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Was Sie schon immer über Schwule wissen wollten, |
GayOut/GayLove |
von Armando Saller
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(der wohl häufigste Spruch unwissender "Heten")
Viele Heteros, vor allem die Männer, halten sich von Schwulen fern, aus ihrer eigenen Angst der Unwissenheit über Schwule. Hinzu kommen noch die panischen Ängste, von einem Schwulen angemacht zu werden.
Viele Heteros kennen nur das typische "öffentliche" Bild
der Schwulen, die regelrecht im Fummel und Handtasche mit getuschten Wimpern durch die
Stadt huschen und dabei kreischen. Sehr schön auf die Schippe genommen hat dies
Ralf
König
("Der Bewegte Mann"), der ja eigentlich
sein Chargon im Comic-Buch-Bereich beherrscht.
Schwule sind genauso "normal" wie Heteros, sie gehen eben nur mit dem gleichen Geschlecht ins Bett. Dabei musst Du ja nicht zusehen ;)
Oft entsteht ein Ekel schon durch den Gedanken der Vorstellung,
dass zwei Männer Sex haben oder man selbst mit einem Schwulen ins Bett muss, nur die Frage
ist: Wer lässt denn diese Gedanken entstehen?!
Eben! Der Hetero selbst! Er macht aus einer nicht existenten Situation sofort ein Problem,
ab dem Moment der Offenbarung eines Schwulen gegenüber einer Hetero-Person.
Meist werden nur Situationen herausgepickt, indem man
"gehört" hat, dass irgendwer von einem Schwulen angemacht worden ist und sofort
gleich auf sich selbst schließt, angemacht werden zu können.
Oftmals kommen noch diverse Schlagzeilen aus den Medien hinzu, um das
"Horrormärchen" über Schwule komplett zu machen (was sich glücklicherweise
die letzten Jahre in den Medien um einiges gebessert hat)
Lerne selbst einmal Schwule kennen und mache Dir Dein eigenes Bild darüber.
Auch wenn es einmal zu einer Situation kommt, dass ein Schwuler einen Hetero-Mann "anmacht", dann kann sich doch der Hetero wohl selbst wehren und er hat schließlich auch einen Mund ;)
Vergleiche einmal die Situation, das sich Hetero-Männer oft das
Recht herausnehmen, Frauen anzumachen und sie ins Bett zu schleppen...
Und genauso haben Schwule das Recht, auch andere Männer anzumachen, denn auf der
Verpackung steht ja schließlich nicht: "schwul"
Lerne einmal selbst Schwule kennen und Du wirst sehen, dass sich viele
"Horrormärchen", die im Gehirn rumspuken, sich überhaupt nicht bewahrheiten,
im Gegenteil...
Schwulsein hat also nichts mit einem "anderen Menschen" zu tun, sondern lediglich mit einer "anderen sexuellen Orientierung".
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Homosexualität ist so alt wie die Menschheit und wurde gerade durch die Griechen in der Geschichte präsent. Blättert man einmal in der Geschichte der Sexualität, wird man immer wieder "homosexuelle" Grafiken, Bilder, Darstellungen aus allen Ländern vorfinden.
Auch in der Natur und bei den Tieren ist homosexuelles Verhalten vorzufinden.
Dies zeigt, das Homosexualität nichts mit einem "kranken Verhalten" oder einer "Krankheit" zu tun, sondern bereits schon immer existent war in der Geschichte der Menschheit.
Durch viele Jahrhunderte hatte es die Kirche geschafft, ein Bild von Schwulen zu schaffen, was eben einer "Abnorm" des Menschen entspricht und somit die Schwulen im sehr frühen Mittelalter als "krank" galten, was sich ja über viele Jahrhunderte bis teilweise heute hingezogen hat.
Die Menschen waren es gewohnt, das Mann und Frau zusammengehören und zwei Männer nicht in das Bild "der Bibel" passten. Zugleich können Schwule sich nicht fortpflanzen, was für viele als "widernatürlich" angesehen wurde und somit nicht dem Bild der "Existenz" des Menschen zusammenpasst. Im dritten Reich wurden ja viele Homosexuelle zum Tode verurteilt, nur weil sie "schwul" waren. Leider existiert sogar bis heute noch in sehr wenigen Ländern die Todesstrafe für homosexuelle Handlungen.
