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Sei du selbst! |
GayOut |
Ein amerikanisches Büchlein - frei übersetzt
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Das Leben kann schon schwierig sein für einen Teenager. Du befindest Dich in einem der kompliziertesten Abschnitte Deines Lebens.
Dein Körper verändert sich mehr als zu jeder anderen Zeit. Und Deine Hormone, schwer mit den Veränderungen an Deinem Körper beschäftigt, spielen ziemlich mit Deinen Stimmungen herum. Heute fühlst Du Dich großartig, und morgen ohne irgendeinen Grund miserabel.
Die Regeln ändern sich. Man erwartet von Dir,
dass Du Dich immer mehr wie ein
Erwachsener verhältst.
Du sollst die gleichen Verantwortung wie ein Erwachsenen tragen, Dir einen Job suchen,
aber die Rechte eines Erwachsenen, zum Beispiel nach Hause zu kommen, wann Du es willst,
hast Du nicht.
Das Verhältnis zu Deinen Eltern verändert sich. Du wirst unabhängiger, und sie müssen langsam akzeptieren, dass Du nicht mehr ihr kleiner Junge oder ihr kleines Mädchen bist. Das ist weder für sie noch für Dich einfach.
Und dazu kommt noch, dass etwas, über das Du bis vor Kurzem nicht nachgedacht hast - Sex - vielleicht für Dich für die wichtigste Sache der Welt wird.
Wenn Du ein schwuler, lesbischer oder bisexueller Teenager bist, oder wenn Du denkst, du könntest es sein, dann verwirrt Dich das noch mehr, weil Dich niemand darauf vorbereitet hat.
Als Du noch jünger warst, haben Dich Deine Eltern und Verwandten vielleicht mit der Frage geneckt, ob Du schon (als Junge) eine Freundin oder (als Mädchen) einen Freund hast. Vielleicht haben sie davon gesprochen, "wenn Du mal groß bist und Dein erstes Rendezvous hast..." oder "wenn Du Dich mal verliebst und heiratest...". Aber sie haben sicher nicht darüber gesprochen, was wohl wären, wenn Du Dich (als Junge) in einen Jungen oder (als Mädchen) in ein Mädchen verliebst.
Fernsehen, Filme und Magazine zeigen meist Männer mit Frauen. Songs handeln davon, sich in das andere Geschlecht zu verlieben. Deine Freunde reden sicher über Mädchen bzw. Deine Freundinnen über Jungs.
All das macht Dir das Leben schwer, wenn Du schwul oder lesbisch bist, weil es nicht viel gibt, was Dich betrifft.
Dieser Text soll dazu dienen, Dir zu helfen, einige Deiner Fragen zu beantworten, Dir Buchempfehlungen zu diesem Thema zu geben, und Dir Ansprechpartner zu nennen, an die Du Dich wenden kannst - und er soll Dir helfen, folgende drei Punkte zu verstehen:
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Du wirst es wissen, wenn Du es weißt! Das kann einige Zeit dauern, aber Du hast alle Zeit der Welt!
Einige Homosexuelle sagen, dass sie sich bereits sehr früh - bereits mit fünf oder sechs Jahren - "anders" gefühlt haben. Sie haben sich in der Schule nicht an den "Ich hab' mich verknallt" Gesprächen ihrer Freunde beteiligen können, oder sie hatten sich in einen Mitschüler des gleichen Geschlechts verknallt, - aber darüber sprachen sie nicht.
Oft, so sagen sie, hat es eine ganze Weile gedauert, bis sie einen Namen für ihre Gefühle und Empfindungen gefunden hatten, bis sie begannen, sich selbst als schwul, lesbisch oder bisexuell zu bezeichnen. Aber als sie begannen, die Dinge von dieser Seite zu betrachten, machte alles wieder einen Sinn.
Viele andere Leute jedoch machen sich erst als Jugendliche oder Erwachsene Gedanken über ihre sexuelle Identität - und das kann ziemlich verwirrend sein.
Irgendwann macht jeder mal Erfahrungen mit der Liebe zum gleichen Geschlecht, wie zum Beispiel zu Lehrern oder Geschwistern von Freunden. Beinahe jeder hat einen besten Freund des gleichen Geschlechts. Aber nichts davon ist ein Anzeichen dafür, dass Du homosexuell bist.
Eine oder zwei gleichgeschlechtliche sexuelle Erfahrungen werden Dich nicht gleich als homosexuell prägen - genauso wenig, wie Dich eine oder zwei sexuelle Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht zum Heterosexuellen machen. Viele der Homosexuellen haben einige Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gemacht und viele Heterosexuelle hatten auch schon gleichgeschlechtliche Erlebnisse.
Es ist auch wichtig zu wissen, dass Du nicht unbedingt sexuell aktiv sein musst um zu wissen, dass Du homosexuell bist. Deine Gefühle und Deine Empfindungen werden Dir sagen, wer Du bist.
Unsere Sexualität entwickelt sich im Laufe der Zeit. Das Jugendalter ist die Zeit für Dich herauszufinden, wohin Du Dich entwickeln willst, und Verliebtheit und Experimente gehören natürlich dazu. Mit der Zeit wirst Du herausfinden, zu welchem Geschlecht Du Dich mehr hingezogen fühlst, zu Männern oder zu Frauen, - oder zu beiden . Du musst Dich nicht sofort festlegen!
