, und wir gingen in ein Café. Zum ersten mal in meinem Leben konnte ich jemandem mein Herz ausschütten. Bei meinen Freunden oder Eltern habe ich das nie getan. Auch wenn ich ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern hatte - in meiner Familie wurde nie über Gefühle oder Sexualität gesprochen. Hier also zum ersten mal. Und das hat mir sehr gut getan. Er erzählte mir von einer Schwulen-Gruppe in Paderborn und bot mir an, da mal zusammen hinzugehen; denn er meinte, dass das sicher blöd sei, dahinzugehen, wenn man niemanden kennt.
Das taten wir dann. Er unterhielt sich mit ein paar Leuten (die meisten kannte er auch nicht, weil er schon 2 Jahre nicht mehr da gewesen war). Auch ich kam ein bisschen ins Gespräch. Aber sooo toll fand ich das ganze damals nicht. Ich bin zumindest in der nächsten Zeit nicht wieder da hingegangen.
Ein paar Tage später erhielt ich dann einen Anruf von jemandem, dem ich mal meine Telefonnummer gegeben hatte. Ob ich nicht mal bei ihm vorbeikommen wollte. Warum nicht. Ich sagte zu. Ich fragte mich: Was will der wohl von mir? Wirklich nur reden? Oder in die Kiste? Oder beides? Als ich dann ankam, hatte er nur Shorts und ein T-Shirt an, noch nicht einmal Schuhe. Bei der fadenscheinigen Begründung, die er dafür lieferte, konnte ich mir meinen Teil denken. Er war zwar ein paar Jahre älter als ich (ich stehe eher auf Jüngere), aber schlecht sah er auch nicht aus. Kurz und gut: Es war das erste mal, dass ich...
Ich habe mich in den nächsten Wochen noch öfter mit ihm getroffen. Aber irgendwie war ich nicht zufrieden. Er wollte nie mit mir zusammen rausgehen oder so. Und sooo toll war er nun auch wieder nicht. Ich habe daher in den kommenden ca. 4 Monaten auf Kontaktanzeigen geantwortet, dabei auch ein paar z.T. interessante Leute kennen gelernt. Aber es hat sich da nie etwas ergeben.
Jedenfalls: Als ich das "erste Mal" hinter mir hatte,
konnte ich auch mein Coming Out in Angriff nehmen. Das hatte ich mir
vorher schon fest vorgenommen:
ZUERST ausprobieren, DANN Coming Out.
Es ist mir ungeheuer schwer gefallen. Ich konnte nicht einfach so aus heiterem Himmel auf einen meiner Freunde oder meine Eltern zugehen und sagen "Hi, ich bin schwul". Ich brauchte einen passenden Anknüpfungspunkt. Im Gespräch mit meinem besten Freund (einem Studienfreund) ergab sich dann eine Gelegenheit (er erzählte irgendwas über Frauen)... aber ich habe sie verstreichen lassen, ich habe es einfach nicht geschafft. Es war mir irgendwie peinlich, und ich hatte auch ein bisschen Angst vor seiner Reaktion. Es kam auch noch hinzu, dass wir geplant hatten, in ein paar Wochen zusammen in EINEM Zelt Campingurlaub zu machen. War ihm das vielleicht unangenehm?
Aber ein paar Tage später trieb das Gespräch wieder in eine passende Richtung. Wir
sprachen darüber, dass, weil unser Studium nun beendet sei, wir bald wohl Paderborn
verlassen müssten. Ich sagte, dass mir das sehr schwer fallen würde, alle meine Freunde
zu verlieren. Er meinte, dass man irgendwann ja sowieso mal heiraten würde, und
dass dann die Freunde nicht mehr ganz so wichtig sein würden wie heute. Dann kam's:
"Ich werde wohl nie heiraten" sagte ich. Und schloss eine Erklärung an.
Er sagte mir später, dass ich einen ziemlich nervösen Eindruck gemacht hätte (wen
wundert's). Umgekehrt sah ich in seinem Gesicht auch eine gewisse Überraschung oder
Verunsicherung. Sonst ließ er sich nichts anmerken, blieb ruhig und sagte
irgend so was
wie, dass ihm das nichts ausmachen würde.
Ich hatte es geschafft! *jubel* So schlimm war's doch gar nicht. Auch seine Reaktion war
prima!
So circa 2 Wochen später war ich mit ihm und noch 2 anderen
Studienfreunden (einem Pärchen) in einer Kneipe. Das Mädchen zog über jemanden her, den
wir alle kannten: Derjenige habe überm Küchentisch einen "Titten-Kalender"
hängen, und das, obwohl er dort zusammen mit seiner Freundin wohnt. Das sei doch wohl
unmöglich. Dann meinte sie allerdings zu mir: "Aber vielleicht hast Du ja auch
so was zu Hause?" Da war wieder die Gelegenheit... und verging. Ich verneinte lediglich die
Frage, was ich ja guten Gewissens tun konnte. (Auf MEINEM Kalender waren keine
"Titten", sondern gutaussehende männliche Oberkörper und Gesichter!)