Bis heute streiten sich Wissenschaft, Forschung, Medizin und Psychologie, welchen Auslöser es geben könnte, die eine Homosexualität hervorruft.
Da gibt es Thesen, dass die dominante Mutter, die Erziehung oder das Umfeld eines Menschen dafür verantwortlich ist, dass man "schwul" wird. Seit einigen Jahren forscht man in der Gentechnik, um ein Gen zu finden, das für die Homosexualität verantwortlich sein soll. Auch in der Hirnforschung hat man unter Computertomographie bereits festgestellt, dass die rechten und linken Hirnhälften bei Schwulen anders verteilt sind als bei heterosexuellen Männern.
Der wichtigste Schritt der letzten Jahrzehnte bzw. Jahre war es, zu erkennen, das Schwulsein die natürlichste Sache der Welt ist und eben genauso "normal" angesehen werden kann, wie Heterosexualität.
Homosexualität ist also keine Krankheit, sondern nur ein sexuelle Orientierung, die genauso existent und natürlich ist, wie die Bi- und Heterosexualität, nur wurde das Thema erst in den letzten Jahrzehnten bzw. Jahren verstärkt behandelt und somit aufgeklärt.
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Tunten sind nur ein kleiner Prozentsatz aller Schwulen. Sie präsentieren sich nur gerne in der Öffentlichkeit als schrill, bunt und laut. Und genau deshalb entsteht der Eindruck, das alle Schwulen Tunten sind, da man ja die "unauffälligen" Schwulen dabei nicht erkennt. Gerne erwarten auch die Leute in den Medien den Glitzer und Glamour bei Schwulen, daher werden oftmals nur exhibitionistische "Tunten" herausgepickt und als Aufhänger für schwule Themen immer wieder gerne genommen. Ein tuntiges Verhalten bei manchen Schwulen schließt oft auf die eigene "Weiblichkeit", die einige Schwule damit unterstreichen wollen. Das kann mitunter ein gewisser Neid gegenüber dem weiblichen Geschlecht sein, die bessere "Frau" zu präsentieren.
Was für viele überraschend erstaunlich klingen mag, dass sich viele Schwule gegenüber Tunten differenzieren. Ein tuntiges Verhalten ist nicht angeboren, sondern angelernt! Der Großteil der Schwulen steht dazu, Mann zu sein, vor allem Mensch. Sie leben genauso "normal", wie jeder andere Hetero und zeigen großteils auch die gleichen Verhaltensmuster.
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Nein, gibt es nicht!
Schwulsein hat absolut nichts mit dem Verhalten eines Menschen zu tun. Homosexualität besagt ja schon aus, dass die Sexualität zum eigenen Geschlecht ausgerichtet ist und daher kein Verhalten beinhaltet, es sei denn das Sexualverhalten.
Man kann sicherlich gewisse Verhaltensmuster aufstellen, in das sich viele Schwule einpassen lassen, mehr aber auch nicht. Genauso wie jeder Mensch individuell in seinem Verhalten ist, genauso ist jeder Schwule an sich ein Individuum und somit auch in seinem Verhalten.
Schwule trauen sich oftmals nur mehr zu, ihre weiblichen Anteile zu zeigen. Sie müssen nicht dem Zwang hinterher rennen, dem Gesellschaftsbild des Mannes gerecht zu werden, da sie niemanden gegenüber ihren "Mann" stehen müssen.
Viele Schwule sind sehr tolerant und haben aus ihrer eigenen "Minderheit" gelernt, tolerant gegenüber vielen Situationen zu sein. Das schafft oft eine optimistischere Einstellung bei Schwulen gegenüber dem Leben im Vergleich zu Heteros.
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Gewisse Verhaltensmuster verraten schon hin und wieder Schwule, die
aber meist eher von anderen Schwulen bemerkt werden, im Vergleich zu Heteros, die darauf
unbewusst weniger achten.
Ausnahmen sind da sicherlich einige Randsparten, wie Tunten, Ledertypen etc.
In vielen Fällen sind Schwule sehr aufmerksam, vor allem Frauen gegenüber (da keine sexuellen Hintergedanken eine Rolle spielen).