Wenn Du denkst, Du bist schwul, lesbisch oder bisexuell, hab' keine Angst davor, und verstecke nicht Deine Gefühle vor Dir selbst! Das würde Dich nur davon abhalten, Deine sexuelle Identität zu erkennen - Dich selbst zu erkennen.
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Nein.
Dr. Alfred Kinsey, ein weltbekannter Sexualforscher, hat in seinen Studien herausgefunden, dass fast niemand ausschließlich hetero- oder homosexuell ist. Vielmehr empfinden die meisten Menschen irgendwann in ihrem Leben gleichgeschlechtliche Gefühle, und viele haben auch gleichgeschlechtliche Erlebnisse.
Betrachte das als eine Linie oder als eine "sexuelle Gerade". Am einen Ende dieser Geraden wirst Du viele Menschen finden, die nur gleichgeschlechtliche Interessen haben. Am anderen Ende liegt der Messpunkt für gegengeschlechtliche Interessen. Aber auch auf der ganzen Strecke dazwischen findest Du Menschen, die zwischen diesen beiden Extremen verstreut sind.
Egal, wo Du Dich auf dieser Geraden einordnest, wirst Du niemals alleine sein. Einige Schätzungen behaupten, dass 10% der Bevölkerung homosexuell sind.
Es gibt homosexuelle Menschen überall um Dich herum - nur erkennst Du das eben nicht immer sofort. Du findest sie in allen Bevölkerungsgruppen, in allen Altersgruppen, in allen Färbungen, in allen Nationalitäten, in allen Berufen.
Und sie alle waren einmal Teenager, die meisten fühlten sicher genau so wie
Du jetzt. Und wenn Du glaubst, Du wärst alleine, dann denke daran, dass
Elton
John genauso fühlt wie Du. Und der Tennis-Star
Martina Navratilova. Und auch
Freddy Mercury fühlte so. Und
Rock Hudson. Und
Tausende
anderer...
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Nein.
Homosexuell zu sein ist genauso natürlich und normal, wie heterosexuell zu sein.
Niemand kann mit Bestimmtheit sagen, wie menschliche Sexualität - homosexuell oder heterosexuell - definiert ist. Die meisten Experten sind der Meinung, dass dies eine Angelegenheit der Gene, Biologie und der Umwelt ist, dass die sexuelle Orientierung eines Menschen bereits vor der Geburt oder schon im Alter von zwei bis drei Jahren festgelegt ist.
Dr. Richard Pillard, ein Psychiater an der Boston University School of Medicine, gibt an, dass Homosexualität bei nahezu jeder Tierart zu finden ist, die bisher ausgiebig erforscht wurde. Homosexualität ist daher genau so ein Bestandteil der Natur wie Heterosexualität.
Homosexuell zu sein ist nicht nur genau so natürlich, wie heterosexuell zu sein, es ist auch genau so wenig ungesund - egal was Dir einige Leute erzählen wollen. Die Amerikanische Psychiatrie-Vereinigung erklärte im Jahre 1973, dass Homosexualität keine geistige Anomalie oder Krankheit sei, und es sei unethisch, zu versuchen, die sexuelle Orientierung einer Person zu ändern.
Neben den Wissenschaftlern, Psychologen und Psychiatern verstehen nun auch viele andere Menschen, dass Ann Landers kürzlich schrieb:
"Ich höre nicht auf, mich darüber zu wundern, dass in dieser Zeit so viele Menschen nicht verstehen können, dass Homosexualität keine Lebensart ist, die man sich aussuchen kann. Diese Lebensart ist von Geburt an vorgegeben."
Wenn Du Dich also fragst, warum du homosexuell bist, so kann die Antwort nur lauten: Manche sind eben heterosexuell und manche homosexuell, genau so wie eben die einen blaue Augen haben und die anderen braune oder grüne. Homosexuell zu sein ist nicht etwas, was man sich aussuchen kann. Es ist eben ein Teil von Dir.
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Kümmere Dich nicht um Klischees!
Manche entsprechen den Klischees, andere nicht. Sei einfach Du selbst!
Homosexuelle kann man ebenso wenig in ein Klischeeraster pressen, wie Heterosexuelle. Homosexuelle verhalten sich, ebenso wie Heterosexuelle, nach ganz verschiedenen Mustern. Klischees entstehen aus Ignoranz und Vorurteilen. Manchmal passen sogar Klischees zu keinem Angehörigen einer Gruppe. Manchmal treffen Sie auf weniger Angehörige zu, manchmal auf mehr.
Manchmal wirst Du zum Beispiel hören, dass Homosexuelle Männer
"verweichlicht" seien. Tja, sicher trifft das für einige zu, aber sieh doch nur
einmal an den folgenden Beispielen (aus den USA), wie falsch es ist, eine solche
Behauptung zu globalisieren: Was zum Beispiel ist mit
Dave
Kopay, der 10 Jahre für NFL Football gespielt hat, oder dem olympischen Goldmedaillen-Taucher
Greg
Louganis? Beide sind homosexuell - wie viele andere berühmte Athleten auch. Was ist
mit den offiziell homosexuellen Polizisten in vielen Großstädten? Was ist mit
Joe
Steffan, einer der höchstdekorierten Kadetten der Navy der letzten Jahre? Und was ist mit
Bob
Jackson-Paris, ehemaliger Mr. Universum?