Am nächsten Tag rief ich sie dann aber doch an. Unter 4 Augen war's doch einfacher als in
der Kneipe. Ich erzählte ihr am Telefon, dass ich keinen besagten Kalender habe, weil ich
nur auf Männer stehe. Sie hat's auch gut aufgefasst. Sie und ihr Freund haben mich
kurz drauf mal besucht, und wir haben uns ausführlicher über das Thema unterhalten. Ihr
Freund hat übrigens auch einen schwulen Bruder, für den war das nichts neues.
Ich habe damals alle gebeten, es noch nicht weiter zu erzählen, weil ich das meinen
besten Freunden persönlich erzählen wollte.
Als nächsten nahm ich mir meine Eltern vor.
Als ich so 16 war, hatte mein Vater mal, als ein Film von Rosa von Praunheim im Fernsehen
lief, gesagt: "Ich habe ja nichts gegen Homosexuelle, aber muss man denn dafür
unbedingt noch Werbung im Fernsehen machen?"
Das hatte ich nicht vergessen. Trotzdem rechnete ich eigentlich damit, dass meine Eltern
das ganz gut aufnehmen würden. Und falls doch nicht: Ich hatte ja neuerdings eigene
Wohnung und war relativ unabhängig.
Ich unterhielt mich mit meiner Schwester über den Film "Echte Kerle", den ich
am Tag zuvor im Kino gesehen hatte, und von dem ich wusste, dass auch meine Schwester ihn
gesehen hatte. Meine Eltern waren auch im Zimmer. Und dann sagte ich einfach zu ihnen:
"Und ihr ahnt wohl gar nichts, was mich betrifft, oder?"
Sie haben sehr zurückhaltend reagiert. Ihnen war das Thema unangenehm. Ich musste
immer
wieder nachbohren, um ein Gespräch aufrecht zu erhalten. Sie wussten praktisch nichts
über Schwule. Sie waren z.B. der Meinung, man könne zur Homosexualität
"verführt" werden. Sie machten sich Sorgen um mich wegen Aids, usw. Ich habe
sie dann aufgeklärt, ihnen mal einen Spielfilm über Schwule gezeigt.
Übrigens hatten sie wirklich nichts geahnt! So gut hatte ich mich "getarnt".
Nach ein paar Tagen/Wochen waren sie viel lockerer. Sie haben meinen damaligen Freund
(natürlich auch meinen jetzigen Freund) öfters Sonntags zum Essen eingeladen usw.
Während dieser Phase war ich nach Paderborn gezogen, weg von den
Eltern, die mich immer so umsorgt hatten. Ein eigenes Appartement. Als
die obligatorische Einweihungsparty anstand, hing ich in meiner Wohnung ein Foto auf. Es
war eine Schwarz-Weiß-Fotographie mit zwei jungen Männern, die - zwar voll bekleidet -
den Arm um die Schulter des jeweils anderen gelegt hatten. Ich war auf die Reaktionen
meiner Studienfreunde gespannt. Ob überhaupt jemand reagieren würde? Aber konnte man
so was überhaupt übersehen? Heteros können so was offenbar. Von den rund 15 Leuten haben
jedenfalls nur 2 oder 3 eine Bemerkung gemacht. "Wer ist denn das da auf dem
Foto?" "Das weiß ich auch nicht ",(stimmte ja auch), "ist eben irgend
so 'n Foto." Ich hatte nicht vor, während der Party alle auf einmal einzuweihen. Ich
wollte das unter 4 Augen machen. Diejenigen, die was gesagt hatten, habe ich dann am
nächsten Tag angerufen und sie aufgeklärt.
Alle waren sehr interessiert, um nicht zu sagen: neugierig. Sie wollten alles ganz genau
wissen. Und mir hat es Spaß gemacht, mit ihnen darüber zu reden.
Ich habe eigentlich nie schlechte Erfahrungen gemacht. Ein Freund, der - rein zufällig, weil sich vorher keine Gelegenheit ergab - erst recht spät von mir eingeweiht wurde, machte sich sogar Sorgen, ob ich denn weniger Vertrauen zu ihm hatte, oder warum ich's ihm nicht früher gesagt hätte?
Etwas später haben es auch meine Arbeitskollegen an der Uni erfahren. Meine beiden Kolleginnen (eine verheiratet, die andere Single und auf Männer-Fang) redeten ständig über Kerle. Wenn ich dazu kam, verstummten sie dann plötzlich. Als ich's ihnen dann gesagt hatte (ich erinnere mich nicht mehr daran, wie), durfte ich auch mittratschen. Das war immer sehr lustig.