Schwule sind oftmals ziemlich gutmütig, was gut und gerne in der Arbeitswelt ausgekostet wird, da sie zugleich keine Familie haben.
Schwule ziehen seltenst über Frauen her oder degradieren sie zu sexuellen Objekten. Ausnahmen sind dabei Schwule, die einen Hass gegen Frauen entwickelt haben (oftmals ausgelöst durch den Hass zur eigenen Mutter).
Schwule untereinander erkennen sich oft am ersten Augenkontakt, wie "intensiv" und interessiert man sein Gegenüber wahrnimmt.
Schwule sind gerne risikofreudig und haben vor allem den Hang zur
Veränderung. Dies bewirkt sich oft durch Outfit, wechselnde Identität bei Frisur und
Outfit.
Schwule sind oft bessere Stimmungsbomben, als mancher "langweiliger" Hetero, sie
haben eine optimistischere Einstellung trotz ihrer "Minderheit" oder gerade
deswegen!
Dies muss aber nicht der Regelfall sein, da auch manche Heteros gerne
"wandlungsfähig" sind.
Schwule, die vor oder mitten in ihrem "Coming Out" stecken, erkennt man oft gar nicht, da sie sich so gut an die "Hetero-Gesellschaft" angepasst haben, um auf keinen Fall in irgendeiner Weise "schwul" aufzufallen.
Leider leben bis heute noch sehr viele Schwule versteckt und leben
ihr "Schwulsein" in ihren eigenen 4 Wänden aus. Das hat damit zu tun, das die
Gesellschaft in vielen Ebenen und Situationen bis heute die Homosexualität noch nicht
komplett akzeptiert bzw. Schwule in vielen Lebensbereichen immer noch benachteiligt
werden.
Vor allem besteht noch bei den meisten Schwulen die Angst, nicht als "Mensch"
akzeptiert zu werden, sondern lediglich als "Objekt" und "krank" zu
gelten.
Frauen haben oftmals ein Gespür dafür, zu erkennen, welche Männer schwul sind, da sie oftmals das Feedback des "sexuellen Hintergedanken" erkennen, der bei Schwulen gegenüber Frauen eben nicht vorhanden ist.
Ein bombenfestes "Rezept" gibt es aber letztendlich bzw. glücklicherweise nicht, wie man Schwule eindeutig erkennt oder erkennen mag.
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Das kann man bis heute nicht genau sagen. Durch verschiedene homosexuelle Studien schwankt man zwischen 5-10% in der Bevölkerung.
Einige Forschungsergebnisse aus den 90er Jahren zeigen sogar, dass die Tendenz zur Bi- und Homosexualität bei Männern gestiegen ist.
Das liegt auch daran, dass durch Medien und Gesellschaft in den 90er Jahren die Homosexualität mehr präsent geworden ist und die Leute um einiges offener damit umgehen, als vor vielen Jahren. Letztendlich hat es auch damit zu tun, das immer mehr Männer zu ihrer Sexualität stehen und somit ihre bi- bzw. homosexuellen Neigungen offen ausleben.
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Diese Aussage schließt auf Vorurteile und Desinformation,
dass schwule nur ausschließlich Analverkehr haben.
Sicherlich gehört Analverkehr zu einem Bestandteil beim Sex unter Männern, jedoch
praktizieren auch Schwule ihren Sex genauso abwechslungsreich wie "Heteros",
wobei Analverkehr oftmals nicht vorrangig sein muss.
Wenn man bedenkt, dass nach neuesten Forschungserkenntnissen jeder 3. Mann sich einmal wünscht, Analverkehr mit einer Frau zu haben, fragt man sich, wer nun der "Arschficker" letztendlich ist... (hervorgerufen wird dieser Wunsch durch die "enge" Darmwand, die den Penis damit fester umschließt und ein intensiveres Gefühl beim Geschlechtsverkehr gibt)
Da der männliche Körper im Damm- und Analbereich eine sehr
ausgeprägte erogene Zone hat (begründet durch die Bündelung vieler Nerven), geben die
wenigsten "Heten" Männer dabei zu, Spaß daran zu haben bzw. zu entdecken, an
diesen Stellen stimuliert zu werden bzw. sich selbst an diesen Stellen zu stimulieren.
Man könnte ja schließlich sofort als "schwul" gelten...