Du wirst sicher auch einiges über Transvestiten und Transsexuelle
hören.
Transvestiten sind Menschen, die sich gerne wie das andere Geschlecht kleiden. Die meisten
Transvestiten sind heterosexuell.
Transsexuelle sind Menschen, die ihr Geschlecht durch chirurgische Eingriffe verändern
wollen und dann ihr Leben wie jede andere Frau oder jeder andere Mann leben wollen.
Homosexuell zu sein macht Dich nicht zum Transvestiten oder Transsexuellen. Und
Transvestit oder Transsexueller zu sein macht Dich nicht zum Homosexuellen.
Einige Leute reagieren auf Klischees, indem Sie versuchen, sich eben
genau nicht diesen Klischees entsprechend zu verhalten. Einige heterosexuelle Männer, die
sich ihrer Sexualität nicht sicher sind, verhalten sich vielleicht wie "Super
Machos", ebenso machen es homosexuelle Männer, die nicht als schwul erkannt werden
wollen.
Aus diesem Grund verhalten sich auch einige lesbischen Frauen besonders feminin.
Merke Dir - Du musst niemandem etwas beweisen. Sei einfach Du selbst!
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JEDER muss sich über HIV und AIDS informieren.
Jung zu sein schützt Dich nicht davor, AIDS zu bekommen. Viele Menschen um die zwanzig oder dreißig, die heute an AIDS sterben, wurden als Jugendliche infiziert. Es kommt nicht darauf an, ob Du hetero- oder homosexuell, männlich oder weiblich, schwarz oder weiß bist, sondern was Du zu Deinem Schutz unternimmst.
AIDS ist eine Seuche, die durch einen Virus hervorgerufen wird. Dieser Virus, genannt HIV, zerstört das Immunsystem des Körpers und macht die betroffene Person so anfällig für gefährliche Krankheiten und Infektionen. Es gibt bislang keine Heilung und es gibt keine Impfung, die vor AIDS schützt.
Es gibt im Groben drei Wege, auf denen Du Dich
mit HIV infizieren kannst:
Du kannst auch nicht am Äußeren erkennen, ob jemand den HIV-Virus in sich trägt. der Virus kann bis zu zehn Jahre inaktiv bleiben. jemand, der völlig gesund aussieht, kann schon infiziert sein.
Aber Du kannst Dich trotzdem selbst schützen.
Teile kein Fixerbesteck mit anderen. Wenn Du spritzt, suche Hilfe bei einer Klinik oder
einem Krankenhaus.
der einzige sichere Weg, beim Sex nicht mit HIV infiziert zu werden, ist, keinen Sex zu
haben. Und Heterosexuelle wie Homosexuelle, müssen, wenn sie sexuell aktiv sind, lernen,
sich selbst zu schützen. Eine einfache "Safer Sex" Praktik ist, Latex-Kondome
zu verwenden.
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Einige Leute werden Dich akzeptieren, andere nicht.
Vorurteile und Diskriminierung gibt es überall auf der Welt. Es gibt Vorurteile gegen Schwarze, gegen Frauen, gegen ältere Menschen, gegen jede Gruppe, die Dir einfällt.
Frauen durften bis ins 19. Jahrhundert hinein in Amerika nicht wählen, weil die Gesellschaft dachte, sie seien nicht entscheidungsfähig genug. Später hat die Frauenbewegung geholfen, diese Denkweise zu verändern. Frauen werden in den USA immer noch diskriminiert, am Arbeitsplatz, auf der Straße, in der Politik und zuhause. Es dauert eine gewisse Zeit, diese Vorurteile abzubauen.
Wenn Du homosexuell bist, wirst Du Vorurteile am eigenen Leib erfahren. Unsere Gesellschaft ist "heterosexuell eingestellt". Die Familie, die Schule, die Religion, die Medien lehren uns, davon auszugehen, dass jedermann heterosexuell ist. Und wir werden oft beeinflusst, solche zu diskriminieren, die es nicht sind. Diese Einstellung hat sich erst kürzlich etwas geändert.
Die Vorurteile, die Du spüren wirst, können ziemlich harmlos sein, beispielsweise, dass jemand davon ausgeht, dass Du heterosexuell bist, obwohl Du's eben nicht bist, und Dich damit in Verlegenheit bringen.
Aber es kann auch viel schlimmer kommen. Homosexuelle leben oft in dem Risiko, geschlagen, von zuhause 'rausgeworfen oder aus dem Beruf entlassen zu werden, nur weil sie homosexuell sind. Viele Menschen fürchten, was sie nicht verstehen und hassen, was sie fürchten. Das ist die Basis für Vorurteile, und wenn es Homosexualität betrifft, nennt man das "Homophobie".
Homophobie wird glücklicherweise immer mehr verdrängt, weil mehr und mehr Menschen lernen, dass Homosexualität genau so natürlich und normal ist, wie heterosexuell zu sein. Die Einstellung vieler Menschen ändert sich, weil Homosexuelle - genau wie zuvor Frauen, Juden und Schwarze - beginnen, aufzustehen und zu sagen: "Ich bin homosexuell und ich bin stolz darauf!. Die Einstellung ändert sich auch, weil andere Menschen aufstehen und sagen: "Diese Homosexuellen sind meine Freunde, oder meine Kinder, oder meine Geschwister - und ich bin stolz auf sie!"