Weil das mit den Kontaktanzeigen doch nicht so funktionierte (wenn
einem nur 1 von 20 Typen gefällt, kann man ja jahrelang Anzeigen schreiben, bis man den
Traumtypen findet), beschloss ich, mal zur Kulte (also der monatlichen schwulen Kulturwerkstatt-Disco)
zu gehen.
Dort habe ich mich dann ganz dreist an den Tisch von jemandem gesetzt, der auch allein da
war. Wie sich rausstellte, war das auch seine erste Party dieser Art. Dieser Mensch ist
auch heute noch ein ganz besonderer Freund für mich.
Er hat mich dazu überredet, doch mal wieder zur "Gruppe" zu gehen. Dort lernte
ich dann gleich beim ersten mal meinen ersten richtigen festen Freund kennen. Wir waren
übrigens dann 8 Monate zusammen.
Von nun an war ich fester "Szene-Gänger". Das Wort "Szene" hört sich
für viele so schlimm an. Aber sooo schlimm geht's da nun auch wieder nicht zu. *grins*
Wie es mein Chef erfahren hat: Ich hatte ihm mal
vor Monaten die Nummer meines damaligen Kerls gegeben, weil ich übers Wochenende
erreichbar sein musste. Dann irgendwann hatte er offenbar dort tatsächlich mal angerufen;
es war wohl keiner da. Jedenfalls sagte er mir, dass er versucht habe, mich zu erreichen,
auch bei meiner 'Freundin' habe er es versucht. Nach einigem Überlegen kam ich dahinter,
wovon er redete, und ich habe es richtig gestellt: "Freund" nicht
"Freundin". Er lachte spontan drauf los. Vor Überraschung. Übrigens haben mit
seiner Arbeitsgruppe noch 2 andere Schwule zu tun (die, die ich oben schon mal erwähnt
hatte); vielleicht kam ihm diese Häufung langsam komisch vor.
Ich hatte mit ihm nie Probleme damit, dass ich schwul bin. Allerdings hat (hatte?) er
Probleme damit, dass ich damit offen umgehe. "Es muss ja nicht jeder sofort
wissen". Da haben wir ganz schön angeeckt!
Fazit: Heute geht's
mir viel besser. Ich habe mich innerlich ziemlich verändert. Das sagen auch meine
Freunde. Ich bin ausgeglichener, gleichzeitig emotionaler. Ich bin auch mutiger geworden,
und tue gelegentlich auch mal Dinge, die mir Nachteile einbringen können, wenn ich's für
richtig halte.
Ich halte es für wichtig, der Öffentlichkeit, insbesondere den Jugendlichen, zu zeigen,
dass es uns gibt. Ich finde es ganz normal, im Schwimmbad, im Whirlpool vom Freizeitbad,
auf der Straße rumzuknutschen und Händchen zu halten wie die Heteros auch.
Der größte Fehler, den ich je gemacht habe, war, das
Coming Out so lange hinauszuschieben. Je früher, desto besser. Aber es ist nie zu spät.
Es war mir anfangs peinlich, dass ich erst so spät den Mut dazu gefunden habe, wo es doch
"so viele" viel früher geschafft haben. Aber so viele sind das gar nicht. Die
meisten schaffen es nie.
Alle Freunde, die ihr Coming Out hinter sich haben, berichten von dieser "Befreiung", von diesem "Hochgefühl" positiv.
In einigen wenigen Fällen gab es allerdings auch ernste Schwierigkeiten, hauptsächlich mit den Eltern. Das ist gerade für Jugendliche, die noch abhängig sind, sehr schwierig. Ich schätze, dass nur sehr, sehr wenige das Coming Out so weit getrieben haben wie ich. Wie hoch der Anteil unter den Schwulen ist, die so offen leben, hängt ganz stark von der Größe der Stadt ab. In eher ländlichen Gegenden (wie z.B. Paderborn mit 130000 Einwohnern) vielleicht 1% der Schwulen. In Städten wie Bielefeld (doppelt so groß) oder gar Köln sind es deutlich mehr; auf dem platten Lande gibt es praktisch niemanden, der geoutet ist. Insbesondere das durchschnittliche Coming Out - Alter hängt ganz stark von der Größe der Stadt ab. Da gibt es ein riesiges Gefälle.
So, mehr fällt mir im Moment nicht ein. [...]
Ich würde mich riesig freuen, wenn Ihr mir Eure Coming Out Erfahrungen/Probleme schreibt. Was haltet ihr von meiner Sicht der Dinge?
Aufgeschrieben von Serge im April 1998