Also ist große Vorsicht geboten, wer mit diesem primitiven Satz herumposaunt.
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Es gibt bei Schwulen im Vergleich zu Heteros kaum einen Unterschied, wie sie ihren Sex ausleben. Von Oralstimulation bis zur Handstimulation kommen auch bei Männern untereinander alle Variationen der Sexualpraktiken vor. Oftmals haben Schwule eine größere Phantasie, ihren Sex auszuleben, als mancher "Hetero". Dabei muss es sich nicht alleine auf den Analverkehr begrenzen, siehe oben.
Schwule können beim Sex (im Vergleich zu Heteros) sogar ziemlich flexibel sein, indem sie jederzeit von dem passiven (weiblichen) Part in den aktiven (männlichen) Part wechseln können oder beides zugleich ausüben.
Männer untereinander gehen oftmals viel offener und direkter mit Sex um, da sie ja wissen, was sie wollen. Zugleich kennt man ja die eigenen erogenen Zonen und weiß größtenteils, wie man den anderen Mann stimulieren kann, was im Vergleich zu Heteros erst mal der Mann/die Frau erkunden muss. Schwule machen sich oftmals im sexuellen Bereich weniger vor, da beim Mann das Triebverhalten stärker vorhanden ist als bei der Frau. Gerade durch das vertraute Bild des eigenen Körpers, gehen Männer damit unkomplizierter um, weil sie kein neues Geschlecht erst erkunden müssen.
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Nein!
AIDS wird immer wieder gerne vorwiegend mit Schwulen in Verbindung gebracht, um einen "Schuldigen" zu suchen bzw. die Verantwortung auf eine bestimmte Gruppe von Menschen zu schieben.
Da AIDS durch Blut- und Spermaübertragung ausgelöst werden kann, betrifft diese Immunschwächekrankheit JEDEN Menschen, also auch Dich!
Viele Heteros haben sich mit dem Gedanken "beruhigt", dass sie nicht davon betroffen sind und haben sich somit selbst einen "Freischein fürs Bett" gegeben. Dadurch gehen leider bis heute noch viel zu viele Heteros zu unvorsichtig mit Sex um und stecken somit andere Menschen an, weil sie keine Vorsichtsmaßnahmen treffen.
Für Schwule ist deshalb AIDS ein Bestandteil, weil sie teilweise einen regeren Partnerwechsel bzw. schnelleren sexuellen Kontakt mit wechselnden Partnern haben, als Heteros.
Die Aufklärung ist bei Schwulen viel größer vorhanden als bei Heteros, weil sie sich verstärkt darum kümmern, wie man sich vor AIDS schützen kann.
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Bei einer Beziehung unter Männern läuft es überhaupt nicht anders, als bei heterosexuellen Beziehungen. Von der Liebe über Eifersucht bis zum bitteren Streit findet man auch unter Schwulen alle Situation und Lebenslagen in einer festen Beziehung vor.
Die Rollenverteilung in einer Männerbeziehung kann sehr verschieden
sein.
Es gibt Beziehungen, wo der eine Partner die eher "weibliche" Rolle übernimmt
und der andere Partner die "dominante" männliche Rolle auslebt. In einigen
Beziehung wechselt der Mann/Frau Part im ständigen Rhythmus oder beide Partner leben die
Beziehung in beiden Rollen zugleich aus.
Männerbeziehungen sind gegenüber Hetero-Beziehungen kurzlebiger,
weil sich Schwule untereinander unter ganz anderen Bedingungen kennen lernen und sich
oftmals Hals über Kopf in eine Beziehung stürzen. Männerbeziehungen können aber auch
ehrlicher sein, indem man nicht "krampfhaft" versucht, eine Beziehung
aufrechtzuerhalten, die schon lange nicht mehr existiert.
Da haben viele Heteros bis heute noch Probleme, dem Bild der "ewigen Treue"
gerecht zu werden und letztendlich dann nur mit diversen Seitensprüngen eine
Beziehung/Ehe aufrecht zu erhalten.
Ausnahmen bestätigen hier aber auch die Regel, da es einige Männerbeziehungen gibt, die über viele Jahre existieren und beide Partner ziemlich glücklich miteinander sind.
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Nein!