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Wenn Du Dich alleine fühlst, dann bist Du alleine - aber das muss nicht so sein! Es gibt Menschen, die Dir helfen können.
Weil viele Eltern nicht sehr offen mit dem Thema Sexualität umgehen, kommt es vor, dass sich viele Jugendliche schämen oder schuldig fühlen wegen ihrer sexuellen Gefühle oder Experimente, ob nun hetero- oder homosexuell. Viele Eltern hatten selbst Schwierigkeiten mit ihrer Sexualität, und so überrascht es nicht, wenn es den Jugendlichen genauso ergeht.
Das beginnt damit, dass es nicht einfach für Dich ist, herauszufinden, ob Du wirklich schwul bist. Die Vorurteile, die in unserer Gesellschaft existieren, können dazu führen, dass Du Deine Gefühle lieber verstecken möchtest, sogar vor Dir selbst. Und das wiederum führt dazu, dass Du Dich isoliert und einsam fühlst.
Das beste, was Du machen kannst, ist, jemanden zu suchen, zu dem Du Vertrauen hast und mit dem Du reden kannst.
Vielleicht ist das jemand, den Du bereits kennst - ein Freund, der Bruder, die Schwester... oder die Eltern oder Geschwister eines Freundes. Vielleicht ist es ein Erwachsener, dem Du in der Vergangenheit vertraut hast, und dem Du wieder vertrauen kannst.
Aber vermeide, genau jetzt, bis Du mit Dir selber zurechtkommst und zufrieden bist, mit jemandem zu sprechen, der Dich verurteilen oder etwas gegen Homosexuelle haben könnte. Du kannst ja die Reaktion bei einigen Leuten testen, in dem Du das Thema Homosexualität im Allgemeinen anschneidest. Stelle Fragen wie:
"Ich sah im Fernsehen eine Sendung über Schwule. Kennst Du eigentlich irgendwelche Homosexuellen?"
oder
"Meine Klassenkameraden haben sich über einen Jungen lustig gemacht, weil sie denken, er sei schwul. Denkst Du nicht, dass das falsch ist?"
oder
"Ich hörte von einem Mädchen, das lesbisch ist, und das von zuhause 'rausgeworfen wurde. Warum machen die das nur?"
Wenn Du solche Fragen stellst, solltest Du allerdings beachten, dass die Antworten keine persönlichen Kommentare Dich betreffend sind. Sie kennen ja die eigentliche Absicht Deiner Frage nicht. Sie geben vielleicht negative Kommentare über Homosexuelle in diesen Situationen ab, würden aber anders antworten, wenn es um Deine Homosexualität geht.
Wenn Du niemanden kennst, mit dem Du offen reden kannst, der Dich verstehen und Dich unterstützen kann, fange damit an, eine der Hotline-Nummern im Anhang dieses Dokumentes anzurufen. Du kannst dort mit Jugendlichen oder Erwachsenen sprechen, und Du brauchst Deinen Namen nicht anzugeben, und sie werden Dir nichts ein- oder ausreden.
Wenn Du Dich noch nicht bereit fühlst, mit jemandem am Telefon
darüber zu sprechen, suche Dir einen homosexuellen Brieffreund oder sieh Dich mal in den
vielen homosexuellen Newsgroups um. Und wenn Du mit jemandem direkt sprechen willst, wende
Dich vertrauensvoll an eine der vielen schwulen Organisationen, die es auch in Deiner
Nähe gibt.
Wie auch immer Du Dich entscheidest, darüber zu sprechen hilft ungemein. Und Du wirst
merken, dass Du wirklich nicht alleine bist.
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Nur, wenn Du es wirklich willst, und nur, wenn Du Dich dazu bereit fühlst. "Oute" Dich nicht, nur weil irgend jemand meint, Du solltest es tun.
Du kannst es nur einer Person anvertrauen, Freunden und der Familie erzählen, oder aber jedem, den Du kennst. Das liegt ganz bei Dir.
Es gibt keinen Grund, es irgend jemandem zu erzählen, wenn Du selbst noch nicht bereit dazu bist. Manchmal gibt es sogar sehr gute Gründe, es für Dich zu behalten. Ein "Coming out" kann nämlich auch Risiken mit sich bringen. Es gibt Leute, die es nicht akzeptieren werden, die unmögliches sagen und tun werden. Das könnten Deine Eltern oder Deine Freunde sein, oder Deine Klassenkameraden oder Lehrer, Leute, die Du liebst oder von denen Du abhängig bist.
Aber es gibt auch viele gute Gründe, einige Leute wissen zu lassen, dass Du schwul bist. Deine sexuelle Orientierung zu verstecken bedeutet, einen großen Teil von Dir selbst vor Leuten zu verstecken, die für Dich wichtig sind. Manchmal ist die Einsamkeit und Isolation für einen "heimlichen" Homosexuellen schlimmer, als jede Furcht vor einem "Coming out".
