Kreisler, Fritz (1875 - 1962)

 

Slawische und russische Meisterwerke

Nikolai Rimsky-Korssakoff:
Hymne an die Sonne * Orientalischer Tanz & Arabisches Lied aus "Scheherazade" * Hindu-Lied aus "Sadko" * Russische Fantasie
Anton Dvorák:
Als die alte Mutter mich noch lehrte singen * Slawischer Tanz Nr.1 g-moll * Nr.2 e-moll * Nr.3 G-dur * Humoreske * Slawische Fantasie * Negro Spiritual Melodie aus Symphonie Nr.9 (Largo)
Peter Tschaikowsky:
Scherzo op.42 Nr.2 * Humoreke op.10 Nr.2 * Andante cantabile aus dem Streichquartett Nr.1 op.11 * Lied ohne Worte

Nicolas Koeckert, Violine
Milana Chernyavska, Klavier

Fritz Kreisler war nicht nur ein Virtuose auf der Geige, er war auch ein ebenso hervorragender Komponist. Kreisler wurde in Wien geboren und er zeigte schon im zartesten Kindesalter Talent für Musik. Mit fünf Jahren begann er Geige zu spielen. Einer seiner Lehrer war Prof. Joseph Hellmesberger. Auch bei Bruckner und Delibes lernte er. Beim Abgang vom Wiener Konservatorium erhielt er den 1. Preis, da war er gerade mal zehn Jahre alt. Dann ging er ans Pariser Konservatorium, wo er nach zwei Jahren erneut einen ersten Preis gewann. Nach einigen Jahren Privatstudium bei Massart begann er seine künstlerische Laufbahn in Wien und Budapest. Er schloß sich mit dem Pianisten Rosenthal zusammen und ging in die USA, wo ihm großer Erfolg beschieden war. Danach zog er sich zurück vom Rampenlicht, diente 1897 als Einjährig-Freiwilliger und ab dem Jahre 1898 trat er wieder als Geiger auf, dies- und jenseits des Ozeans, sowie in England. Vor dem ersten Weltkrieg hat er die meisten seiner Kompositionen und Bearbeitungen vollendet, die er auch selbst auf Schellackplatten einspielte. Da er Halbjude war, durfte er in Deutschland nicht mehr auftreten. Beim Anschluß Österreichs ans Dritte Reich wurde ihm die französische Staatsbürgerschaft angeboten. Sie erlaubte ihm, 1939 in die USA zu emigrieren. 1943 ließ er sich dort einbürgern. Soviel zu Fritz Kreisler.

Nicolas Koeckert stammt aus einer traditionsreichen Musikerfamilie. 1979 in München geboren, nahm er mit elf Jahren seinen ersten Geigenunterricht. Weitere Stationen des Studiums waren die Hochschule für Musik in Würzburg und die Musikhochschule Köln. Im Jahr 2001 gewinnt er den ersten Preis beim "Internationalen Violinwettbewerb Novosibirsk", sowie den Spezialpreis für die beste Interpretation und den Kulturpreis der Stadt Novosibirsk. Er war der erste deutsche Geiger, der beim weltberühmten "Internationalen Tschaikowsky Violinwettbewerb" in Moskau Preisträger wurde (2002). Im Jahr 2003 wurde er erneut Preisträger beim Internationalen Violinwettbewerb in Montreal "Jeunesses Musicales" und erhielt den zweiten Preis beim "Internationalen Liana Isakadze Violinwettbewerb" in Moskau. Er konzertiert mit den führenden Orchestern und spielt in aller Herren Länder. - Die Stücke von Kreisler auf dieser CD spielt er ohne Schmalz und Zuckerguß. Diese sogenannten Salonstücke genießen auf der Konzertbühne kein Eigenleben, sie werden in erster Linie von den großen Geigern nach einem Konzert als sogenannte Encores, sprich Zugaben, dargeboten. Koeckert spielt die virtuosen Kreisler-Piècen mit intensivem Bogenstrich, äußerst geschmackvoll und ohne technische Mühe.
Milana Chernyavska ist ihm eine kongeniale Partnerin am Klavier, die sich vornehm zurücknimmt. Sie begann ihren Klavierunterricht mit fünf Jahren. Auch sie erhielt im Laufe der Jahre viele Preise und Goldmedaillen. Sie konzertiert in Europa, Kanada, USA und Japan. Oft arbeitet sie als Kammermusikpartnerin. Nebenher unterrichtet sie an der Hochschule für Musik und Theater in München und am Konservatorium Feldkirch (Österreich). 1994 erhielt sie in ihrer Heimat den Titel "Verdiente Künstlerin der Ukraine".
Wenn Kreisler so vollendet dargeboten wird, kann man ihm immer wieder zuhören.  A.L.

 

  

1 CD
Label: NAXOS
Katalog-Nr.: 8.551223 (DDD)

Spielzeit: 76'47"

Interpretation & Klang:

     sehr gut

 

Letztes Update: 27.02.2007, 01.19 Uhr

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