Es gibt verschiedene Aspekte, wie sexuelle Kontakte beim gleichen Geschlecht zustande kommen können, ohne dabei sofort schwul zu sein.
Viele Jungs entdecken in ihrer Pubertätsphase ihre Sexualität und
somit auch die Neugier zum eigenen Körper. Sie möchten erst mal Erfahrungen sammeln und
beim Sex vieles ausprobieren. So passiert es ziemlich oft, dass Jugendliche ihre ersten
sexuellen Erfahrungen mit ihrem gleichen Geschlecht machen und ihre Neugier somit
befriedigen konnten.
Durch diese "Experimentierphase" lernt der Mensch seine sexuelle Orientierung
besser kennen und weiß somit, was er will.
Diese sogenannte "schwule Phase" existiert bei einem Großteil der "Hetero" Männer entweder in der Pubertät oder erst später, wenn sie bereit sind, ihren eigenen Körper zu akzeptieren bzw. ihre sexuelle Neugier zu befriedigen, um vertrauter mit dem Sex umzugehen.
Auch passiert es, das Männer unter bestimmten Umständen (oftmals durch Alkohol-Einfluss) einfach Lust haben, einmal Sex mit dem eigenen Geschlecht zu haben, um ihre "homosexuellen Anteile" damit auszuleben. Nachdem sie ihre sexuelle Neugier befriedigt haben, kehren viele Männer in ihren "heterosexuellen" Alltag schnell wieder zurück und viele sprechen nicht über ihre Erfahrungen/sexuellen Begegnungen mit anderen Männern (aus der Angst heraus, selbst als schwul zu gelten) bzw. verdrängen es sehr schnell wieder.
Wie man sieht, haben die meisten sexuellen Begegnungen bei "Heteros" zum eigenen Geschlecht oftmals mit Neugier zu tun, etwas "neues" zu erleben, oder einfach eine "Lücke" in der eigenen Sexualität zu schließen, wie es ist, einmal Sex mit einem Mann zu haben.
Es gibt Männer die haben nur einmal ein sexuelles Erlebnis mit dem gleichen Geschlecht, wie es auch Männer gibt, die des öfteren sexuellen Kontakt zu anderen Männern hatten. Daher wird es niemals eine "Norm" geben, wie oft ein Mann sexuellen Kontakt zum anderen Geschlecht haben wird, das liegt bei jedem selbst, inwiefern eine Neugier bzw. eine Lust vorhanden ist.
Daher ist Vorsicht geboten, sofort Männer in die "schwule" Schublade zu stecken, da die sexuellen Anteile bei jedem Menschen verschieden ausgelegt sind, sei es nun hetero-, bi- oder homosexuell. Und die "homosexuellen Anteile" sind bei jedem Mann prozentual anders vorhanden.
Frauen haben oftmals die Angst, ihren Mann dadurch zu verlieren,
weil er das andere Geschlecht entdeckt hat oder eine Neugier dafür gefunden hat.
Sollte der Mann überwiegend heterosexuell sein, so kann die Frau ziemlich beruhigt sein,
ihren Mann nicht an das andere "Geschlecht" verloren zu haben, denn sonst wäre
er nicht heterosexuell.
Ausnahmen sind natürlich dabei bisexuelle Männer, die ein gleiches Verlangen zu
Mann/Frau verspüren. Aber auch da sollte man die Männer nicht gleich in die
"schwule" Rolle stecken.
Somit ist es wichtig zu erkennen, dass man vorwiegend Spaß beim Sex
hat, unabhängig vom Geschlecht und vom sexuellen Verhalten.
Man muss versuchen, nicht immer für alles eine Schublade zu finden, denn dafür gibt es
einfach zu viele Sexualmuster beim Verhalten der Menschen.
Eindeutig schwul bist Du bzw. Dein Freund/Mann nur, wenn ausschließlich ein Verlangen nach Männern vorhanden ist und kein sexuelles Interesse an Frauen existiert.
Solange ein sexuelles Interesse an Frauen vorhanden ist, kann/muss man nicht schwul sein.
Zuletzt ein Zitat von
Rosa
von Praunheim, das sich jeder Hetero mal unter die Lupe nehmen sollte:
"Nicht der Schwule ist pervers,
sondern die Situation, in der er lebt!"
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