Was auch immer der Grund für Dich ist, zu denken, Du solltest oder solltest Dich nicht outen, es ist allein Deine Entscheidung. Und für diese Entscheidung solltest Du Dir genügend Zeit nehmen.
Bevor Du Dich anderen gegenüber outest, musst Du auf jeden Fall zuerst Dir selbst Deine Homosexualität eingestehen, Dich also gegenüber Dir selbst outen. Das bedeutet, Du musst nicht nur wissen, dass du homosexuell bist, sondern Du musst Dich bei dem Gedanken daran auch wohl fühlen und Dich selbst als Person einordnen können.
Halte Dir immer vor Augen: Zu wissen, dass Du homosexuell bist, bedeutet, dass Du Dir wieder über ein Stückchen mehr Deiner selbst bewusst bist. Du bist die gleiche Person, die Du auch vorher schon warst, Du weißt nur wieder ein wenig mehr über Dich. Viele homosexuelle Jugendliche haben gelernt, sich selbst einzugestehen "Ich bin homosexuell, und das ist okay!"
Bevor Du Dich outest, solltest Du gut über Homosexualität
informiert sein, zu Deiner eigenen Information und weil viele Leute völlig falsche
Vorstellungen haben.
Du wirst stolz sein, wenn Du mit klaren Fakten antworten kannst, wenn Dir jemand eine
Frage stellt, oder wenn Du Behauptungen einiger Leute, die über Homosexuelle herziehen,
richtig stellen kannst. Lies einige der im Anhang aufgeführten Bücher und sprich mit
anderen Homosexuellen. Im Gespräch über deren oder Deine eigenen Erfahrungen wirst Du
eher wissen, wer Du bist und was Dich beim Coming Out erwartet. Und erzähle homosexuellen
Freunden, dass Du vorhast, Dich zu outen, damit sie Dich unterstützen können.
Diese Art der Unterstützung ist für Dich mit Sicherheit sehr wichtig. Du wirst es zu schätzen wissen, wenn Du weißt, dass es um Dich herum Leute gibt, die an Dich denken, sich um Dich sorgen und für Dich da sind, sei es, nur um mit ihnen zu sprechen oder aber von ihnen Hilfe zu bekommen, wenn Du sie brauchst - oder Dir einen Platz bieten, wo Du bleiben kannst, solltest Du das benötigen. Wenn Du meinst, Du hättest solche Leute noch nicht, dann wende Dich an ein Schwulen-Zentrum in Deiner Nähe.
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Am Anfang nur den Leuten, die es Deiner Meinung nach wirklich wissen sollen.
Das Coming Out ist nicht etwas, das Du irgendwann machst, und dann ist es erledigt. Vielleicht erzählst Du es jetzt Deiner Familie, aber Deinen Freunden erst viel später, oder umgekehrt. Vielleicht erzählst Du es nur einem Elternteil, oder einem Bruder oder einer Schwester, und erst später dem Rest der Familie.
Die Leute, denen Du es zuerst erzählst, sollten diejenigen sein, denen Du am meisten vertraust. Du musst Dir sicher sein, dass sie Dich nicht verletzen, dass sie Dich so akzeptieren, wie Du bist, und dass sie Deine Privatsphäre respektieren und es niemandem weitererzählen, bei dem Du nicht willst dass er es weiß.
Denke darüber nach, was Du verlieren könntest, wenn Du es einer
bestimmten Person erzählst.
Wenn es Deine Eltern wären, würden sie Dich aus dem Haus werfen? Dich von Deinen
Freunden fernhalten?
Wenn es ein Freund ist, würde er sich von Dir zurückziehen? Würde er es anderen
erzählen? Was würde geschehen, wenn er es täte?
Denke aber auch darüber nach, was Du verlieren könntest, wenn Du es einer bestimmten Person nicht erzählst. Ist das Verhältnis zu Deinen Eltern oder Freunden gespannt, weil Du etwas vor ihnen verheimlichst? Wärest Du ihnen näher, und würdest Du nicht mehr Unterstützung von ihnen erwarten können, wenn sie verstehen könnten, wodurch diese Spannung hervorgerufen wird?
Denke darüber nach, was Du ihnen in der Vergangenheit bereits alles anvertraut hast und wie sie darauf reagiert haben. Wenn es Leute gibt, denen Du es erzählen willst, aber Du weißt nicht, wie sie reagieren werden, dann versuche, Dich in sie hineinzufühlen. Rede mit ihnen über ein Buch, einen Film oder eine Fernsehsendung über Homosexuelle. Verwende dazu die Fragen, die auch im Kapitel "Ich fühle mich so alleine!" aufgeführt sind.
Halte Dir dabei aber immer vor Augen, dass die Reaktion einer Person betreffend irgendeinen Homosexuellen in einem Film nicht unbedingt die gleiche sein muss, wenn der Homosexuelle der Bruder oder Freund ist. Und es kann beides eintreffen - Leute können entweder mehr oder weniger voreingenommen sein in einer hypothetischen oder Film-Situation, als sie es in einer Situation wären, die einen Nahestehenden betrifft.
So könnten beispielsweise Deine Eltern oder Freunde ohne darüber nachzudenken, oder weil sie denken, Du würdest das erwarten, über homosexuelle Charaktere in Filmen scherzen - aber weit mehr Einfühlungsvermögen zeigen, wenn es um Dein Coming Out geht. Andererseits könnten Deine Eltern oder Freunde, die sonst schwule Charaktere in den Medien akzeptieren, sehr viel weniger Verständnis haben, wenn eine ihnen nahestehende Person sich zu ihrer Homosexualität bekennt.
Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie jemand reagieren wird, wenn
Du ihm sagst, dass Du schwul bist, solltest Du versuchen, Deine Fragen genau, persönlich
und provokant formulieren.
Angenommen, Du hast einen Freund, der einen Bruder bei der Bundeswehr hat. Du könntest
beispielsweise fragen: "Ich habe über Schwule in der Bundeswehr gelesen. Wärst Du
entsetzt, wenn Dein Bruder nach Hause käme und sagen würde 'Ich bin schwul'?" Dein
Freund könnte überrascht sein und sagen: "Mein Bruder ist schwul!".
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Mit Sorgfalt - und wenn Du dazu bereit bist!
Viele homosexuelle Jugendliche sagen, dass ihr Verhältnis zu ihren Eltern viel intensiver war, nachdem sie sich geoutet hatten. Sie sagen, es war eine Erleichterung, dass sie nicht mehr das Gefühl haben mussten, etwas vor ihren Eltern zu verheimlichen.
Aber das funktioniert nicht immer so. So manche Jugendliche, die mit ihren Eltern über ihre Homosexualität gesprochen haben, wurden von zuhause 'rausgeworfen. Manche Eltern wurden ausfällig, manche Familienverhältnisse für immer zerrüttet.
Bevor Du also mit Deinen Eltern sprichst, solltest Du folgendes bedenken:
Denke nach, wie Deine Eltern generell über Homosexualität denken. Versuche, soviel als möglich darüber herauszufinden, indem Du Deine Eltern beobachtest oder ihnen indirekte Fragen stellst.
Denke über Dein Verhältnis zu Deinen Eltern nach.
Sei vorbereitet.
Wenn Du alle obigen Fragen mit "nein" beantwortest, dann verschiebe Dein Coming Out, bis Du einen Platz hast, wo Du im Notfall bleiben kannst und bis Du Dich "selbst versorgen" kannst. Sicher tust Du besser daran, zu warten, bis Du die Konsequenzen tragen kannst. Vielleicht entscheidest Du Dich auch, es ihnen nie zu sagen, weil sie es vielleicht nicht verstehen könnten.
Wenn Deine Antworten auf obige Fragen "ja" lauten, kannst Du mit ihnen darüber sprechen.
Du bist der einzige, der diese Fragen beantworten und zwischen den "jas" und "neins" abwägen kann. Vertraue deinem "Bauchgefühl". Es ist fast immer schrecklich, mit seinen Eltern darüber zu sprechen, aber wenn Du Angst davor hast, solltest Du darauf Acht geben. Nicht alle Eltern werden dafür Verständnis haben.
Wenn Du Dich entschieden hast, dass Du es Deinen Eltern sagen kannst und möchtest, dann mache Dir Gedanken darüber, wie Du es ihnen - und natürlich auch Dir - so einfach wie möglichst machst. Versuche, Dich in sie hineinzudenken, wie sie wohl fühlen, welche Fragen sie stellen könnten, so dass Du darauf vorbereitet bist. Versuche, Dein Coming Out mit einem Bekannten zu üben.
Mit Deinen Eltern darüber zu sprechen, wird am einfachsten für Dich sein, wenn Du Dich selbst gut fühlst. Es wird Dich eine Menge Kraft kosten. Wenn Du Dich unsicher fühlst, wird das auch die Unsicherheit Deiner Eltern erhöhen und sie werden Deiner Entscheidung weniger vertrauen. Es ist auch wichtig, dass Du Dir für dieses Gespräch einen Zeitpunkt aussuchst, an dem Deine Eltern entspannt sind und nicht familiär oder beruflich unter Druck stehen.
Rechne damit, dass Deine Eltern eine gewisse Zeit benötigen werden, bis sie Deine Homosexualität akzeptieren - genau wie Du selbst Zeit gebraucht hast. Denke daran, dass Deine Eltern schockiert sein könnten, wenn sie erfahren, dass Du homosexuell bist. Es könnte sein, dass sie es zuerst nicht wahr haben oder Dich am liebsten zu einem Psychiater schleppen wollen.
Bevor die Vereinigungen der Psychiater und Psychologen festgestellt haben, dass Homosexualität etwas völlig normales ist, gab es viele Theorien, dass jemand durch das Verhalten seiner Eltern homosexuell werde. Deine Eltern könnten sich Gedanken machen, was Deine Homosexualität über sie selbst aussagen könnte und ob sie vielleicht irgendeinen Fehler gemacht haben - und diese Gedanken könnten auch in Ärger umschlagen.
Deine Eltern könnten auch denken, dass Du durch Deine Homosexualität Verachtung über sie selbst oder ihre Lebensweise zeigen willst, oder dass Du die Pläne, die sie mit Dir hatten, zerstört hast. Diese Gefühle gibt es in jeder Beziehung zwischen Jugendlichen und ihren Eltern, wenn die Jugendlichen unabhängiger werden und Eltern sich von Vorstellungen, was aus ihrem Kind wohl einst werden wird, trennen müssen. Die Eltern homosexueller Kinder werden dieses Gefühl des Verlustes und der Ablehnung ein wenig mehr verspüren.
Auch wenn sie solche Reaktionen nicht zeigen, werden sich Deine Eltern um Dich Sorgen machen - ob Dich Deine Homosexualität in Gefahr bringt, ob Du ein glückliches Leben führen wirst, ob Du irgendwann eine eigene Familie haben wirst. Das kann dazu führen, dass sie das, was Du ihnen gesagt hast, ignorieren oder sogar abweisen.
Sie werden sich auch Gedanken machen, wie sie es ihren Freunden und Bekannten beibringen werden. Sie werden nun ein eigenes Coming Out durchlaufen
Am besten ist es, wenn Du Antworten parat hast - oder ihnen Leute nennst, mit denen sie reden können. Je mehr Deiner Hausaufgaben Du gemacht hast und je selbstsicherer Du auftrittst, desto eher kannst Du Deine Eltern davon überzeugen, dass Du selbst für Dich Verantwortung übernehmen kannst. Sie werden sich dann nicht so große Sorgen machen.
Und denke daran: Du musst es nicht beiden Elternteilen gleichzeitig beibringen. Viele Jugendliche haben zuerst mit dem Elternteil gesprochen, von dem sie sich mehr Verständnis und Akzeptanz erwartet haben. Aber du musst auch wissen, dass Du mit dem Vertrauen zu nur einem Elternteil Schmerzen und Spannungen zwischen Deinen Eltern verursachen kannst - Schmerzen, weil sich der nicht eingeweihte Elternteil übergangen fühlen könnte, wenn er es herausfindet, Spannungen, weil der eingeweihte Elternteil nun die Bürde tragen muss, Dein Schweigen zu erklären, oder ein Geheimnis mit sich trägt, bis Du bereit bist, es auch dem anderen Elternteil zu sagen. Denke darüber nach, wenn Du es nur einem Elternteil sagen willst.
Es ist auch sehr wichtig, dass Du noch andere Leute hast, mit denen Du sprechen kannst, denn auch wenn Dein Coming Out Deinen Eltern gegenüber relativ leicht ist, so ist es doch schwer. Je mehr Unterstützung Du hast, desto besser.
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Sicher verlierst Du Deine "normalen" Freunde nicht. Und schwule Freunde findest Du überall!
Viele Jugendliche sagen, dass sie seit ihrem Coming Out noch mehr "normale" Freunde haben, und dass sie seit dem erheblich glücklicher sind.
Es ist leichter, jemandem nahe zu stehen, wenn Du nichts verheimlichen musst und wenn Du mit Dir selbst zufrieden bist.
Einige Jugendliche machten allerdings schreckliche Erfahrungen bei ihrem Coming Out an der Schule. In Kleinstädten und ländlichen Gegenden, und dort, wo ein Großteil der Bevölkerung fundamentalistischen Religionen angehört, ist vereinzelt die Diskriminierung von Homosexuellen noch stark. Und Kinder können sehr grausam sein, vor allem, wenn sie selbst unsicher sind und nach Selbstverwirklichung suchen. Sie können Dich quälen und Dir Dein Leben zur Hölle machen. Homosexuelle Schüler haben wegen der Behandlung, die ihnen widerfährt, eine wesentlich höhere Ausfallquote. In den USA hat derzeit nur ein Staat - Massachusetts - ein Gesetz, das Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung an öffentlichen Schulen verbietet.
Wenn Du Dich Deinen Freunden gegenüber outen willst, achte darauf, dass Du nur Freunden vertraust, die Dein Privatleben und Dein Vertrauen respektieren. Freunde, die zur Plauderei neigen, können Dir Probleme machen, auch wenn sie Dir damit eigentlich nicht schaden wollen. Einige Freunde können Dich aber auch unterstützen. Jungs und Mädchen sind der Meinung, es sein einfacher, sich Mädchen gegenüber zu outen. Einer oder zwei Deiner Freunde haben vielleicht schon vermutet, dass Du homosexuell bist. Vielleicht erfährst Du auf diesem Weg auch, dass Du bereits homosexuelle Freunde hast und das gar nicht wusstest.
Einige Deiner Freunde werden etwas Zeit brauchen, sich mit dem Gedanken anzufreunden, dass Du homosexuell bist. Einige werden sich fragen, ob Dein Coming Out ihnen gegenüber vielleicht eine Anmache ist und könnten sich unwohl dabei fühlen. Einige werden sich vielleicht sogar fragen, ob sie selbst homosexuell sind, wenn sie einen homosexuellen Freund haben. Wie bei Deinen Eltern solltest Du auch hier versuchen, Dich in Deine Freunde hineinzuversetzen, und ihnen klarzumachen, dass Du Dich nicht verändert hast.
Dir hilft es sicher auch, wenn Du mit homosexuellen Freunden über ihre Erfahrungen beim Coming Out sprichst. Es ist sehr wichtig, neue, homosexuelle Freunde zu finden - Freunde, die genau wissen, was Du im Moment durchmachst, weil sie auch mal in dieser Situation waren, oder gerade jetzt im Prozess des Coming Out stehen. Homosexuelle Jugendgruppen sind hier ein guter Anfang, weil Du dort nicht lange herausfinden musst, wer nun homosexuell ist, und wer nicht. In den meisten größeren Städten gibt es homosexuelle Jugendgruppen, wo Du leicht Leute kennen lernen kannst. Du wirst neue Freunde finden, mit denen Du Erfahrungen und Unterstützung teilen, und mit denen Du auch mehr über Dich selbst erfahren kannst.
Denke daran: Auch wenn es so aussieht, als wärst Du der einzige Homosexuelle an Deiner Schule, das bist Du mit Sicherheit nicht. Bei 10% homosexueller Bevölkerung gibt es da noch andere Homosexuelle, die Du vielleicht sogar schon kennst, aber eben nicht weißt, dass sie homosexuell sind, oder solche, die Du vielleicht noch nicht kennen gelernt hast.
Homosexuelle scherzen manchmal, "Gaydar" (gay = homosexuell) zu haben, eine Art Radar zu erkennen, er homosexuell ist, und wer nicht. Herauszufinden, ob jemand, der sich noch nicht geoutet hat, homosexuell ist, ist genau so, wie herauszufinden, ob jemand an Dir interessiert ist. manchmal kann man es sagen, manchmal nicht. Mit ein wenig Erfahrung kannst Du sicher besser damit umgehen.
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Ja.
Viele Homosexuelle veranstalten Hochzeits-Zeremonien um ihr gegenseitiges Versprechen zu feiern und um Familie und Freunde an ihrer Partnerschaft teilhaben zu lassen.
Obwohl nur einige Religionen solche Zeremonien durchführen oder
bezeugen, ändern sich diese Umstände. Immer mehr Unternehmen, wie beispielsweise APPLE
Computer, behandeln nun homosexuelle Paare wie andere Verheiratete und bieten
Kranken-Versicherungen für die Lebenspartner homosexueller Angestellter an. Präsident
Clintons Administration verwendet für Partner Homosexueller den Ausdruck "Du und
Dein bedeutender Wegbegleiter" anstelle von "Du und Dein Gespiel". Viele
homosexuelle Paare ziehen auch gemeinsam Kinder groß. Andere Schwule und Lesben, die ihr
Coming Out erst hatten, nachdem sie eine heterosexuelle Beziehung eingegangen waren,
ziehen die Kinder aus der heterosexuellen Beziehung gemeinsam mit ihrem homosexuellen
Partner groß. Weil sich die Einstellung der Gesellschaft ändert, wird auch die Adoption
von Kindern durch homosexuelle Paare üblich. Sechs amerikanische Staaten erlauben die
Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare. Und viele Homosexuelle sehen ihre
Freunde und die örtliche Homosexuellen-Gemeinschaft als ihre Familie an. In den meisten
Städten gibt es eine große und eingeschworene Gemeinschaft von homosexuellen, die
gleiche Art von Liebe und Unterstützung bietet, die wir auch von unseren Familien
erwarten.
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Natürlich kann dieser Text nicht jede Frage beantworten. Aber er stellt hoffentlich einen Anfang für Dich dar. Du brauchst nicht allein zu sein, wenn Du Deine sexuelle Identität erkundest.
Du wirst lernen, dass der beste Tipp ist, Du selbst zu sein. Wenn Du schwul, lesbisch oder bisexuell bist, wirst Du bald erkennen, dass Du die Kraft hast, Dein Coming Out selbst zu gestalten und zu definieren, um es Deinen Bedürfnissen anzupassen. Auch wenn Dich Dein Coming Out mit Fragen und Situationen konfrontiert, an die Du vorher nie gedacht hast, wirst Du auch riesigen Spaß auf dieser Entdeckungsreise haben. Vielleicht brauchst Du auf dieser Reise von Zeit zu Zeit etwas Mut.
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by Fred Small
We have cleared off the table, the leftovers saved Washed the dishes and put them away I have told you a story and tucked you in tight At the end of your knockabout day As the moon sets its sails to carry you to sleep over the midnight sea I will sing you a song no one sang to me May it keep you good company You can be anybody you want to be You can love whomever you will You can travel any country where your heart leads And know I will love you still You can live by yourself, you can gather friends around You can choose one special one And the only measure of your words and your deeds Will be the love you leave behind when you're done There are girls who grow up strong and bold There are boys quiet and kind Some race on ahead, some follow behind Some go in their own way and time Some women love women, some men love men Some raise children, some never do You can dream all the day never reaching the end Of everything possible for you Don't be rattled by names, by taunts, by games But seek out spirits true If you give your friends the best part of yourself They will give the same back to you You can be anybody you want to be You can love whomever you will You can travel any country where your heart leads And know I will love you still You can live by yourself, you can gather friends around You can choose one special one And the only measure of your words and your deeds Will be the love you leave behind when you're done
Words and music by Fred Small. (c) Copyright 1983 Pine
Barrens Music (BMI). From the album, Everything Possible: Fred Small in Concert (Flying
Fish #625).
Available from Small Potatoes at (800) 788-6043.
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(Siehe hierzu auch: GayStars)
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Quellennachweis:
Copyright (c) 1994. Parents, Families and Friends of Lesbians and Gays, Inc.
Englische Originalversion:
Be
yourself!